Jagdgenossenschaft

 

Mit insgesamt beherbergten 1027 Hektar ist die Jagdgenossenschaft Tettenwang in zwei Jagdbögen aufgeteilt. Der Jagdbogen I im östlichen Teil Tettenwangs mit einer Größe von 652 Hektar wird von den beiden Tettenwanger Waidmännern Hubert und Johann Ostermann betreut. Den Jagdbogen II mit einer Größe von 375 Hektar betreuen die Waidmänner Georg Haunschild (Althexenagger) und Johann Hanke (Riedenburg). Alljährlich treffen sich die Mitglieder der Jagdgenossenschaft im Frühjahr zur Versammlung. Im Mittelpunkt steht die Verwendung des Jagdpachtschillings. In den letzten Jahren wurde dieser vorwiegend für den Wegebau verwendet. Vor nahezu 140 Jahren wurde im Jahr 1875 das Holzrecht auf die große Anzahl von Jagdgenossen aufgeteilt. Seit dieser Zeit zählen zur Jagdgenossenschaft Tettenwang 63 einheimische und 163 auswärtige Jagdgenossen, die in der Region Wald- und Feldgrundstücke haben.

 

 

Rehkitz wird aus vermeintlich "misslicher" Lage befreit und läuft in den Tod

Durchwegs positive Resonanz gab es auf unseren gestrigen Bericht „Wildrettung aus der Luft“. Immer mehr Jäger in der Region schaffen sich teure Copter mit hochauflösbaren Wärmebildkameras an, um Wildtiere vor dem Mähtod zu retten und opfern gern für das Tierwohl ihre Zeit in den frühen Morgenstunden, während andere noch schlafen. Nicht nur die Landwirte danken es den Waidmännern – und letztlich ist jedes gerettete neugeborene Rehkitz ein Erfolg. Dass es leider auch Negativbeispiele gibt, welche diese wertvolle Arbeit nicht nur schlecht reden („Zuerst retten sie die Kitze, und dann ballern sie diese wieder ab“), sondern auch in ihre Arbeit behindert werden, beweist ein aktueller Fall in dieser Woche im Revier Hienheim (Gemeinde Neustadt).

Jagdpächter Phillip Meitinger beschreibt dies Situation treffend: „Es lief eigentlich alles nach Plan. Zusammen mit vielen Beteiligten setzten wir auf der Wiese beim Reiterhof Eckinger in Hienheim Scheuchen in der zu mähenden Wiese, um Rehgeißen mit ihren Jungen weg von der Wiese, hin zum Wald zu bewegen. Frühmorgens um 5 Uhr flogen wir die komplette Fläche mit dem Copter und Wärmebildkamera ab. Ein Kitz lag zusammengekauert in der Wiese. Wir haben es fachgerecht rausgetragen, unter einem Wäschekorb gelegt und mit einem sechs Kilogramm schweren Pflasterstein unter einer großen Eiche beschwert. Die Freude war bei allen Beteiligten groß, dass wir dieses wenige Tage alte Kitz retten konnten. Dann fuhren wir weiter zur nächsten Wiese, denn die Zeit drängt in den frühen Morgenstunden, bevor die Sonne aufgeht und die Wiesen mit ihren warmen Strahlen erwärmt. Gleich nach der Mahd sind wir zu dem geschützten Rehkitz zurückgefahren, um es an Ort und Stelle wieder freizulassen, damit es wieder zu ihrer Mutter zurückkehre. Geschockt mussten wir feststellen, dass das Rehkitz von einem <<vermeintlichen>> Tierschützer kurz vor der Mahd <<befreit>> wurde… – aber das Rehkitz lief damit in den sicheren Tod…“, schildert der Jäger Phillip Meitinger die schreckliche Situation. Entsetzt von der Befreiungstat eines vermeintlichen Wild- und Naturschütztes stellten die Waidmänner fest, dass das Rehkitz nicht mehr am geschützten Ort lag – sondern wieder zurück an seinem Platz stolperte, wo es die Rehmutter abgelegt hatte. Die Bilder waren selbst für den engagierten Waidmann und den Landwirt zerstörend und die Wut und Enttäuschung ist groß. „Das muss man erst mal verkraften, das tut enorm weh – die Kinder haben Tränen vergossen über dieses Unglück“ – so alle Beteiligten, die sich tagelang so viel Mühe gegeben hatten, damit die Grasmahd störungsfrei verlief.

Corona – und ihre Folgen

Eindringlich bitten die Waidmänner die wichtige Arbeit zu unterstützen und nicht aus falschen Hintergründen zu zerstören, so wie dieses Beispiel aus Hienheim unter Beweis stellt. „Wir Jäger bemühen uns sehr, Mensch, Tier und Natur zusammenzubringen“, ergänzte Phillip Meitinger, der sich seit Jahren für diverse Naturprojekte engagiert. „Seit Corona haben die Menschen großen Drang raus in die Natur – und das verstehe ich auch – aber das Wildcampen und die Nichteinhaltung von bestimmten Wegen hat deutlich zugenommen. Der Mensch kommt den Tieren im Wald immer näher – die Tiere werden immer weiter zurückgedrängt“, beschreibt er die gegenwärtige Situation in den Wäldern. Neben den Rehkitzen sind Vögel, Fasanenküken und Junghasen im Frühjahr besonders zu schützen. Der passionierte Waidmann bittet Radfahrer und Wanderer, die geschützten Zonen zu respektieren und sich ruhig im Wald zu verhalten.

 

 

Gelebter Tierschutz: Wildtierretter aus der Luft

Rehkitze mit Drohnen vorm Mähtod retten

Nach dem vielen Regen blüht und wächst alles üppig auf den Feldern. Da ist auch die Zeit, dass viele Rehgeißen ihre Kitze auf die Welt bringen. Im gleichen Zeitraum werden aber auch die Wiesen gemäht, um Silage und Heu als Futtermittel für die Tiere einzufahren. Aber genau dort liegen für die jungen Rehkitze große Gefahren, dass diese den Kreiselmähwerken zum Opfer fallen. Stets haben sich die Landwirte und Jäger Gedanken gemacht und gehandelt, wie dem Mähtod der Rehkitze Abhilfe geschaffen werden kann. Nachdem in der Vergangenheit Menschen und Wildscheuchen zur Aufspürung von Rehkitzen eingesetzt wurden, setzen seit einiger Zeit Jäger und Tierschützer Drohnen ein, um die Kitze zu finden und sie vor dem Mähtod zu bewahren. Unser Mitarbeiter Bernhard Hegenberger hat die passionierten Jäger Robert Kraus (Tettenwang) und Georg Haunschild jun. (Althexenagger) begleitet und berichtet von der erfolgreichen Suche nach Rehkitzen.

Im Morgengrauen mit Hexacopter und Wärmebildkamera unterwegs

Es ist 4.30 Uhr – der Wecker läutet. Um 5 Uhr ist Treffpunkt an der Wiese am Hirschgret-Weiher. Zusammen mit den beiden passionierten Jäger Robert Kraus und Georg Haunschild jun. macht sich unser DK-Mitarbeiter auf die Suche nach Rehkitzen. Jedes Jahr sterben in Deutschland bis zu 100.000 Kitze durch Mäharbeiten. Die neugeborenen Kitze werden von den Geißen in den hohen Gräsern der Wiesen und Felder geschützt abgelegt. Dort suchen sie ihre Jungen zum Saugen auf. Doch in der Zwischenzeit droht den Kitzen eine große Gefahr: der Mähtod. Denn in dieser Zeit werden Wiesen gemäht werden, um Silage und Heu für Tiere zu gewinnen. Große Mähmaschinen können pro Fahrt bis zu zwölf Meter abmähen. Die Jungtiere haben somit keine Chance. Viel zu viele werden schwer verletzt oder sterben einen furchtbaren Tod – wenn sie nicht vorher von engagierten Jägern und Tierschützern entdeckt werden. Um den Kitzen diese Qual zu ersparen, nutzen Kitzretter neuerdings Drohnen mit Wärmebildkameras, mit denen sie die Wiesen nach den Jungtieren absuchen. Vor drei Jahren hat Robert Kraus sich eine eigene Drohne „Yuneec H520“ mit einer hochauflösbaren Wärmebildkamera angeschafft. Da ein Akku etwa 25 Minuten hält, hat sich Kraus vier Akkus angeschafft, um im Morgengrauen mehrere saftige Wiesen zu durchkämen – und in der Suche erfolgreich zu sein. Sein sechsflügeliger Copter fliegt eine zuvor am Computer programmierte Route („Mission“) in einer Höhe von 30 bis 50 Metern über einer Grünlandfläche systematisch ab: Die Wärmebildkamera wird dabei Richtung Boden gerichtet. Pflanzen und Boden werden in Grün- und Blautönen dargestellt, Warmblüter in Weiß. Selbst ein sich duckendes Rehkitz ist als weißer Punkt in einer blau-grünen Fläche zu erkennen. Die Drohne wird an dieser Stelle gestoppt, damit eine weitere Person das Rehkitz mit Grasbüscheln (Schutz vor menschlicher Witterung) aus der Fläche tragen und am Wiesenrand ablegen kann. Auch die Außentemperatur spielt eine wichtige Rolle. „Am frühen Morgen ist die Suche am besten, denn durch die Erwärmung von Boden und Vegetation ist gegen sieben Uhr Schluss“, ergänzt Kraus. Mittlerweile kommen die Landwirte im Tettenwanger Jagdrevier auf den Jäger zu, damit er ihre Wiesen im Morgengrauen überfliegt, um auf Rehkitze Ausschau zu halten. Natürlich haben die Landwirte grundsätzlich ein großes Eigeninteresse, dass bei der Frühjahrsmahd keine jungen Wildtiere zu Schaden kommen. Neben Gründen des Tierschutzes ist es vor allem eine starke psychische Belastung für den Landwirt. Die an der Unterseite der Drohne installierte Wärmebildkamera zeichnet Temperaturunterschiede auf.  "Ein Reh hat eine Körpertemperatur von 39 Grad und eine Körperoberflächen-Temperatur von 19 Grad, der Boden ist deutlich kühler", sagt Kraus. Innerhalb kürzester Zeit zeigt ihm die Kamera auf dem Display einen oder mehrere weiße Punkte an. Diese typischen Zeichen deuten auf Wärme – auf Leben – hin. In den meisten Fällen finden die Waidmänner Rehkitze zusammengekauert am Boden. „Manchmal ist es aber auch nur eine Stelle, wo ein Kitz gelegen hat und noch warm ist – oder vielmals liegen dort auch Feldhasen, die bei der näheren Suche schnell verschwinden“, erklärt der Jäger. Ducken und Tarnen schützt die Kitze zwar vor dem Fuchs, nicht aber vor dem Kreiselmäher. „Wenn wir mit der Drohne ein Kitz finden, umfassen wir es behutsam mit Grasbüscheln und tragen es an den Feld- oder Waldrand“, erklärt Georg Haunschild. In sicherer Entfernung bleibe es dann unter einem übergestülpten Korb liegen, bis die Gefahr vorüber sei und die Geiß ihren Nachwuchs abholen könne. Vielfach rufen die Kitze auch nach ihrer Mutter. In den Wochen nach ihrer Geburt haben Rehkitze noch keinen natürlichen Fluchtinstinkt, sondern warten reglos auf die Rückkehr ihrer Mutter. Selbst vor den anfahrenden Maschinen flüchten sie nicht und fallen diesen so zum Opfer, wenn ehrenamtliche Kitzretter oder Jäger nicht bemüht wären, sie zu retten. 

Waidmänner und Landwirte in engem Verbund

Jetzt gerade ist Hochsaison bei den Landwirten mit dem Mähe der Wiesen für Silage. Nach dem vielen Regen steht das Gras üppig und hoch. Kein Wunder, dass die Rehgeißen ihre Jungen gern in die Wiesen legen. Die Kitzrettung ist bei Jägern und Landwirten deshalb ein wichtiges Anliegen und die Zusammenarbeit klappt sehr gut. Zum Schutz der Tiere seien in der Vergangenheit eine Reihe von Methoden etabliert worden, etwa das Mähen der Wiesen von innen nach außen. Durch die Entwicklung der Drohnen-Technik habe das Thema seit einigen Jahren aber eine neue Dynamik bekommen. Rehkitze sind besonders gefährdet, wenn die gewaltige Mähmaschine kommt. „Uns geht es darum, Kitze vor dem sichern Tod zu bewahren“, erklärte Kraus. Die Landwirte seien gesetzlich verpflichtet, junge Tiere bei der Mahd zu schützen. Das A und O sei dabei eine enge Kommunikation zwischen Agrarbetrieben, örtlicher Jägerschaft, Lohnunternehmen und gegebenenfalls dem Naturschutz. „Gezielte Absprachen würden viele Tierleben retten können“, meinen die beiden Jäger. Es gibt aber auch noch andere vorbeugende Schutzmaßnahmen, wie z.B. die zur Mahd anstehende Fläche vorher mit Helfern abzusuchen. Zudem ließen sich gefährdete Tiere erfolgreich vertreiben, wenn sie einen halben bis einen ganzen Tag vor der Mahd zum Beispiel mit dem Anbringen von Flatterbändern und Knistertüten in Unruhe versetzt werden. Dann habe die Ricke Zeit, ihre Kitze rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. „Wir sind erfolgreich mit Drohne und Wärmebildkamera unterwegs – im letzten Jahr konnten wir 14 Rehkitze vor dem Tod retten“, freut sich der 43jährige. Von behördlicher Seite wird den Landwirten empfohlen, den Mähtermin mindestens 24 Stunden vorher mit dem Jagdpächter abzusprechen oder selbst erforderliche Maßnahmen für die Wildtierrettung durchzuführen, denn effektive Wildtierrettung beginnt bereits vor der Mahd. Zum anderen wird der Grünlandschnitt von innen nach außen gemäht, denn so haben Feldhasen oder Fasane während der Mahd die Möglichkeit zur Flucht. Derartige Maßnahmen sind wichtig, um tierschutzrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Einen 100 %-igen Schutz kann allerdings keine Methode der Welt leisten, weil das Jungtier theoretisch auch nach dem Absuchen in die Fläche zurückweichen kann.

Wegebau und Ehrung aktiver Vorstände

Seit 144 Jahren ist die Jagdgenossenschaft Tettenwang aktiv. 1027 Hektar gehören zur Jagdgenossenschaft, aufgeteilt in zwei Jagdbögen: Jagdbogen 1 im östlichen Teil Tettenwangs mit einer Größe von 652 Hektar wird von Hubert und Johann Ostermann (beide Tettenwang) betreut, den Jagdbogen II mit einer Größe von 375 Hektar betreuen die Waidmänner Georg Haunschild (Althexenagger) und Johann Hanke (Riedenburg).

Seit einigen Wochen ist der 54jährige Gärtnermeister Paul Eberl als neuer Jagdvorsteher aktiv und schon gab es einen ersten Arbeitseinsatz. Mit Traktoren und Frontlader sowie Kippern strömten die Mitglieder der Jagdgenossenschaft aus, um die komplette Flur in allen Richtungen befahrbar zu machen. Im Wesentlichen wurden die über den Winter entstandenen Schlaglöcher ausgebessert. Einstimmig hatte die Versammlung beschlossen, den Jagdpachtschilling 2019 wieder für die Wegeinstandsetzung zu verwenden.

Ehrung langjähriger Vorstandsmitglieder

Vor dem Einsatz, den der neue Jagdvorsteher Paul Eberl organisiert hatte, wurden die ausgeschiedenen Mitglieder der Vorstandschaft jeweils mit einem Geschenkkorb geehrt und verabschiedet: der langjährige Jagdvorsteher Maximilian Resch sen. und sein Stellvertreter Anton Schmailzl sen. sowie der langjährige Schatzmeier Johann Eberl (Ziegelstadel). Paul Eberl überreichte an das ausgeschiedene Führungstrio je einen Geschenkkorb. Nachdem Maximilian Resch senior nach 5 Jahre Beisitzer, 10 Jahre stellvertretender Jagdvorsteher und die letzten 15 Jahren als Jagdvorsteher wertvolle Dienste leistet, stellte sich dieser nicht mehr für eine weitere Kandidatur bereit. Ebenso sein Stellvertreter Anton Schmailzl senior, der 15 Jahre lang sein Amt innehatte. Schließlich stellt auch der langjähriger Schatzmeister Johann Eberl nach 15 Jahren sein Amt zur Verfügung. Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: neuer 1.Jagdvorsteher ist der 54jährige Gärtnermeister Paul Eberl, als sein Stellvertreter fungiert Martin Treffer. Als Beisitzer wirken Roland und Stefan Schmailzl. Schriftführer bleibt Sebastian Fischer (Bruckhof), Kassenprüfer Helmut Bogenberger und Franz Pöppel. Neuer Schatzmeister ist ab sofort Maximilian Resch Junior.

 

 

Paul Eberl neuer Jagdvorsteher ab 17.März 2019

Paul Eberl führt die Jagdgenossenschaft in das 145.Jahr seiner Gründung. Unser Bild zeigt v.l.n.r. Anton Schmailzl, Franz Pöppel, Maximilian Resch senior, neuer 1.Jagdvorsteher Paul Eberl, Stefan Schmailzl, neuer 2.Jagdvorsteher Martin Treffer, Sebastian Fischer, Roland Schmailzl und neuer Schatzmeister Maximilian Resch junior.

Man schreibt das Jahr 1875 – also genau vor 144 Jahren wird in Tettenwang das Holzrecht auf die große Anzahl von 63 einheimischen und 163 auswärtigen Jagdgenossen aufgeteilt. Exakt 1027 Hektar gehören zur Jagdgenossenschaft Tettenwang, aufgeteilt in zwei Jagdbögen: Jagdbogen 1 im östlichen Teil Tettenwangs mit einer Größe von 652 Hektar wird von Hubert und Johann Ostermann (beide Tettenwang) betreut, den Jagdbogen II mit einer Größe von 375 Hektar betreuen die Waidmänner Georg Haunschild (Althexenagger) und Johann Hanke (Riedenburg). Bei der kürzlich stattgefundenen nichtöffentlichen Versammlung stimmten 23 Jagdgenossen mit einer Grundfläche von 552 Hektar (das sind 54% der gesamten Jagdfläche) für den 54jährigen Gärtnermeister Paul Eberl als neuen Jagdvorsteher.

Wegen Verbiss: 134 Tiere zum Abschuss freigegeben

Finanziell auf guten Füßen steht die Jagdgenossenschaft Tettenwang – so das Fazit der kürzlich beim Hopfenwirt Michael Forster stattgefundenen nichtöffentlichen Sitzung. 22 stimmberechtigte Jagdgenossen waren zur Jahresversammlung gekommen, welche Jagdvorsteher Maximilian Resch leitete. Auf dem Programm stand sein ausführlicher Tätigkeitsbericht mit detaillierten Hinweisen über alle Aktionen des abgelaufenen Jahres. Zahlreiche Maschinen beherbergt die Jagdgenossenschaft in der eigens gebauten Jagdhalle neben dem Tettenwanger Friedhof. „Unsere Cambridge Walze haben wir bei der Firma Fischer in Neustadt überholen lassen, und Jagdgenosse Johann Eberl (Ziegelstadel) hat an der Rüttelwalze den KRspanner umgebaut und neue Keilriemen eingebaut. Am Mulchgerät wurden die Schläger samt Schrauben erneuert. Die Vorstandschaft hat verschiedene Bankette abgehobelt, damit das Wasser wieder ablaufen kann. Zur Hauptaufgabe hat sich die Jagdgenossenschaft den Wegebau gemacht. „Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr haben wir zehn Fuhren Mineralschotter verarbeitet“, sagte der Jagdvorsteher. Zudem ist heuer wieder eine größere Aufschotterungsaktion geplant. Für den Weg nach Echendorf beteiligte sich die Jagdgenossenschaft Tettenwang mit zwei LKW Schotter. Von argen Kosten ist bei der Sanierung der „Höllstraße“ nach Laimerstadt auszugehen: aktuelle Schätzung veranschlagen für einhundert Meter Wegsanierung 25.000 € zu Buche. Laut Marktrat Wolfgang Eberl besichtigte der Bauausschuss der Gemeinde den neuen Riss in der Fahrbahn. Bauleiter Heiko Siegl von der Marktgemeinde meinte: „Es gebe keine Garantie – wenn sich der Riss vergrößert, muss dieser ausgegossen werden“. Dem widersprach die Versammlung: „Wir werden dies nicht so hinnehmen und Gewährleistung verlangen“, so die Jagdgenossen. Einen neuen Abschussplan hat die Jagdbehörde des Landratsamts erstellt. Demnach bleiben wegen des hohen Verbiss´s die Vorgaben gleich hoch, d.h. im Revier Ostermann werden in den nächsten drei Jahren 86 Tiere und im Revier Haunschild 48 Tiere zum Abschuss freigegeben. Jagdvorsteher Maximilian Resch sen. rief dazu auf, in einer gemeinsamen Aktion besondere mit Schlaglöchern übersäte Wege auszubessern.  Einstimmig hat die Versammlung beschlossen, den Jagdpachtschilling 2019 für die Wegeinstandsetzung zu verwenden. Dass es trotz diverser Ausgaben im Wegebau und Reparatur des Maschinenparks um die Finanzen der Jagdgenossenschaft Tettenwang sehr gut stehe, bescheinigte der Kassenbericht von Johann Eberl (Ziegelstadel). Rechnungsprüfer Helmut Bogenberger bescheinigte dem Kassier eine tadellose Kassenführung, die Versammlung entlastete darauf den Vorstand und Kassier per Handzeichen einstimmig.

Maximilian Resch senior nach 30 Jahren im Vorstand verabschiedet

Kurz und schmerzlos verliefen die Neuwahlen des kompletten Vorstandsteams der Jagdgenossenschaft Tettenwang. Nachdem Maximilian Resch senior nach 5 Jahre Beisitzer, 10 Jahre stellvertretender Jagdvorsteher und die letzten 15 Jahren als Jagdvorsteher wertvolle Dienste leistet, stellte sich dieser nicht mehr für eine weitere Kandidatur bereit. Ebenso sein Stellvertreter Anton Schmailzl senior, der 15 Jahre lang sein Amt innehatte. Schließlich stellt auch der langjähriger Schatzmeister Johann Eberl nach 15 Jahren sein Amt zur Verfügung. Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis: neuer 1.Jagdvorsteher ist der 54jährige Gärtnermeister Paul Eberl, als sein Stellvertreter fungiert Martin Treffer. Als Beisitzer wirken Roland und Stefan Schmailzl. Schriftführer bleibt Sebastian Fischer (Bruckhof), Kassenprüfer Helmut Bogenberger und Franz Pöppel. Neuer Schatzmeister ist ab sofort Maximilian Resch junior. Paul Eberl dankte den scheidenden 1. und 2. Jagdvorsteher und würdigte ihre großen Verdienste.

 

 

Jagdversammlungen

Jagdversammlung 2014.pdf
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Jagdversammlung 2011.pdf
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Jagdversammlung 2009.pdf
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Jagdversammlung 2007.pdf
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Jagdversammlung 2005.pdf
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Bildegalerie Jagdgenossenschaft

 

 

 

 

Trophäenschau in Tettenwang 2001

 

 

 

 

Sau-Glück

Wildschweinjagd 2008.pdf
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"Drei auf einem Streich - mit einem Schuss"

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