"St.Dionys" Grashausen

 

Der Weiler Grashausen liegt auf der Hochfläche der Südlichen Frankenalb nördlich des Gemeindesitzes Mindelstetten. Der Ort ist über die B 299 zu erreichen, von der bei Tettenagger in Richtung Osten eine Straße abzweigt, die über Grashausen nach Schwabstetten führt.


 


 

Um das Jahr 1000 Bischofshof, 1150 in der Schenkungsurkunde des Damenstiftes Obermünster in Regensburg erwähnt. 1303 Heinrich der Groshauser genannt. 1535 kauft Friedrich von Grumbach den Edelsitz; ab 1570 im Besitz der Muggenthaler, 1655 schrieb sich Hans Wolf der Muggenthaler von Hinzenhausen auf Mindelstetten und Grashausen; er war Pfleger und Kastner zu Dietfurt. 1680 wurde der Grashauser Markt errichtet, der sich zu einem bedeutenden Viehmarkt entwickelte, der 1870 nach Mindelstetten verlegt wurde. Im Bezirksamt, dem späteren Landkreis Riedenburg und damit im Regierungsbezirk Oberpfalz gelegen, kam Grashausen als Teil der Gemeinde Mindelstetten zusammen mit Mindelstetten im Zuge der bayerischen Gebietsreform am 1. Juli 1972 in den erweiterten Landkreis Eichstätt im Regierungsbezirk Oberbayern. 1983 bestand der Weiler mit seinen 21 Einwohnern aus einem landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb und drei Nebenerwerbsbetrieben.


 

Die Kath. Kirche St. Dionys wurde im Jahr 1447 erbaut. Es ist ein viergeschossiger Turm mit Putzgliederung. Im Zuge der Säkularisation wurde die Kirche 1802 abgebrochen und 1820 wieder neu aufgebaut. St. Dionys ist eine Nebenkirche der Pfarrei Hagenhill. Der viersäulige Hochaltar mit dem Altarblatt, das die Heiligen Dionys, Sebastian und Jakob zeigt, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Bild im oberen Aufzug zeigt die hl. Dreifaltigkeit.

 

 

Am Hochaltar stehen zwischen den Säulenpaaren zwei gotische Holzfiguren (hl. Rusticus, hl. Eleuterius); über der Tür des Vorzeichens im Westen der Kirche befindet sich eine Holzfigur des Kirchenpatrons, alle aus dem 15. Jahrhundert. Die beiden Reliqienbüsten auf dem Hochaltar (Ende 15. Jahrhundert) stellen den hl. Sebastian und den hl. Erasmus dar. Der viergeschossige Turm (die unteren 2 Geschosse quadratisch, darüber 2 achteckige Geschosse) mit Haube steht im Südosten der Kirche.

 


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