Winterzeit ist Eistockzeit in Tettenwang

„Endlich ist mal wieder ein richtiger Winter“, so freuen sich nicht nur die Kinder in diesen Tagen. Neben Freunde des Rodels und Skilanglauf kommen auch Naturwanderer auf ihre Kosten. Und dies bei allen negativen Vorhersagen, dass es wegen des Klimawandels keinen Winter mehr gebe. Auch wenn der Regen noch immer zu wenig ist, so freuen sich auch die Waldbauern über die kräftigen Niederschläge der letzten Monate – das tut den Bäumen im Wald sehr gut.

Trotz Klimawandel ein schöner Winter

 „Gott-sei-Dank weiß die Natur, was für uns Menschen gut ist, denn wenn´s nach uns Menschen gehen würde, müsste halt nur jeder Tag von Sonnenschein geprägt sein“, scherzen manche älteren Leute. Dass es 2019 wieder so einen richtigen Winter mit Kälte, Schnee und Eis hat, erfreut nicht nur die Kinder beim Schlittenfahren. Seit Anfang Februar freuen sich alle Freunde des Langlaufs und Rodler. Während manche über den vielen Schnee schimpfen, herrscht rege Betriebsamkeit an den zahlreichen Schneehügeln in der Region. Groß ist auch die Freude bei den zahlreichen Eisstockschützen, die zwar aufgrund der milden Außentemperaturen keine idealen Bedingungen vorfinden, jedoch mit Eifer und Elan diesem Wintersport frönen. Dreh- und brauche Angelpunkt in dem Altmannsteiner Ortsteil ist in diesem Jahr die natürliche Eisfläche auf der „Seewiese“, unweit der Holzkalkbrennerei. Die Eisstöcke sind individuell aus Holz gefertigt und mit einem Eisenreifen versehen, der sowohl für die nötige Härte (beim Aufprall) als auch für optimale radiale Gewichtsverteilung sorgt. Je nach Männertyp hat auch jeder seinen typischen Holzeisstock. Geschossen wird dabei mit Stöcken, die meist aus Birnen-, Kirschbaum oder Ahornholz gefertigt sind. Diese sind mit einem schmiede­eisernen Ring und einem Holzstingel aus Esche versehen. Sie können sich in Form, Größe und Gewicht durchaus unterscheiden. Die Bahnlänge beträgt je nach Witterung 25 bis 30 Meter. Als Daube wird ein Holzwürfel mit 10 mal 10 Zentimeter mit abgeschrägten Ecken verwendet. Beim „Denwangerschießen“ ist es egal, wohin die Daube während einer Kehre fällt, es zählt nur, den Stock möglichst nahe dieser zu platzieren. Mannschafts­größen sind nicht reglementiert und ergeben sich je nach Anzahl der vorhandenen Eisschützen zwischen vier und zwölf Männern – sind es mehr, dann werden diese in zwei Spielgruppen geteilt.

Frauen waren bis dato nur Zuschauer - in Tettenwang ist dies noch ein alleiniger Männersport. Bei diesem spannenden Mannschaftsspiel versuchen zwei Mannschaften, die Stöcke von der Abspielstelle aus möglichst nahe an die „Daube“ zu schießen. Die Mannschaften, in der Sprache der Stockschützen "Moarschaften" genannt, schießen, bis sämtliche Stöcke gespielt sind, wobei immer die Mannschaft an der Reihe ist, die gerade nicht die Beststellung zur Daube hat. Wenn beide Mannschaften mit all ihren Stöcken gespielt haben, ist die Kehre zu Ende, und die Mannschaft, deren Stock sich in Bestlage befindet, bekommt einen Punkt. Ein Spiel hat maximal fünf Durchgänge. „Pro gewonnenem Spiel gibt es einen Punkt - die Mannschaft, welche als erstes drei Punkte auf dem Konto hat, erhält die Siegprämie von 50 Cent“, so die begeisterten Männer. Bei gutem Zusammenspiel gelingt es manchem Team drei Spiele hintereinander zu gewinnen - dann spricht man von einer „Nackerten“ und es gibt die doppelte Siegprämie von einem Euro. Ganz selten gibt es auch eine „Zruckgschneiderte“ - und zwar, wenn die eine Mannschaft mit 2:0 Punkten geführt hat, am Ende aber die gegnerische Moarschaft noch mit 2:3 Punkten als Sieger hervorgeht. Für diese Leistung gibts dann das Vierfache Siegergeld von satten zwei Euro. Doch Geld allein ist beim Stockschießen nicht wichtig – vielmehr die Kameradschaft und das gemeinsame Ratschen. Zwischen den Einsätzen werden Neuigkeiten im Dorf ausgetauscht, Pläne für das neue „Haus der Vereine“ geschmiedet und nebenbei viel frische Luft geschnappt. Mit roten Backen und so mancher Siegprämie im Hosensack kehren bei Finsternis die Tettenwanger Männer vom Eisstockschießen heim und freuen sich am warmen Kachelofen auf Kaffee oder Tee.

 

 

 

Ernte-DANK-Fest mit Blasmusik

Unter Klängen der Riedenburger Stadtkapelle machten sich am Sonntagfrüh um 8 Uhr 150 Dorfbewohner auf dem Weg zum Landgasthof „Zum Gaulwirt“. Grund war der Festzug zur Pfarrkirche St. Bartholomäus anlässlich des Erntedankfestes. Mit dem bekannten Lied „Dass Du mich einstimmen lässt“, stimmte Organist Walter Eberl musikalisch auf das Erntedankfest in dem vollgefüllten Gotteshaus. Den vollständigen Bericht kannst Du hier lesen! Unter Leitung von Florian Aschenbrenner umrahmten die Riedenburger Stadtkapelle den farbenbunten Festzug, an dem alle örtlichen Vereine, wie Feuerwehr, Frauenbund, Landjugend sowie Obst- und Gartenbauverein ein wunderbares Bild gaben. Gleich nach der Musikkapelle folgten 28 Ministranten mit Pfarrer Wolfgang Stowasser und die Mitglieder der örtlichen Landjugend. Im Mittelpunkt stand die gebundene und geschmückte Erntekrone aus vier Getreidearten.

„Danke, Bitte – das lernen die kleinen Kinder schon in frühen Jahren. Aber leider fällt es den Menschen, je erwachsener sie werden, immer schwerer, diese beiden so wichtigen Worte auszusprechen“ – begann Pfarrer Wolfgang Stowasser seine Worte beim Festgottesdienst. Und der Geistliche ging noch ein Stück weiter, indem der die provozierende Frage stellte: „Warum verhungern heute so viele Menschen, obwohl sie alles Lebenswichtige und Essbare haben?“ Die Antwort ist liegt auf der Hand: Wir haben alles, doch trotzdem haben die Menschen in der Spaßindustrie Hunger! Die Frage ist: Wie werde ich satt – oder wie bekomme ich genug? Die Antwort ist einfach: entscheidend sind die Dankbarkeit und der Friede im Herzen! Seit vielen Jahren bereichern die Jugendlichen der KLJB den Festgottesdienst mit besinnlichen Texten, Kyrierufen, und einer Dankmeditation mit. Im Gabengang brachten die Jugendlichen eine Schale mit Erde, eine Kerze, eine Bibel, einen Krug mit Wasser und schließlich Brot und Wein. Dazu sprachen die KLJB´ler meditative Texte. Unübersehbar war der von fleißigen Frauen des Pfarrgemeinderates geschmückte Erntealtar mit allen Früchten des Feldes und der Gärten. Unter Klängen der Riedenburger Stadtkapelle formierte sich nach der kirchlichen Feier der Festzug zum Gaulwirt zum musikalischen Pfarrfrühschoppen.

 

 

Ein Augenblick ZEIT für Gott und füreinander

Projekt Pilgerheiligtum: Weltweites Netz der Liebe und des Friedens/Eintrag Anmeldeliste in der Pfarrkirche

Eine gute Botschaft überbrachte beim sonntäglichen Gottesdienst Schwester Raphaela von der Schönstatt-Bewegung. Die engagierte Ordensschwester stellte das Pilgerheiligtum vor: seit 30 Jahren sind über 200.000 Pilgerheiligtümer in mehr als 90 Ländern bei über sechs Millionen Menschen unterwegs – Tendenz steigend. Initiator des Pilgerheiligtums ist der Familienvater und Diakon, Joao Luiz Pozzobon (1904–1985) aus Brasilien. Seit 1997 läuft dieses Projekt jetzt auch in Deutschland. Monat für Monat wird das Bild der Gottesmutter von Schönstatt von Haus zu Haus, von Familie zu Familie weitergegeben. Mehr als 5000 solcher Pilgerheiligtümer sind gegenwärtig in Deutschland unterwegs – einige davon auch im Pfarrverband Altmannstein-Hagenhill-Mendorf-Sollern-Steinsdorf-Tettenwang. Auf diese Weise besucht Maria mit ihrem Kind etwa 46 000 Familien und Einzelne. „Unsere Berufung als Christen ist, Jesus Christus hineintragen in alle Lebensbereiche“, sagte Schwester Raphaela. Das Gnadenbild wolle einladen, das Herz auszuschütten, für ein paar Minuten zur Ruhe zu kommen, den Alltag zu einem Festtag zu machen, wenn es einmal im Monat für zwei bis drei Tage zu Besuch da ist. Die Ordensschwester betonte, dass niemand eine Gebetsverpflichtung habe, sondern das Pilgerheiligtum möchte einfach dort sein, wo sich das Leben abspielt, wo Chaos herrscht. Das Pilgerheiligtum erhält bei seinem monatlichen Kommen einen schönen Platz dort, wo sich der Alltag abspielt - in der Essecke, auf dem Schreibtisch usw. Auf diese Weise fällt es leicht, mitten im Alltag den Blick-Kontakt zu suchen - mit Jesus und Maria und untereinander. Das kann man z.B. beim Tischgebet tun, bei der Einnahme des Mittagsessen ohne Hektik, beim gemeinsamen Gebet zu Tagesbeginn oder am Abend, beim Spielen mit den Kindern oder Enkeln, beim Lesen der Heiligen Schrift, beim Rosenkranzgebet oder auch beim Bitten und Danken vor Gott. Viele positive Stimmungen sind von denjenigen zu hören, welche das Pilgerheiligtum schon in ihre Familien aufgenommen haben: „Eigentlich geschah gar nicht viel. Ich zündete eine Kerze an und setzte mich in der Küche ein wenig vor das Pilgerheiligtum. Nach und nach kamen die zwei Kleineren dazu, später auch mein Mann und dann sogar unsere Große. Wir haben nur miteinander geredet, mehr war nicht. Aber die Atmosphäre war so, dass ich dachte: Da war wirklich Gott dabei."


Anmeldeliste in der Pfarrkirche: Das Pilgerheiligtum mit dem Gnadenbild der Dreimal Wunderbaren Mutter von Schönstatt ist ein christliches Zeichen. Der Stehrahmen aus Holz erinnert in seiner Form an die Gnadenkapelle von Schönstatt, das Urheiligtum. Der monatliche Empfang von Jesus und Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums signalisiert: Gott ist willkommen - in unserem Haus, in unserem Leben, in unserer momentanen Lebenssituation. Wie Maria geben wir Christus Platz und Raum. Wir vertrauen auf die Fürbitte der Gottesmutter und öffnen uns für Gottes Segen. Wie geht es nun konkret: etwa zehn Familien bzw. Einzelpersonen bilden einen Pilgerkreis. In diesem Kreis wird das Pilgerheiligtum weitergegeben. Die Pilgernde Gottesmutter bleibt jeweils für etwa drei Tage. Während eines Monats sollten alle Teilnehmer einmal den "Besuch" von Jesus und Maria im Zeichen des Pilgerheiligtums empfangen. Die Weitergabe des Pilgerheiligtums erfolgt formlos. Eine Begleitperson bzw. Begleitfamilie aus dem Pilgerkreis übernimmt jeweils für ein Jahr die Aufgabe des Ansprechpartners und koordiniert den Pilgerweg. Neue Teilnehmer können in Absprache mit der Begleitperson in den Kreis integriert werden. Steigt die Zahl der Teilnehmer über 15, sollte mit einem weiteren Pilgerkreis begonnen werden. Scheiden Teilnehmer aus, informieren sie die Begleitperson. Das Schöne an der ganzen Aktion: es entstehen keine terminlichen oder finanziellen Verpflichtungen. „Zur Teilnahme an dieser wunderbaren Aktion laden wir alle Familie ein“, ergänzen Pfarrer Wolfgang Stowasser und Pfarrvikar John Joseph. Alle Pfarrangehörigen, welche das Pilgerheiligtum einmal im Monat in ihren Häusern aufnehmen möchten, können sich in die Anmeldeliste eintragen, welche in der Pfarrkirche St. Bartholomäus noch bis Jahresende aufliegt. Nähere Informationen auch beim Sprecher des Pfarrgemeinderates, Bernhard Hegenberger, Telefon (09446) 91 01 96.

Aktuelle Termine

19.12.19  Stammtisch-Weihnacht

24.12.19  Heilig Abend

29.12.19  2.Stodlzauber

03.01.20  Stammtisch-Jubiläum

09.01.20  Stammtisch-Jahresvers.

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Aktuelle Infos

Veranstaltungskalender 2020.pdf
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