Aktion "Kuh für Indien" mit 43.216 Euro Spenden

In diesen Tagen gilt es für Pfarrvikar John Joseph, vom Pfarrverbund Altmannstein Abschied zu nehmen.Er wird eine Pfarrstelle in der Pfarreiengemeinschaft Aholfing-Niedermotzing übernehmen. Deshalb ist es ihm ein Anliegen, "danke" zu sagen. Besonders am Herzen liegt ihm die Hilfsaktion "Eine Kuh für eine indische Familie". Seit 2014 unterstützt der gesamte Pfarrverband aus den Pfarreien Altmannstein, Hagenhill, Mendorf, Sollern, Steinsdorf und Tettenwang diese soziale Aktion, die bedürftigen Familien in Indien zu Gute kommt. Dieses Indienprojekt wird von seiner Ordensgemeinschaft getragen. Dabei freut es John Joseph, dass das Hilfsprojekt dem Leitwort des Ordens entspricht: "Klein sein und den Kleinen dienen" - so, wie es die heilige Theresia vom Kinde Jesus tat. Zahlreiche Gruppen und Vereinigungen sowie viele Einzelspender aus dem gesamten Pfarrverband sind für die stolze Summe von 43216 Euro für diesen humanitären Zweck verantwortlich. Erlöse aus Geburtstagsfeiern oder Geldspenden anstelle von Kränzen und Blumen als Andenken für Gestorbene flossen in die Aktion. Insgesamt konnten bisher 89 Familien unterstützt und ihnen damit neue Chancen eröffnet und eine neue Lebensgrundlage ermöglicht werden. Mit einem "herzlichen Vergelt's Gott" bedankt sich John Joseph bei allen Spendern und Unterstützern und bei Pfarrer Wolfgang Stowasser.

Hilfe zur Selbsthilfe: Pater Georg Alukka übergibt der Familie Des Raj Salina in der Pfarrei St. Joseph in Moga/Punjab eine Kuh aus dem Hilfsprojekt von Pfarrvikar John Joseph - und damit ein Stück Hoffnung und Perspektive (linkes Bild). Auch die indische

Eine Perspektive für arme Familien in Indien

Als Student und später als Priester in Pfarreien im Missionsgebiet im indischen Punjab hat John Joseph die Armut mancher Familien kennengelernt. "Mir ist klar geworden, wie wichtig eine Kuh für die Familien ist", erinnert er sich. Erst später, im Jahr 2014, als er bereits als Pfarrvikar im Altmannsteiner Pfarrverbund wirkte, wurde dann im Gespräch mit dem damaligen Tettenwanger Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hegenberger die Idee eines Hilfsprojekts geboren. "Ich erinnere mich noch gut an die große Kuchenaktion im Pfarrverbund und das große Interesse daran, den armen Familien in Indien eine Perspektive zu geben", erzählt John Joseph. Es begann mit drei Familien, denen damals geholfen wurde.

Das Projekt erfuhr in den vergangenen Jahren viel Unterstützung in den örtlichen Pfarrgemeinden. Das Spendenbarometer zeigt bisher stolze 43216 Euro. Davon sind 30358 Euro für die Bedürftige eingesetzt worden, der restliche Betrag wird demnächst weitergeleitet, um weiteren notleidenden Familien mit einer Kuh ein Stück Hoffnung zu schenken. Wichtig ist John Joseph dabei, sich selbst einen Eindruck über Verteilung der Mittel zu machen. So hat er bis 2019 alle Familien besucht. Aufgrund der Corona-Pandemie war das im Vorjahr nicht möglich. Für die Zukunft hat er sich diese Besuche vor Ort wieder fest vorgenommen. Erst dieses Jahr flossen 9000 Euro, um 19 Familien Hoffnung in schwierigen Zeiten zu geben. Dabei handelt es sich um katholische Familien, die in der Diaspora leben. Die indischen Ortspfarrer machen den Vorschlag, während die Sozialabteilung des Ordens die Entscheidung über die Zuweisung trifft. "Oftmals führen Krankheiten wie Krebs oder aktuell die Corona-Pandemie zur Bedürftigkeit", weis John Joseph zu berichten. So wurde beispielsweise der fünfköpfigen Familie Paramjeet Kaur in der Pfarrei Herz Jesu Fazilika eine Kuh übergeben. Die Mutter ist an Krebs erkrankt und der Vater hat nur gelegentlich Arbeit.

Eigenversorgung und weiteres Einkommen

Für die Familien bedeutet diese Unterstützung eine "Hilfe zur Selbsthilfe". Neben der Milch zur Eigenversorgung generieren sie zudem weiteres Einkommen durch den Verkauf der Milch an andere Familien. Dabei sind aus dem Mitteln des Projektes 500 Euro pro Kuh aufzuwenden. Zusätzlich gibt die Ordensgemeinschaft noch 100 Euro oben drauf. Projektmanager ist der Provinzial-Obere, Pater Saju Kuthodiputhenpurayil CST, in der Provinz Khrist Jyoti in Punjab. Die Begünstigten haben auch Vorgaben einzuhalten. So darf die Kuh drei Jahre lang nicht verkauft werden. Die Futtermittel und notwendige Medikamente müssen von der Familie aufgebracht werden. Eine Neuregelung betrifft das erste Kalb der Kuh: Dieses ist an den Orden zu geben, um damit wiederum weiteren Familien helfen zu können. So soll sich das Hilfsprojekt künftig zum Teil selbst tragen. Das gesamte Projekt steht unter der Aufsicht von Pater Salj Puravalappil, dem Leiter der Sozialabteilung in der Provinz. Pfarrvikar John Joseph ist es ein Anliegen, mit Hilfe des Projektes auch weiterhin Familien helfen zu können. D

Die begünstigen Familien für das Kuh-Projekt 2021

 Pfarrei Herz Jeus Fazilika

1. Frau Paramjeet Kaur, Ehefrau von Herrn Surjeet Sing, Korianwali, Fazilka, Punjab: Sie hat drei Kinder. Sie ist Krebspatientin. Ehemann ist ein Tagelöhner. Jeden Tag hat er keine Arbeit. Sie sind finanziell sehr arm und nicht in der Lage, den täglichen Betrieb des Hauses zu bewältigen. Der  Kuh  wird finanziell eine große Hilfe sein.

2. Frau Binder Kaur, Frau von Herrn Raj Kumar, Korianwali, Fazilka, Punjab: Sie haben zwei Kinder. Sie ist eine Herzpatientin. Der Ehemann kann auch nicht jeden Tag arbeiten. Unser Projekt wird ihnen also eine große Hilfe sein.

 

Pfarrei hl. Theserea von Jesu Guruharsai

1. Herr Mithan, Khai Pheme KiGuruharsai, Ferozpur, Pujab: Er hat Frau und zwei Kinder. Der finanzielle Hintergrund ist sehr schlecht. Sie kämpfen sehr damit, den täglichen Haushalt mit dem sehr geringen Einkommen von Mr. Mithan zu bewältigen. Dies wird ihnen eine große Hilfe sein.

2. Frau Kamlesh, Kohar Sing Wala, Guruharsai, Ferozpur, Punjab: Dies ist eine Familie, in der nur Mann und Frau da sind. Sie sind alt und ihr Ehemann ist nicht in der Lage, irgendeiner Art von Arbeit nachzugehen. Dieses Projekt ist eine große Hilfe für die Familie

Pfarrei  JALALABAD

1. Herr Baldev Jiwanarian, Jalalabad: Herr Baldev und seine Frau haben zwei Kinder. Sie haben keine Einnahme. Sie leben im Land der Gemeinde in einem provisorischen Schuppen. Um ihnen zu helfen, haben wir ihnen die Kuh  gegeben.

2. Frau Kulvir Kaur, Pacca Grünkohl Wala, Jalalabad: Frau Kulvir Kaur und ihr Mann haben zwei Kinder. Sie sind Arbeiter und finanziell sehr arm. Ihr Lebensunterhalt ist sehr schwierig. Sie haben keine Einnahmequelle.

Pfarrei Herz Jesu MALOUT

1. Herr Gagan Bosco, Patel Nagar, Malout: Herr Gegan Bosco und seine Frau haben zwei Kinder. Sie haben keine Einnahmequelle. Sie wohnen vorerst im Verwandtenhaus. Dieses Projekt wird ihnen eine große Hilfe sein.

2. Herr Babu Sing, Fakarsar, Malout: Herr Babu singh und seine Frau haben zwei Kinder. Er ist ein Brotverdiener und während dieser Corona-Pendamic hat er seinen Job verloren und sie haben keine Einkommensquelle. Daher ist dieses Projekt eine große Hilfe für sie.

 

Pfarrei Little Flower Church SRI MUKTSAR SAHIB

1. Frau Babli, Attari, Badhai, Sri Muktsar Sahib: Sie ist Witwe, sie hat zwei Kinder. Finanzielle Situation ist sehr schlecht. Ein Sohn verlangt einen Tageslohn, aber er hat nicht täglich Arbeit.

2. Frau Manjit Kaur, Mangatker, Sri Muktsar Sahib: Es ist eine gemeinsame Familie. Sie waren stark vom Coronavirus und Dengu-Fieber betroffen. Sie sind finanziell sehr arm und dieser Kuh wird eine große Hilfe für die ganze Familie sein.

3. Frau Paramjit, Attari, Badhai, Sri Muktsar Sahib: Sie ist Witwe. Sie hat drei Söhne. Sie haben nicht einmal ein richtiges Haus. Ein Sohn geht zur täglichen Lohnarbeit, aber er hat nicht jeden Tag Arbeit.

 

BUFFALLO PROJEKT- 2021- MOGA, PUNJAB

1. Frau Pinki, Zira Road, Moga, Punjab: Sie ist Witwe, sie hat drei Kinder. Sie bemüht sich, Geld für den täglichen Haushalt und die Ausbildung der Kinder aufzutreiben. Dieses Projekt ist also wirklich ein Segen für das Haus.

2. Herr Bakshish Masih, Dagru, Moga, Punjab: Herr Bakshish Masih  und seine Frau haben zwei Mädchen. Er ist ein Tagelöhner. Er hat nur in einigen Saisons Jobs. Die Familie hat finanzielle Schwierigkeiten, den täglichen Betrieb des Hauses zu bewältigen und ihre Kinder zu erziehen. Daher ist dieses Projekt eine große Hilfe für sie.

3. Herr Jagdish, Zira Road, Moga, Punjab: Herr Jagdish und seine Frau haben vier Kinder. Er ist Asthmapatient. Er ist nicht in der Lage, schwere Arbeiten zu erledigen. Die Familie hat also wirklich die finanzielle Belastung, das Haus und die Ausbildung der Kinder zu verwalten. Dieser Büffel wird ihnen also helfen, finanzielle Unterstützung für ihre Familie zu finden.

4. Herr Desraj, Salina, Moga, Punjab: Herr Desraj und seine Frau haben vier Mädchen und einen Jungen. Sie wohnen im Eigentum eines Vermieters. Er ist der einzige Ernährer des Hauses. Sie haben wirklich Mühe, das Haus mit der gegenwärtigen finanziellen Situation zu verwalten. Das Büffelprojekt wird ihnen also wirklich helfen, die finanzielle Belastung, mit der sie im täglichen Leben konfrontiert sind, zu reduzieren.

69 Indische Familien freuen sich über Milch

Während sich in Bayern sich nahezu alles beim „weißen Gold“ um den Milchpreis dreht und die Verbraucher aus Dutzenden Sorten auswählen können, herrscht bei 69 indischen Familien seit fünf Jahren große Freude, denn sie sind Dank der 2014 ins Leben gerufenen Hilfsaktion „Eine Kuh für eine indische Familie“ glückliche Besitzer einer eigenen Kuh. Wie sich die Kuhaktion in den letzten fünf Jahren entwickelt hat und welche Herausforderungen es im Subkontinent gibt, berichtet Pfarrvikar John Joseph, den unser Mitarbeiter Bernhard Hegenberger kürzlich interviewte.

Große Spendenbereitschaft mit 30.123 Euro

„Wie schön ist es, wenn viele kleine Hände, mit vielen kleinen Gaben, vielen kleinen Menschen eine große Freude bereiten“ – so sagen sich seit fünf Jahren unzählige Menschen aus den Pfarreien Altmannstein, Hagenhill, Mendorf, Sollern, Steinsdorf und Tettenwang. Und dass die kleinen Spenden aus den verschiedensten Bereichen in den letzten fünf Jahren zu einem großen Geldbetrag geführt haben, bringt große Freude in Dutzende indische Familien. „Wir haben bei vielen meiner Landsleute die Welt verändert und dadurch auch das Leben ganz vieler Kinder, Frauen und Männer in Indien positiv beeinflusst“, freut sich Pfarrvikar John Joseph. Seit Sommer 2014 läuft nun ununterbrochen im Pfarrverband die Hilfsaktion „Eine Kuh für eine indische Familie“. Seit Start konnte der 42jährige indische Priester die stolze Summe von 30.123 Euro für hilfsbedürftige Familien in Indien entgegennehmen – und so sage und schreibe 69 Familien mit einer Milchkuh neue Hoffnung und Leben schenken!

5000 Euro an Provinzial übergeben

Als vor sechs Jahren Pfarrvikar John Joseph zur Unterstützung von Pfarrer Wolfgang Stowasser in den Pfarrverband eingesetzt wurde, ahnte er noch nicht, dass sich schon ein Jahr später in Zusammenarbeit mit dem Tettenwanger Pfarrgemeinderat eine Hilfsaktion entwickelt, die solche positiven Ausmaße annehmen würde. Völlig überrascht zeigte sich vor einigen Wochen beim Besuch seines indischen Provinzialoberen Pater Dr. George Alukka, als Pfarrer Stowasser und einige Leute aus dem Pfarrverband die stolze Summe von 5.000 Euro (siehe Bild) für das Kuhprojekt überreichten. Die Freude war unbeschreiblich, zumal mit dieser großen Summe unzähligen Indern geholfen werden kann. „Wir werden insbesondere arme Familien unter die Arme greifen“, so Dr. George Alukka. „Ich bedanke mich ganz herzlich bei den zahlreichen Einzelspendern, die mit kleinen und großen Beträgen die Aktion so tatkräftig unterstützt haben“, so der 42jährige John Joseph. Das Geld stammt z.B. aus Seelsorgebesuchen in den Familien, aus Erlösen von runden Geburtstagen, aber auch aus Beerdigung, die anstelle von Kränzen und Blumenschmuck das Geld für das Indienprojekt gegeben haben. Des Weiteren spendeten die Senioren Altmannstein, die Kolpingfamilie Altmannstein, Erlöse vom Nikolausdienst aus Neuenhinzenhausen, vom Frauenfasching und Missionskreis, von der Altkleidersammlung in Sollern Mendorf, von der Sternwallfahrt nach Bettbrunn und vielen weiteren Aktionen.

Die Not ist groß – die Freude noch größer

„Mein Heimaturlaub im September war für mich sehr einschneidend, denn aufgrund der dramatischen Hochwassersituation in meinem Heimatland Kerala habe ich große Not vorgefunden“, erzählt der Geistliche. Doch mit dem was Pfarrvikar John Joseph im Gepäck dabeihatte, konnte er vielen Familien in seiner geschätzten Heimat in Südindien und in der Mission in Nordindien eine riesengroße Freude bereiten. „Dieses Jahr hat mein Mitbruder Pater Bibin Nariappara die Verteilung der Milchkühe organisiert. Er ist der Assistenzdirektor der Sozialarbeit der Khristjyoti Provinz im Bundesland Punjab“, erzählt John Joseph. Nach bereits 47 Familien in den ersten vier Jahren folgten 2019 weitere zwölf Familien aus den Pfarreien St. George Canal Colony und Heilig-Kreuz Danewala. „Auf mehrere kleinere Dörfer sind gut Hundert katholische Familien verstreut, z.B. in Satkosi, Patterwala , Mahil Sing Wala, Dhulle Wala, und Koti Rai Sahib. Pfarrer Shan Alapurackal betreut die Pfarrei in Canal Colony. „Es ist wunderbar, was seit fünf Jahren alles Gute geschehen ist und viel Hoffnung und Freude aufgebrochen ist“, gibt John Joseph seiner Freude Ausdruck über die glücklichen 69 Familie, welche in den letzten Jahren eine Milchkuh ihr Eigen nennen dürfen.

„Hilfe zur Selbsthilfe wächst und wächst“

„Haben die Inder überhaupt Erfahrungen mit Kühen und können sie auch damit umgehen?“ – diese Fragen hört der Geistliche immer wieder. Dass es nicht damit abgetan ist, einer Familie eine Milchkuh zu schenken, dürfte jedem bewusst sein. Die Priester vor Ort prüfen genau, ob eine Familie in der Lage ist, das Vieh auch zu versorgen, zu betreuen und bestens damit umzugehen. Ein großer Segen für die Familien ist der Verkauf von Milch, denn dadurch können die Familien anderen helfen und durch die Einnahmen sind sie in der Lage, wichtige Lebensmittel zu besorgen. So schließt sich der Kreis, an dem immer mehr Menschen Segen erfahren. „Unser Kuhprojekt wurde in den letzten Jahren zum Nutzen der Landbevölkerung, insbesondere um ihre Einkommensquelle zu verbessern und ihren Lebensstandard zu erhöhen“, freut sich John Joseph. Spenden für die Hilfsaktion können auf das Konto der Kirchenstiftung Tettenwang, IBAN DE64721698310000121819 eingezahlt werden. Auf Wunsch wird gerne eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Nähere Informationen im Pfarrbüro Steinsdorf, Mühlweg 3, Telefon (09446) 5 13

2018: 47 Milchkühe an Familien übergeben

„Jeden Tag eine gute Tat“ – das ist nicht nur ein alter Pfadfinderspruch...und wer sich daranhält, bringt Freude in die Welt und verändert auch das eigene Leben positiv“, so sagen sich Pfarrvikar John Joseph und Pfarrgemeinderatsmitglied Bernhard Hegenberger. Groß ist die Freude bei den engagierten Gläubigen über den Entschluss, im Sommer 2014 die Aktion „Eine Kuh für eine indische Familie“ ins Leben zu rufen. Seit Start des Hilfswerkes konnte der 41jährige indische Priester die stolze Summe von 26.571 Euro für hilfsbedürftige Familien in Indien entgegennehmen – und so 47 Familien mit einer Milchkuh neue Hoffnung und Leben schenken!

Die Not ist groß – die Freude noch größer

„Mein Heimaturlaub im September war für mich sehr einschneidend, denn aufgrund der dramatischen Hochwassersituation in meinem Heimatland Kerala habe ich große Not vorgefunden“, erzählt der Geistliche. Doch mit dem was Pfarrvikar John Joseph im Gepäck dabeihatte, konnte er vielen Familien in seiner geschätzten Heimat in Südindien und in der Mission in Nordindien eine riesengroße Freude bereiten. Unsagbar dankbar zeigte sich sein Mitbruder und Ordensoberer George Alukka von Ordensgemeinschaft der „Hl. Kleine Theresa von Kinde Jesu“ im nordindischen Bundesstaat Punjab über die großzügige Spende von 5.000 Euro für die Hilfsaktion „Eine Kuh für eine indische Familie“. In diesem Jahr hatte die Ordenspriester Sandeep Thekkel und Bibin Narippara elf Familien mit elf Kühe in den Pfarreien „Heilig Kreuz Danewalla“, „Sankt Georg“, „Barmherzigkeit Mamdot“ und Pfarrei „Sankt Thomas Ferozepur City“ übergeben können. „Es ist wunderbar, was seit gut vier Jahren alles Gute geschehen ist und viel Hoffnung und Freude aufgebrochen ist“, gibt John Joseph seiner Freude Ausdruck über die glücklichen 47 Familie, welche in den letzten Jahren eine Milchkuh ihr Eigen nennen dürfen.

„Hilfe zur Selbsthilfe wächst und wächst“

„Haben die Inder überhaupt Erfahrungen mit Kühen und können sie auch damit umgehen?“ – diese Fragen hören Bernhard Hegenberger und Pfarrvikar John Joseph immer wieder. Dass es nicht damit abgetan ist, einer Familie eine Milchkuh zu schenken, dürfte jedem bewusst sein. Die Priester vor Ort prüfen genau, ob eine Familie in der Lage ist, das Vieh auch zu versorgen, zu betreuen und bestens damit umzugehen. Deshalb organisierte die Ordensgemeinschaft von John Joseph während seines Heimaturlaubs auch ein Treffen mit insgesamt 37 Landwirten, welche von Sachverständigen über die Aufzuchtmethoden Informationen erfuhren und damit viele weitere Vorteile zur Viehzucht erfuhren. Pater John informierte sich vor Ort über das „Kuh-Projekt“ und kann den vielen Spenderinnen und Spendern aus dem Pfarrverband Altmannstein-Hagenhill-Mendorf-Sollern-Steinsdorf-Tettenwang getrost sagen, dass dieses Projekt bestens in Indien ankomme und eine riesengroße „Hilfe zur Selbsthilfe“ sei. John Joseph bestätigt, dass das Projekt im Bistum Jalandhar des Bundesstaates Punjab mit der Hilfe von Patres der Ordensgemeinsacht „Heilige Theresa von Kinde Jeus“ seit über vier Jahren kontinuierlich wächst. Eine große Hilfe ist der Sozialsekretär Pater Sandeep Thekkel, der als Bindeglied zu den Bauern wertvolle Aufbauhilfe leistet. Großes Lob an die Hilfsorganisation sowie an die Bauern hatte der indische Tierarzt Dr. Gurdith, da dadurch der Lebensstandard dieser Familien Menschen vor Ort deutlich verbessert werden konnte. Größtenteils übernehmen die Frauen in den indischen Familien die Aufgaben der Tierhaltung und Viehzucht. Die Kühe bleiben normalerweise in der Nähe vom Haus. „Das Vieh sei ein wichtiger Sektor der Volkswirtschaft, besonders für die ländlichen Gebiete, denn das Zusatzeinkommen aus der Viehzucht ist eine große Quelle der Unterstützung für Landwirte, die mit Unsicherheiten in der Ernteproduktion konfrontiert sind, abgesehen von der Versorgung armer und landloser Landwirte“, so der Tierarzt. Ein großer Segen für die Familien ist der Verkauf von Milch, denn dadurch können die Familien anderen helfen und durch die Einnahmen sind sie in der Lage, wichtige Lebensmittel zu besorgen. So schließt sich der Kreis, an dem immer mehr Menschen Segen erfahren. „Unser Kuhprojekt wurde in den letzten vier Jahren zum Nutzen der Landbevölkerung, insbesondere um ihre Einkommensquelle zu verbessern und ihren Lebensstandard zu erhöhen“, freut sich John Joseph. Dass die Gründung des Sozialprojekts „Eine Kuh für eine indische Familie“ in den letzten vier Jahren so eine positive Resonanz erfuhr und viel Gläubige aus den zahlreichen Vereinen und kirchlichen Verbänden so aktiv dazu beitrugen, freut Bernhard Hegenberger und John Joseph ganz besonders. Der Geistliche bedankt sich ganz besonders bei Pfarrer Wolfgang Stowasser und allen Mitgliedern der neun Kirchenverwaltung und sechs Pfarrgemeinderäte sowie natürlich bei den zahlreichen Vereinen für die großzügige Unterstützung in den letzten vier Jahren. Zu den Spendern zählten neben zahlreichen Einzelpersonen die Frauenbundzweigvereine Hagenhill und Altmannstein, die Landjugend Hagenhill, die Kolpingfamilie  Altmannstein, die Kuchenaktionen der Pfarreien Tettenwang, Sollern und Expositur  Steinsdorf, vom Frauenfasching Mendorf und Steinsdorf, von der Altkleidersammlung  und Sternwallfahrt nach Sollern, vom Osterkerzenverkauf in Steinsdorf, vom Seniorenclub Altmannstein, von der „Hilfe vor Ort Steinsdorf“, vom Missionstrickkreis Mendorf u.v.a.m. „Ganz besonders bedanke ich mich bei vielen Einzelspendern, insbesondere aus dem Erlös von Beerdigungen, die mir anstelle von Blumen und Kränzen eine Spende für die Kuhaktion gegeben haben“, freut sich der sympathische Inder.  „Sie können sich gar nicht vorstellen, welch großer Segen die Kühe für die Familien sind“, bekräftigt er Pfarrvikar. „Sie können sich gar nicht vorstellen, welch großer Segen die Kühe für die Familien sind“, bekräftigt Pfarrvikar John Joseph. Spenden für die Hilfsaktion können auf das Konto der Kirchenstiftung Tettenwang, IBAN DE64721698310000121819 eingezahlt werden. Auf Wunsch wird gerne eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Nähere Informationen im Pfarrbüro Steinsdorf, Mühlweg 3, Telefon (09446) 5 13 oder bei Bernhard Hegenberger, www.tettenwang.info

2017: Schon 36 Kühe für indische Familien

Ungebrochen ist die Spendenbereitschaft für die vor gut drei Jahren vom Tettenwanger Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hegenberger und Pfarrvikar John Joseph ins Leben gerufene Hilfsaktion „Eine Kuh für eine indische Familie“. Die Freude in der Heimatpfarrei von Pfarrvikar John Joseph in Kerala über weitere 11 Kühe in diesem Jahr ist riesengroß. Dank vieler ideenreicher Hilfsaktionen im Pfarrverband konnten in den zurückliegenden Jahren die beachtliche Summe von 20.100 Euro erbracht werden und damit drei Dutzend Kühe an Familien übergeben werden.

36 Familien erleben durch die Kühe eine Lebenshilfe

Die Freude ist groß bei der Ordensgemeinschaft der „Hl. Kleine Theresa von Kinde Jesu, insbesondere beim Provinzoberen Pater Dr. Saji Nellikunnel. Vor kurzem übergab Pfarrvikar John Joseph weitere Spendengelder aus vielen Privatspenden von Pfarrangehörigen, aber auch von kirchlichen Organisationen aus dem Pfarrverband Altmannstein-Hagenhill-Mendorf-Sollern-Steins-dorf-Tettenwang. „Mit der großen Spende haben wir weitere elf Kühe zum Preis von jeweils etwa 500 Euro für arme Familien in unseren Pfarreien angeschafft“, so der indische Provinzial Oberer.

„Hilfe zur Selbsthilfe“ wächst und wächst

Überglücklich sind die Familien über die Zuteilung einer Milchkuh im Rahmen des kirchlichen Sozialwerkes, da sich keine dieser ärmsten und hilfsbedürftigen Familie selbst je eine Kuh leisten könnten. Eine Bedingung gibt es für die neuen Kuhbesitzer: pro Monat oder Jährlich muss jede Familie etwas von der Einnahme  an den Sozialfonds des Ordens einzahlen. Davon werden neue Kühe gekauft und an weitere Familien übergeben und so schließt sich der Kreis der „Hilfe zur Selbsthilfe“. „Unser Orden führt über alle Ein- und Ausgänge des Sozialwerkes genau Buch, zudem unterliegen wir im Bundesstaat Punjab einer regelmäßigen Prüfung durch die indische Regierung“, bekräftigt Pater John Joseph die finanziellen Details.

Mit Spenden der Hilfsaktion armen Familien helfen

Michael und Renu mit ihren Kindern Sonia und Sujal konnten es kaum glauben, als Ihren Pfarrer Bijo von der „Divine Mercy Catholic Church“ eine Milchkuh anvertraute. Ebenso groß war die Freude bei Gurdeep und Sreena mit ihren drei Kindern Maurkan, Ankish und Arman bei der Übergabe der Milchkuh von Pater Augustine Varakil. „Etwa sieben bis zehn Liter schenkt eine Kuh täglich der Familie. Ein Drittel davon wird in der Familie verbraucht, der andere Teil an einen kleinen Milchladen zum Preis von 35 Rupien – umgerechnet 50 Cent – verkauft“, erzählt der 40jährige indische Priester, der seit 2013 im Pfarrverband gerne tätig ist. Dieser Milchladen verkauft das kostbare Getränk weiter an die armen Dorfbewohner. So schließt sich ein kleiner Wirtschaftskreislauf, bei dem immer mehr indische Menschen in den Genuss wertvoller Lebensmittel kommen. Mit den Kühen ist nun großer Segen in die Familien eingekehrt. Die fünfköpfige Familie von Rehanoth und Rimple mit ihren Kindern Angle, Jesby und Alphonsa kann nun Dank der Kuh ein kleines Milchgeschäft eröffnen und so das Familieneinkommen bestreiten.

„Sie können sich gar nicht vorstellen, welch großer Segen die Kühe für die Familien sind“, bekräftigt Pfarrvikar John Joseph. Weitere Spenden für die Hilfsaktion können auf das Konto der Kirchenstiftung Tettenwang, IBAN DE64721698310000121819 eingezahlt werden. Auf Wunsch wird gerne eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Nähere Informationen im Pfarrbüro Steinsdorf, Mühlweg 3, Telefon (09446) 5 13.

 

 

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