"Unserer lieben Frau" Sollern

Das enge Schambachtal zwischen Sandersdorf und Altmannstein ist geprägt von Trockenrasenhängen und Wacholdergebüsch. Wer von Neuenhinzenhausen Richtung Altmannstein fährt, sieht auf der rechten Seite liegenden den Ort Sollern. Am Ortsrand von Sollern erhebt sich die für das kleine Dorf sehr stattliche Pfarrkirche, die in den Jahren 1689 bis 1717 erbaut wurde und 1735 ihre barocke Altarausstattung erhielt. Im Jahr 1702 wurde in Sollern eine Skapulier Bruderschaft gegründet.

 

Die Pfarrkirche "Unserer Lieben Frau" von Sollern umgeben von der Herbstsonne

 

 

Die Glocken der Pfarr- und Wallfahrtskirche haben ein 4-stimmiges Salve-Regina-Geläute: es'-g'-b'-c''. Die Glocken stammen aus der Gießerei Hahn in Landshut und wurden 1948 angeschafft. Die exakte Tonfolge lautet: es'+4 - g'+0 - b'+4 - c''-4.

 

Glockengeläute der Pfarr- und Wallfahrtskirche "Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel" in Sollern

 

Quelle:  www.glockenklaenge.de

 

 

Lange Geschichte

Der Ort Sollern wird urkundlich erstmals 1027 erwähnt. Sein Name Sollern soll von einer Sonnenuhr (lateinisch Solarium), die frühe im Orte war, herrühren. Ursprünglich war der richtige Name Solare, später Sollaren, woraus man dann den Ortsname Sollern prägte. Die Herren von Altmannstein waren ehemals die Vögte und Schutzherren des Klosters Sollern. Die Pfarrei Solarn gehörte 1037 bis 1039 nach Geisenfeld. Urkundlich sind bekannt aus dem Geschlecht derer von Solaren: Engelbert 1149, Markquart und Gerbhard 1160 Rüdiger 1184. Im Jahre 1300 wurde Hechsenagger, 1356 Jakob der Hinzenhausen, anschliessend dessen Sohn Konrad und Niklas von Abensberg. Im Jahre 1446 erlitt es durch Kriegseinwirkung Brandschaden und große Plünderung. 1458 wurde Sollern an die Herren von Hechsenagger verkauft, die es an die Muggenthaler weiter veräußerten. Viele Diener der Herren versahen in Würde die Pfarrei Sollern. Als ältester davon wird uns noch im Jahre 1331 Herweg der Auer genannt; bis 1608 Baptist Wiebl und 1742 Georg Springinklee. Eine Gedenktafel erinnert uns an den am 28.10.1742 verstorbenen Pfarrer Springinklee, welcher 42 Jahre als Geistlicher in Sollern wirkte.

 

Der Hochaltar der Pfarrkirche Sollern zeigt die Gottesmutter Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm.

 

Die sehr schöne barocke Pfarrkirche „Zur lieben Frau“ wurde 1698 erbaut. Unter Georg Springinklee wurde sie 1717 erweitert und nochmals fast ganz neu wieder aufgebaut. In den Jahren 1901 und 1961/1965 wurde die Pfarrkirche neu renoviert. Über dem westlichen Eingangsportal steht der Spruch: „Wer von Gott will Hilf begehren. Dich Mariam, Hier Sollehrn 1717“. Es wird hier mit dem letzten Wort auf den Namen des Dorfes angespielt. Im Chor mit doppelter Westempore sowie an den Wänden und an der Decke wie auch an den Brüstungen der Empore finden wir reiche Stuckarbeit aus der Zeit um 1700. Die Ölbilder an den Wänden mit der Darstellung des Leidens Christi stammen aus dem Jahre 1730. Sehenswert in der Pfarrkirche ist der romanische Taufstein aus Kalkstein, dessen Holzdeckel in künstlerisch eingekerbter Schrift des Glaubensbekenntnisses trägt. Rechts vom Hochaltar steht das monumentale Renaissance-Grabdenkmal des 1616 gestorbenen Johann Wolfgang v. Muggenthal und seiner Gattin Polyxena. Es veranschaulicht in Reliefarbeit den Genannten mit Frau und zehn Kindern vor einer „Christi Himmelfahrt“. Auf dem Meßnerberg bei Sollern stand einst ein römischer Wachturm. Zwischen Hinzenhausen und Sandersdorf bildet den Limes einen vorspringenden Brückenkopf über die Schambach, eine am ganzen Limeszug einzigartige Erscheinung, die vielleicht auf römischen Interessen an den alten Bohnerzgruben um Schafshill hindeutet.

 


Genügend Platz bietet die Pfarrkirche für die Gläubigen

Beschreibung der Kirche:


Eine religions- und kulturgeschichtliche Besonderheit der Kirche sind vier offene Beichtstuhlnischen an der südlichen Friedhofsmauer; sie boten neben den Beichtstühlen in der Kirche zusätzliche Möglichkeit zum Empfang des Bußsakraments, wenn zahlreiche Gläubige - insbesondere an den Festen der Skapulier Bruderschaft - die Kirche besuchten. Das Kircheninnere beeindruckt durch eine einheitliche barocke Ausstattung: Der um 1700 stuckierte Chorraum bietet dem gleichzeitig entstandenen Hochaltar einen prächtigen Rahmen; in der Nische des Hochaltars befinden sich eine Marienfigur mit dem Jesuskind, von Engeln umgeben, darunter Johannes der Täufer (links) und der hl. Emmeram (rechts). Im Chor rechts erinnert ein großes Epitaph an Wolfgang von Muggenthal (verst. 1666) und seine Frau Polyxena, geb. von Schurf (verst. 1658); das Epitaph besteht aus zwei von Rotmarmor-Pilastern umrahmten Reliefs aus Solnhofer Stein, von denen das obere die Auferstehung Christi und das untere die Verstorbenen mit zehn Kindern zeigt. Decke und Wände des Langhauses sowie die Brüstungen der Doppelempore sind mit Bandwerkstuck geschmückt; an den Wänden bilden diese Stukkaturen den Rahmen für große, um 1730 gemalte Ölbilder mit Passionsdarstellungen. Die beiden Seitenaltäre stammen ebenfalls aus der Barockzeit (um 1720); das Altarblatt des linken Altars mit der Darstellung der Enthauptung der hl. Barbara wurde laut Signatur allerdings erst 1764 vom Neustädter C. Fröhlich gemalt. Aus Vorgängerbauten der heutigen Barockkirche haben sich ein romanischer Taufstein (beim linken Seitenaltar) und eine schöne, um 1470 entstandene spätgotische Madonna (an der linken Langhauswand) erhalten. 


In den Jahren 1961 – 1965 erfolgte eine umfassendeRenovierung der Kirche „Unsere Liebe Frau vom Berge Karmel“. Vor dem jetzigen Bauwerk befand sich an dieser Stelle eine kleine dreischiffige Basilika, deren Ursprünge unbekannt sind. Von 1698 bis 1717 wurde die Kirche in den Stilen des Barock und Rokoko samt Turm erbaut. Aus dem Jahre 1735 stammt die prächtige Innenausstattung. Wegen der 1702 gegründeten Skapulier Bruderschaft pilgerten jährlich zum Bruderschaftsfest tausende von Pilgern nach Sollern, weshalb in die Friedhofsmauern Beichtstühle eingebaut wurden.

 


 

 

Chronik von Sollern

 


 


Marienkapelle im Liebfrauental

Die "Marienkapelle" im Liebfrauental lädt zur Stille und zum Gebet ein...

 

Nur wenige Kapellen in der Großgemeinde Altmannstein werden so oft besucht wie die Marienkapelle im Sollerner Liebfrauental. Vor allem im Wonnemonat Mai werden vor ihr zahlreiche Andachten gebetet. Exakt 30 Jahre (man schreibt das Jahr 2013) ist es her, dass im Frühjahr 1983 mit den Neubau der Kapelle begonnen wurde, wenige Monate später konnte diese unter großer Anteilnahme der Bevölkerung geweiht werden.

 

Zahlreiche Gebete und Bilder sind in der Kapelle zu bestaunen

 

Die erste Marienkapelle im Liebfrauental entstand schon vor 88 Jahren, denn bereits 1925 baute sie Franz Xaver Betschart aus Sollern auf. Mittelpunkt der Kapelle war schon damals eine herrlich gekleidete Statue der Altöttinger Mutter Gottes – die schwarze Madonna. Diese wurde einmal von Unbekannten aus der Kapelle entwendet, jedoch nach einiger Zeit wieder zurückgestellt. Nach mehreren Restaurierungen der alten Kapelle war 1980 eine Erneuerung unumgänglich. Der damals neu gegründete Gartenbauverein Sollern-Neuenhinzenhausen baute in vielen freiwilligen Arbeitsstunden 1980 und 1981 die Kapelle in der jetzigen Form in reiner Holzbauweise neu auf. Das Baumaterial wurde vom Grundstücksbesitzer Limmer aus Unterbernbach zur Verfügung gestellt. Im Mai 1982 wurde die neue Kapelle eingeweiht und war für viele Einheimische und Fremde eine willkommene Stätte der Ruhe und Besinnung. Groß war daher die Enttäuschung, als bereits zwei Tage vor dem Pfingstfest 1982 die neue Kapelle aus ungeklärter Ursache vollständig abbrannte. Auch von der Madonna blieb nichts mehr übrig.

 

Die Kirchenverwaltung und der Pfarrgemeinderat von Sollern fassten noch im Herbst 1982 den einstimmigen Beschluss, die Kapelle wieder an derselben Stelle aufzubauen. Der Grundstückseigentümer, Herr Limmer aus Unterbernbach, schenkte der Kirchenstiftung Sollern die nötige Grundstücksfläche. Männer und Frauen opferten unzählige Arbeitsstunden. Im Frühsommer 1983 wurde mit den Arbeiten begonnen. Regie führte – wie schon drei Jahre zuvor – Xaver Seitz aus Sollern. Mehrere Männer und Frauen opferten unzählige Arbeitsstunden, bis das massive Bauwerk vollendet werden konnte.

 

"Sancta Maria - Ora pro nobis" - so heißt es am Eingang der Marienkapelle

 

Die Muttergottes-Statue wurde gestiftet von der Familie Max Banzer aus Altmannstein, das Kleid von einer Pfarrangehörigen angefertigt. Das hölzerne Kruzifix über dem Eingang wurde geschnitzt und von Max Körndl aus Altmannstein gespendet. Rechtzeitig vor der Fertigstellung wurde auch die Glocke montiert, die von Michael Fehlner (Liederer) aus Neuenhinzenhausen gestiftet wurde. Unter großer Anteilnahme der einheimischen Bevölkerung, aber auch vieler Auswärtiger, weihte Pfarrer Hubert Kellner am Sonntag, 16. Oktober 1983, Pfarrer Hubert Kellner das kleine Gotteshaus. Seither ist das Liebfrauental mit seiner Altöttinger Muttergotteskapelle und der auf dem gegenüberliegenden Berghang stehenden Lourdes-Grotte wieder ein Ort der Stille, des Glaubens und des Gebetes.


Die Chronik der Marienkapelle kann man auf einer Bildtafel nachlesen

Aktuelle Termine

10.12.17    Jahresversammlung KLJB

16.12.17   Roratemesse 6.30 Uhr

25.12.17   Weihnachtsgottesdienst

31.12.17   Jahresschlussgottesdienst

13.01.18   Landjugendball Aschbuch

14.01.18   Kuchenverkaufsaktion

17.01.18    PGR-Sitzung Schulhaus

Sie sind der .... Besucher!

Besuchen Sie uns wieder!

Aktuelle Infos

Ab sofort können Termine und Veranstaltungen für 2017 gemeldet werden. Ich nehme diese im Pfarrkalender auf!

Pfarrkalender 2017.pdf
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