14 Feuerwehren beim 12.Florianstag 2018

Die Schambachtaler Blaskapelle spielte beim Festzug und Gottesdienst musikalisch bestens auf...

Samstagabend im beschaulichen Hopfenort Tettenwang. Aufgrund des sommerlichen Wetters laufen in den sieben Hopfengärten die Arbeiten mit dem „Anleiten des grünen Goldes“ auf Hochtouren. Kurz vor 18 Uhr fahren zahlreiche Autos mit Eichstätter Kennzeichen ein. Aus den Vehikeln steigen einige Frauen und in der Überzahl Männer in Feuerwehrkleidung aus. Im Hof des Landgasthofs „Zum Gaulwirt“ spielt die Schambachtaler Blaskapelle“ ein Standkonzert. „Was ist heute los?“ – fragen sich einige Dorfbewohner. Die Antwort kommt schnell: „Es ist der 12. Florianstag aller Feuerwehren aus der Großgemeinde Altmannstein“.

Vor dem Feuerwehrhaus stellte sich die Vorstandschaft zu einem Gruppenbild mit Vereinsfahne auf

Tradition ist großgeschrieben für den Nachwuchs

Die Feuerwehren in Bayern feiern um den 4. Mai beziehungsweise am vorausgehenden Wochenende den Florianstag – und gedenken dabei dem Schutzpatron der Feuerwehren, dem heiligen Florian. So auch in Tettenwang, wo sich rund 170 in Uniformen gekleidete Feuerwehrmitglieder treffen. Dabei werden auch langjährige verdiente Feuerwehrleute für ihre aktive Tätigkeit geehrt. „Das Schöne am Florianstag ist, alle unsere Feuerwehrmänner und -Frauen aus der Gemeinde in Uniform und mit Fahnenabordnungen miteinander zu sehen“, so Bürgermeister Norbert Hummel Bei herrlichstem Frühsommerwetter genehmigen sich eine stattliche Zahl aufgrund der Wärme ein frisches Getränk – natürlich ein heimisches Bier. Viele kennen sich, tauschen sich auf und freuen sich auf das gesellige Treffen. Mittlerweile sind kurz vor 19 Uhr vierzehn Feuerwehrabordnungen mit Vereinsfahne eingetroffen. Dann marschiert die Musikkapelle auf die Straße und regt die rund 170 Teilnehmer an, sich im festlichen Kirchenzug einzureihen. An der Spitze marschieren Kreisbrandrat Martin Lackner, Kreisbrandinspektor Franz Waltl, Kreisbrandmeister i.R. Erich Drosdziok und Kreisbrandmeister Markus Feßlmeier, gefolgt von Tettenwangs 1.Kommandant Bernhard Eberl sowie den politischen Würdenträgern mit den drei Bürgermeistern Norbert Hummel, Hannelore Eichenseher und Josef Wagner sowie einigen Marktgemeinderäten. An der Pfarrkirche St. Bartholomäus angekommen wartet bereits Ruhestandsgeistlicher Johann Kauschinger (Kösching) auf die blaugekleideten Feuerwehrler. Unter Klängen der Schambachtaler Blaskapelle singen die Kirchbesucher das bekannte Lied „Hier liegt vor deiner Majestät“ aus der Haydn-Messe. 14 Feuerwehrfahnen reihen sich im vorderen Teil der vollgefüllten Pfarrkirche St. Bartholomäus ein. Eng wird es für Pfarrer Kauschinger und den sechs Ministranten, doch die Stimmung könnte nicht besser sein. „Es ist mir eine große Ehre so viele Floriansjünger hier in der Kirche willkommen zu heißen“, gibt der Geistliche seiner Freude Ausdruck. „Was hat es eigentlich auf sich mit dem Schutzpatron der Feuerwehr - dem Heiligen Florian?“. Der Heilige setzte sich nicht nur für das Seine, sondern gerade für andere ein. Deswegen ist er auch zu eurem Schutzheiligen geworden. „Als Feuerwehr habt ihr es vor allem mit der zerstörerischen Seite von Feuer zu tun, und ihr müsst immer auf dem aktuellen Stand und einsatzbereit sein. Lenken wir unseren Blick auch auf die Kraft- und Energie spendenden Fähigkeiten von Florian. Er war überzeugt von Jesus Christus und setzte sich für seine Mitmenschen ein – so wie ihr Floriansjünger euch heute für den Nächsten einsetzt“, meinte Kauschinger.

KBM Markus Feßlmeier, KBR Martin Lackner, KBM Erich Drosdziok, 1.Kommandant Bernhard Eberl mit den drei Altmannsteiner Bürgermeistern und einigen Marktgemeinderäten beim Festzug durchs Dorf

Feuerwehrkids tragen Gaben zum Altar

Dann vertraut der Priester dem Heiligen Florians alle Jugendlichen, Frauen und Männer der Feuerwehren in der Großgemeinde Altmannstein an. Dass es um den Feuerwehrnachwuchs in dem Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang bestens bestellt ist, beweisen regelmäßige Übungen der Jungfeuerwehrleute sowie zahlreiche aktive Frauen- und Männergruppen. Sechs Feuerwehrkids in blauem Feuerwehr-T-Shirt bringen bei der Gabenbereitung Wasser, Feuerlöscher, Helm, Schlauch, Hostien und Wein zum Altar und übergeben diese dem Priester. Besondere Ehre erfahren beim Gottesdienst auch alle verstorbenen Feuerwehrmitglieder. „Unter Klängen der „Schambachtaler Blaskapelle“ setzt sich der mit den bunt geschmückten Feuerwehrfahnen beim Festzug über die Schul- und Gartenstraße durch das Hopfendorf Tettenwang fort – ein wunderbares Bild. Alle Beteiligten freuen sich über dieses sichtbare starke Zusammengehörigkeitsgefühl.

In der vollgefüllten Pfarrkirche St. Bartholomäus feiern die Floriansjünger mit dem Ruhestandsgeistlichen Johann Kauschinger den Festgottesdienst zum 12. Florianstag in der Großgemeinde Altmannstein

14 engagierte Floriansjünger geehrt

14 Feuerwehraktive wurden beim Florianstag von KBR Martin Lackner für 25jähriges Engagement ausgezeich-net. Unser Bild zeigt v.l.n.r. 1. BM Norbert Hummel, KBI Franz Waltl, KBM Markus Feßlmeier und alle Jubilare sowie Kreisbrandrat Martin Lackner (re).

In ihren Begrüßungsworten stellen Tettenwangs 1.Kommandant Bernhard Eberl, Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel sowie Kreisbrandrat Martin Lackner den Gemeinschaftssinn der Feuerwehr einmal mehr unter Beweis. Hummel dankt der ausrichtenden Ortsfeuerwehr Tettenwang für die Ausrichtung des 12. Florianstags und gibt seiner Freude Ausdruck, dass „…wieder alles wie am Schnürchen geklappt hat“. Erstmals am Florianstag nimmt Kreisbrandmeister Martin Lackner teil und der appellierte an die Anwesenden 170 Floriansjünger, dass diese einen wichtigen Sicherheitsauftrag erfüllen. „Aus den einstigen Lösch-Feuerwehren sind nun Universal-Feuerwehren geworden – dies sollten die Bürger schätzen“, meint Lackner. Knapp 6000 aktive Floriansjünger wirken im Landkreis Eichstätt und damit stellen sie die größte Einheit in Oberbayern dar. Lackner freut sich über die Aktivitäten der kleineren Ortsfeuerwehren und ermutigt sie, sich um den Nachwuchs zu kümmern. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung vieler aktiver Feuerwehrleute hebt der Kreisbrandrat sechs Feuerwehrfrauen und acht Wehrmänner bei der Ehrung besonders heraus. Das Ehrenkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Eichstätt in „Silber“ verleiht er an die sechs Tettenwanger Frauen Franziska Buchner, Birgit Hecker, Gabi Sedlmeier, Barbara Treffer, Maria Treffer und Barbara Weismann sowie an die Wehrmänner Markus Pfaller (FFW Hexenagger), Alfred Sedlmeier (FFW Mendorf) und an die Tettenwanger Floriansjünger Matthias Brunner, Michael Koch, Franz Pfaller, Franz Pöppel, Hubert Proger und Roland Schmailzl.

 

 

Zum 135.Feuerwehrgeburtstag neues TSF

Standkonzert, Festzug, Gottesdienst, Dorffest

Mit Fahnenabordnungen der benachbarten Feuerwehren aus Altmannstein, Hagenhill, Hexenagger und Laimerstadt formierte sich mit der Jubelwehr am Samstagnachmittag, 1.Juli 2017, ein farbenfroher Festzug zur Pfarrkirche St. Bartholomäus. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Weihe des neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs der Ortsfeuerwehr. Die nagelneue „Metzgerhalle“ wurden von engagierten Floriansjüngern in den letzten Tagen regelrecht herausgeputzt und erstrahlte im Festglanz. In der Halle untergebracht waren die aus dem Jahr 1899 stammende alte Feuerwehrspritze und der neu konzipierte Tragkraftspritzenanhänger TSA. Nach der Weihe wurde das neue TSF eingestellt und konnte von allen Interessierten begutachtet werden.

135 Jahre Warten auf ein eigenes Fahrzeug

An der Spitze des Festzugs marschierten Feuerwehrchef Stefan Schmailzl und 1. Kommandant Bernhard Eberl, gefolgt von der Schambachtaler Blaskapelle unter Leitung von Hans Kuffer. Fahnenjunker Benedikt Hegenberger trug die vereinseigene Feuerwehrfahne, gefolgt von zahlreichen Floriansjüngern der 235 Mitglieder starken Ortsfeuerwehr. Neben Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel marschierten auch zahlreiche Marktgemeinderäte, Kreisbrandinspektor Franz Waltl (Pförring) und Pfarrer Wolfgang Stowasser im Festzug mit. Danach folgten die Fahnenabordnungen der benachbarten Feuerwehren aus Altmannstein, Hagenhill, Hexenagger und Laimerstadt. Der gut 150 Mitwirkende starke Festzug schlängelte sich durch die Dorfstraßen zur Pfarrkirche St. Bartholomäus. Pfarrer Stowasser freute sich sehr über die rege Beteiligung und das volle Gotteshaus. In seinen Predigtworten verdeutlichte der Geistliche die Aufgaben der Feuerwehr mit dem eigenen Leben. „Oftmals können wir in unserem Leben einen Notstand ausrufen – aber wir sollten uns immer wieder auf das Gute, auf den Wendepunkt ausrichten. Jesus ist für uns Menschen der Wendepunkt in unserem Leben. Er sagt uns: Wer sein Leben in dieser Welt gewinnen wird, der wird es verlieren – wer es aber immer wieder auf Jesus hin ausrichtet, der wird es gewinnen“, so Stowasser. Er appellierte an die Gläubigen, sich immer wieder neu zu orientieren und auf Jesus zu schauen, der für jeden Menschen Maßstab allen Tun und Wirkens ist.

„Wir kommen immer wieder an unsere Grenzen“

Unter Klängen der Schambachtaler Blaskapelle formierte sich ein Zug zum Feuerwehrhaus in der Ortsmitte. Dort wartete das geschmückte Tragkraftspritzen-fahrzeug TSF auf den kirchlichen Segen. „Sehr lange – sage und schreibe 135 Jahre – habt ihr auf euren eigen Einsatzwagen warten müssen“, meinte Stowasser. Das TSF hat mit seinen 15 Jahren schon einige Stationen auf dem Buckel: gekauft für die Altmannsteiner Wehr kam es zur FFW Hagenhill, die es nun an die Tettenwanger Ortsfeuerwehr weitergegeben haben. „Wenn wir jetzt das Fahrzeug mit dem Segen Gottes weihen, hat das mit Glauben zu tun, denn trotz modernster Technik haben wir Menschen nie alles vollständig im Griff. Durch Katastrophen und Unglücke werden uns immer wieder die Grenzen aufgezeigt. In den Fürbitten bat Stowasser, dass Gott vor Feuersnöte und Katastrophen bewahren möge. Dem Patron der Feuerwehren, dem Heiligen Florian, empfahl der Geistliche das neue Fahrzeug. Mit Weihrauch und Weihwasser besprengte der Priester das neue Fahrzeug und übergab es so seiner Bestimmung.

„Ich bin Stolz in Tettenwang Kommandant zu sein“

Angeführt vom neu gesegneten TSF VW LT 35 mit dem Kennzeichen EI MA 47 und seinen stolzen 110 PS setzte sich der farbenfrohe Zug mit Blaskapelle und gut 150 Floriansjüngern zur neuen „Metzgerhalle“ fort. Feuerwehrchef Stefan Schmailzl und Tettenwangs Kommandant Bernhard Eberl hießen die Gäste auf das Herzlichste willkommen. Die beiden Wehrmänner gaben ihrer Freude Ausdruck über das neue Tragkraftspritzenfahrzeug TSF, welches die aktive Feuerwehr in ihren Aufgaben künftig bestens unterstütze. „Ich bin Stolz in Tettenwang Kommandant zu sein“, meinte Bernhard Eberl über seine 235 Mitglieder der Feuerwehr. Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel freute sich ebenso, dass der Fahrzeugtausch zwischen den Feuerwehren Hagenhill und Tettenwang hervorragend gut angenommen werde. Kreisbandinspektor Franz Waltl aus Pförring lobte das Engagement der Tettenwanger Ortsfeuerwehr und übergab an den Kommandanten einen goldenen Schlüsselanhänger vom Kreisfeuerwehrverband für das neue TSF. Das neue Fahrzeug ist im „alten Feuerwehrhaus“ untergebracht. Nun wünschen sich die Floriansjünger, dass bald der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses vonstattengeht und die Feuerwehr mehr Platz für die Aus- und Fortbildung der Floriansjünger in dem neuen Gebäude bekommt. Die Planungen für das „Haus der Vereine“ laufen seit 2012.

 

 

Weitere Bilder zum 135.Jubiläum mit Weihe des TSF am 1.7.2017 gibts hier - viel Freude beim Anschauen wünscht Pressewart Bernhard Hegenberger

Schwanenballet beim Feuerwehrball ´16

Der Feuerwehrschef am "Marterpfahl" - umringt von Indianern mit Tomahawk

„Der letzte Denwanger Feierwehrball geht in die 134jährige Geschichte der aktiven Ortsfeuerwehr ein“ – da waren sich alle 130 Besucher inclusive des Feuerwehrvorstands einig. So viele Maschkerer wie längst nicht mehr vergnügten sich beim Gaulwirt bei Tanz und Maskenprämierung. Zum Höhepunkt avancierte das sehenswerte Schwanenballett mit 16 tanzenden Floriansjüngern.

Gummibärenbande gewinnt Maskenprämierung

Wie bereits angekündigt, lud der Feuerwehrvorstand mit ihrem Chef Stefan Schmailzl am vergangenen Samstagabend das letzte Mal zum „Denwanger Feierwehrball“ ein. Blickt man auf den guten Besuch und die tollen Ideen der närrischen 130 Maschkerer so ist dies fast unglaublich, denn viele Jahrzehnte war der „Denwanger Feierwehrball“ einer der Höhepunkt in der fünften Jahreszeit in dem Hopfenort. Stimmung pur gab es am Samstagabend mit der Regensburger Band „The Letters“, die den Ballbesuchern auf der Tanzfläche einheizte. Unbeschreiblich groß war der Einfallsreichtum der närrischen Gäste in puncto Verkleidung, sodass es die Jury wahrlich nicht einfach hatte, die fünf schönsten Gruppen bei der Maskenprämierung mit Preisen auszuzeichnen. Als stärkste Gruppe trumpften die gastgebenden Floriansjünger als Piraten und Seeräuber mit ihren Bräuten auf, an der Spitze Captain Stefan Schmailzl und Commander Bernhard Eberl führten. Ebenso stark vertreten waren die Jugendlichen de KLJB als Partyboys und -girls. Der Stammtisch zeigte sein bestes Blatt als Kartenspieler. Als König und Königin präsentierten Paul und Burgi Eberl ihren royalen Anhang dem Publikum. Die OGV-Kids zeigten sich als Pilot, Flugbegleiter und Stewardess. Stark vertreten zeigte sich die Gruppe Schmailzl, Pfaller, Priflinger, Haunschild und Moser als Cowboys & Girls – auf der Tanzfläche ließen sie Hut und Röcke aufblitzen. Sehenswert waren einige Mexikaner, Schornsteinfeger, Krokodil und Känguru. Wie im Musical Grease zeigten sich die Gruppe Kraus, Pöppel, Schmailzl und Brunner. Mit ihren Tomahawks stürmte eine Indianergruppe auf Feuerwehrchef Stefan Schmailzl zu, banden ihn kurzerhand an den Marterpfahl und rauchten vor ihrem Wigwam zur Versöhnung die Friedenspfeife. Den ersten Platz bei der Maskenprämierung sicherte sich „Disneys Gummibärenbande“, die ihren Namen einem Zaubertrank verdanken, der sie wie einen Gummiball hüpfen ließ. Viel Applaus gab es bei der Demaskierung für Veronika und Stefan Halbig, Lisa Ostermann und Sonja Pfaller.

Michael Fischer gewinnt 4-Kilo-Schinken

Zur guten Tradition des Feuerwehrballs gehört alle Jahre das begehrte Schinkenschätzen. Feuerwehrchef Stefan Schmailzl und Kommandant Bernhard Eberl gingen dabei von Tisch zu Tisch und ließen die Faschingsfreunde einen geräucherten und einlaminierten Schinken auf Gewicht schätzen. Erstmals gab es in diesem Jahr gleich drei verschiedene Schinken zu gewinnen. Mit einem Schätzgewicht von 4013 Gramm holte sich Pressewart Bernhard Hegenberger ein deftiges Wammerl. Den 2. Platz in Form eines deftigen Lachsschinkens teilten sich Kirchenpfleger Anton Treffer und Simon Hecker. Mit 4002 Gramm hatte Michael Fischer vom Bruckhof den besten Tipp abgegeben und konnte damit den 4006-Gramm geräucherten Sauhammer mit nach Hause nehmen.

Schwanenballett geht in die FW-Geschichte ein

Pünktlich um Mitternacht kam dann die langersehnte Showeinlage der Floriansjünger. Zum Auftakt erzählten „Erna & Elfried“ – alias Thomas Resch und Jonas Treffer – in Kopftuch und Mantel gekleidet und ausgerüstet mit Rollator ihre Erinnerungen von rauschenden Feuerwehrbällen der letzten Jahrzehnte. „Woißt no Erna, wie de Feierwehrler als Schotten, als Klosterschwestern, als Bautänzerinnen, als Liliputaner, als Schneewittchen mit den sieben Zwergen auftraten und in einer Showeinlage einen Cancan oder die Glocken von Rom zum Besten gaben?“, fragte Elfriede. Viel Applaus spendeten die Zuschauer für diesen unterhaltsamen Ratsch aus der „guaten alten Zeit“. Die Stimmung zum Brodeln brachten schließlich 16 Floriansjünger, die in einer sehenswerten Showeinlage in schwarzen Umhänge einschwebten. Als sie kurzerhand die Umhänge ablegten entpuppten sich zärtlich geschminkte Tänzerinnen im Ballkostüm aus weißem Hemd, Tüllrock und Ballerinaschuhen – kurz das Schwanenballett. Mit ihren leichteren Tutu führten sie hohe Sprünge aus und ließen ihre filigranen Beine in kurzen Schrittchen sichtbar werden. Zur Krönung tippelte Feuerwehrchef Stefan Schmailzl als Schwan verkleidet auf die Tanzfläche, wurde in die Ballettgruppe spontan aufgenommen, um schließlich als „sterbender Schwan“ zu enden. Die Besucher waren begeistert, viele nicht mehr zu halten und bedankten sich mit langanhaltendem Applaus.

 

 

Florianstag bestens besucht

„So viele Feuerwehrfahnen hat unsere Pfarrkirche St. Bartholomäus noch nicht gesehen“ gab Tettenwangs 1. Kommandant Bernhard Eberl seiner Freude Ausdruck über die „beste Beteiligung“ beim Florianstag. Mittlerweile zum 9. Mal feierten die Feuerwehrfrauen und –männer aus den 17 Ortsfeuerwehren in der Marktgemeinde Altmannstein ihren Schutzpatron - den Heiligen Florian mit einem Festgottesdienst und einem Festakt im Landgasthof „Zum Gaulwirt“.

Unter einem guten Zeichen stand der 9.Florianstag, zu dem die Marktgemeinde Altmannstein unter Führung von 1. Bürgermeister Norbert Hummel und die Freiwillige Feuerwehr Tettenwang mit ihrem 1. Kommandanten Bernhard Eberl einlud. Mehrere Gewitterschauer prasselten am Samstag zur Mittags- und Nachmittagszeit nieder. Rechtzeitig zum Standkonzert um 17 Uhr im Hof des Landgasthofs „Zum Gaulwirt“ zeigte sich nicht nur die Sonne von ihrer schönsten Seite. Nach den bisher acht Florianstagen, organisiert von den Feuerwehren aus Altmannstein, Hagenhill, Mendorf, Pondorf, Neuenhinzenhausen-Sollern, Sandersdorf und zweimal in Steinsdorf richtete die Tettenwanger Ortsfeuerwehr 2015 den 9.Florianstag aus. Und sie wurden nicht nur mit schönsten Wetter belohnt: über zwei Hundert Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner in ihren blauen Uniformen marschierten unter Klängen der „Schambachtaler Blaskapelle“ mit den bunt geschmückten Feuerwehrfahnen beim Festzug zur Pfarrkirche St. Bartholomäus mit – ein wunderbares Bild. Kein Wunder, dass sich nicht nur die Tettenwanger freuten, sondern vor allem Marktgemeindechef Norbert Hummel und die beiden Kreisbrandmeister Erich Drosdziok (Sandersdorf) und Franz Waltl (Pförring) über dieses sichtbare starke Zusammengehörigkeitsgefühl.

 

Kameradschaft und Hilfsbereitschaft in Notsituationen

Nicht alle Gottesdienstbesucher fassen konnte die bis auf den letzten Platz gefüllte Pfarrkirche St. Bartholomäus, aber bei dem sonnigen Wetter kein Problem. Pfarrvikar John Joseph freute sich riesig über den überaus starken Besuch und das wunderbare Bild hunderter in Feuerwehruniform gekleideter Floriansjünger. „Getreu dem Vorbild des Hl. Florians setzen Frauen und Männer der Feuerwehr ihr Lebens aufs Spiel, um dem Nächsten in der Not zu helfen“, zollte der indische Geistliche Lob den anwesenden Gottesdienstbesuchern. Der Spruch „Dem Menschen zur Wehr – Gott zur Ehr“ – gilt heute mehr denn je. Aus diesem Grund erbat der Geistliche Gottes Segen für die Floriansjünger bei ihren lebensrettenden Aufgaben. Den heiligen Florian bezeichnete er als großes Vorbild – vor allem, wenn es um das Einstehen für die Wahrheit geht. Sein unerschütterliches Festhalten am Glauben bezahlte dieser mit dem Leben.

Feuerwehrkids tragen Gaben zum Altar

Dass es um den Feuerwehrnachwuchs in dem Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang bestens bestellt ist, beweisen unzählige Leistungsabzeichen und Übungen der Jungfeuerwehrleute sowie zahlreiche aktive Frauen- und Männergruppen. Sieben Feuerwehrkids in blauem Feuerwehr-T-Shirt brachten bei der Gabenbereitung Wasser, Feuerlöscher, Helm, Schlauch, Hostien und Wein zum Altar und übergaben diese Pfarrvikar John Joseph. Mit Blasmusik und unter Sonnenschein formierte sich anschließend ein langer Zug zum Landgasthof Sebastian Forster. Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel gab seiner „Riesenfreude“ Ausdruck über den starken Besuch: „Ich kann mich an sehr gut besuchte Florianstage erinnern, aber eine solche Anzahl von Besuchern aus 14 Feuerwehren der Großgemeinde gab es noch nie!“ Hummel weiter: „Es ist schon ein starkes Zeichen, wenn der Großteil der Feuerwehren aus der Großgemeinde mit einer Abordnung vertreten sind – vielleicht schaffen wir es beim 10. Florianstag, dass alle 17 Feuerwehren vereint sind“. Der Marktgemeindechef erinnerte an den Sinn des Florianstages: das Gedenken der verstorbenen Wehrleute sowie die Pflege des gesellschaftlichen Beisammensein.

 

Dankt Euren Frauen und Müttern

„Ihr seid das Gesicht der Marktgemeinde Altmannstein und ihr seid die Menschen und die Mannschaft, die zur Stelle ist, wenn die Sirenen zum Einsatz rufen, um Menschen zu schützen“, lobte Kreisbrandinspektor Bernhard Sammiller (Pförring) den aufopferungsvollen Dienst der Floriansjünger. „Lieber Norbert Hummel, ich kann dir nur von ganzen Herzen zu diesem bombastischen Besuch gratulieren“, so Sammiller, der in Vertretung des Kreisbrandrates Martin Lackner beste Grüße vom Kreisfeuerwehrverband überbrachte. KBI Sammiller lobte die Wehrmänner für ihren engagierten Einsatz für die Menschen, insbesondere für die geopferte Lebenszeit für den ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr. Von jedem Einzelnen werde viel Einsatzwille, technisches Verständnis und Können verlangt. Sammiller appelierte an die Wehrmänner, dass diese ihre Frauen, Lebensgefährtinnen und Mütter nicht vergessen sollen, denn sie müssen viel Verständnis mitbringen. Gerade am Muttertag ist dies besonders zu würdigen. Als besonderes Zeichen der Wertschätzung vieler aktiver Feuerwehrleute hob der Kreisbrandinspektor neun Wehrmänner bei der Ehrung besonders heraus. Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Eichstätt in „Bronze“ verlieh Bernhard Sammiller an Michael Knitl aus Pondorf. Mit dem Ehrenkreuz in „Silber“ zeichnete der Kreisbrandinspektor Werner Pollinger, Christian Lindl und Martin Danhauser (alle FW Schamhaupten), Helmut Häring (FW Neuenhinzenhausen-Sollern) und Herbert Müller (FW Winden) aus. Die höchste Auszeichnung - das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Eichstätt in GOLD – verlieh Sammiller an drei aktiven und langjährigen Floriansjünger Johann Zieglmeier (FW Mendorf) und an die beiden Wehrmänner der FW Pondorf, Hans Bacherl und Ludwig Knitl.

Noch gut kann sich der Sandersdorfer Erich Drosdziok erinnern, wie er als engagierter Kommandant der Feuerwehr Sandersdorf 1993 zum Kreisbrandmeister ernannt wurde. 16 Jahre wirkte der Sandersdorfer als 1. Kommandant und wurde für seine Verdienste 2008 zum Ehrenkommandanten ernannt. In den zurückliegenden 22 Jahren absolvierte der passionierte Feuerwehrler über 700 Leistungsabzeichen in der Großgemeinde Altmannstein und darüber hinaus. Zwischendurch gesundheitliche Probleme meisterte Drosdziok bestens und erfreut sich heute guter Gesundheit. Während seiner über zwei Jahrzehnte dauernden Amtszeit wurden fünf Feuerwehrhäuser gebaut und acht FW-Autos angeschafft. Da waren unzählige Vorgespräche erforderlich, damit alles reibungslos von statten ging. Viele Jahre organisierte der scheidende Kreisbrandmeister die Lehrgänge zur Truppmann-Ausbildung in der Marktgemeinde Altmannstein. „Der Kontakt zu meinen Feuerwehrkommandanten der 17 Wehren innerhalb der Großgemeinde lag mir immer am Herzen“, so Drosdziok. Dies ist sicher ein gewichtiger Grund, warum die Wehrmänner mit dem Sandersdorfer so gut zusammenarbeiteten. Auf die Frage, wer den sein Nachfolge werde, antwortete Drosdziok: „Das wird Kreisbrandrat Martin Lackner Ende Juli bekanntgeben“.

 

Pfundstopf bei FW-Gaudi

„Auf geht’s zur Denwanger Feuerwehr-Gaudi“ – mit diesem Slogan luden FW-Chef Stefan Schmailzl und 1.Kommandant Bernhard Eberl die Dorfbevölkerung am Samstagabend zu einem unterhaltsamen Abend in der Dorfmitte ein. Zum Auftakt feierten die Dorfbewohner bereits um 18 Uhr in der Pfarrkirche St.Bartholomäus einen Gottesdienst. Danach ging es ins nahegelegene Feuerwehrhaus in der Dorfmitte zur Feier. Für das leibliche Wohl sorgten die Wehrmänner und –frauen mit leckerem Käse und Brezen sowie Bierspezialitäten und verschiedene antialkoholische Getränke. Im kulinarischen Mittelpunkt stand der von den beiden Feuerwehrfrauen Lena Schmidt und Regine Hegenberger vorbereitete „Pfundstopf“, der aus den sechs Zutaten vom Rind, vom Schwein, Speck und Hackfleisch sowie Paprika und Zwiebel bestand. Rund 100 Portionen ließen sich die Ortsbewohner schmecken.

In eigener Kreation bereiteten die Feuerwehrfrauen Regine Hegenberger (2.v.l.) und Lena Schmidt (3.v.l.) den „Pfundstopf“ mit sechs Zutaten vor. FFW-Chef Stefan Schmailzl (re.) freute sich darüber mit Susanne Stopfer (li.) und Sonja Eberl (2.v.r.)

Feuerwehrbälle

Im Turnus von zwei Jahren laden die Floriansjünger zu einem „Feuerwehrball“ ein, abwechseln in den beiden Gasthäusern „Hopfawirt“ Michael Forster und „Gaulwirt“ Sebastian Forster. In den Jahren 2009 und 2011 feierten die Floriansjünger beim „Feuerwehrkranzerl“ und 2013 hatten die Wehrmänner zu einem „Kesselfleischessen“ ins Feuerwehrhaus eingeladen. Am 15.Februar 2014 aber ging es wieder begeister zu beim "Feierwehrball" in Denwang. Im Folgenden zeigen wir einige Bilder von den diversen Faschingsbällen. Viel Freude beim Anschauen der Bilder und Lesen der Berichte.

 


Die "drei Pianisten" gläntzen hinter dem Klavier
Die Gruppe "Punker" der Denwanger Feierwehrler in Aktion
Feuerwehrball 2014.pdf
PDF-Dokument [38.7 KB]

Bilder Feuerwehrball 2012

Feuerwehrball 2012.pdf
PDF-Dokument [44.3 KB]

Fotogalerie FW-Kranzerl 2009+2011

Feuerwehrkranzerl 2011.pdf
PDF-Dokument [40.2 KB]
Feuerwehrkranzerl 2009.pdf
PDF-Dokument [35.0 KB]

Fotogalerie FW-Bälle 2006-2010

Feuerwehrball 2010.pdf
PDF-Dokument [44.1 KB]
Feuerwehrball 2008.pdf
PDF-Dokument [33.8 KB]
Feuerwehrball 2006.pdf
PDF-Dokument [34.6 KB]

Fotogalerie FW-Bälle 2000-2004

Feuerwehrball 2004.pdf
PDF-Dokument [39.6 KB]
Feuerwehrball 2002.pdf
PDF-Dokument [35.4 KB]

Aktuelle Termine

07.07.18  OGV-Sommerfest

08.07.18  Fußwallfahrt Bettbrunn

14.07.18   Schiab Oh! Party

07.10.18   Erntedankfest

24.10.18   PGR-Sitzung Schulhaus

25.11.18   Ministrantenaufnahme

 

Sie sind der .... Besucher!

Besuchen Sie uns wieder!

Aktuelle Infos

Ab sofort können Termine und Veranstaltungen für 2017 gemeldet werden. Ich nehme diese im Pfarrkalender auf!

Pfarrkalender 2018.pdf
PDF-Dokument [106.4 KB]
Pfarrbrief 010-2018-10.06.-24.06.pdf
PDF-Dokument [804.6 KB]
FFW-Übungsplan 2018.pdf
PDF-Dokument [151.6 KB]

Sie erreichen uns