70 Jahre Kirchenchor - und kein bisschen leise

„Wo man singt, da lass dich nieder – böse Menschen haben keine Lieder“ diese Beschreibung könnte nicht besser zu den 20 Mitgliedern des Tettenwanger Kirchenchors St. Bartholomäus passen. Seit nunmehr sieben Jahrzehnten erfreuen die Kirchenmusiker die Gottesdienstbesucher in den 450 Seelen zählenden Altmannsteiner Ortsteil. Nach dem Festgottesdienst am Freitagabend in der Pfarrkirche lud Chorleiter Walter Eberl zu einem Festabend in den nahegelegenen Gasthof „Zum Gaulwirt“ ein.

Gastchor zum Jubiläum in der Pfarrkirche

„Liebe Gottesdienstbesucher, sie werden heute überrascht sein, dass die 20 Chormitglieder, nicht wie gewohnt auf der Empore, sondern in den Kirchenbänken sitzen. Das hat einen einfachen Grund: Wir hören heute einige Lieder von einem „Gastchor“ und einige Lieder werden wir live singen“, mit diesen Worten überraschte der 53jährige Chorleiter die Gottesdienstbesucher. Und wirklich – es war eine tolle Überraschung! Gespannt lauschen die Sopran-, Alt-, Tenor- und Basssänger die aus den Jahren 2009, 2015 und 2017 stammenden Lieder, welche Organist Walter Eberl auf der Kirchenorgel begleitete. „Ein wunderbares Ereignis sich selbst zu hören“, so viele der Chormitglieder. „Die Musik hat die Macht, Menschen zu berühren – sie ist sozusagen ein schöner Gruß aus einer anderen Welt“ – meinte Pfarrer Wolfgang Stowasser in seinen Predigtworten. Gespannt lauschten die Chorsänger die Ausführungen des beliebten Ortsgeistlichen, der seit über sieben Jahren in dem Hopfendorf seinen engagierten Seelsorgedienst ausübt. „Ihr seid eine tolle Chorgemeinschaft – und das sollte euch immer wieder die Gläubigen in der Pfarrei sagen. Das ist das schönste Lob und der höchste Dank, welches auch ich euch zu eurem Jubiläum aussprechen kann“, gab Stowasser seiner Freude Ausdruck. In den Fürbitten gedachten die Chorsänger den verstorbenen Mitgliedern Adalbert Brandstetter, Georg Eberl, Josef Schmidtner, dem Bischöflich Geistlichen Rat Augustin Loibl sowie allen verstorbenen Sängerinnen und Sängern der Nachkriegszeit. Für jeden von ihnen wurde am Altar eine Kerze angezündet und ein Weihrauchkorn auf die glühende Kohle gelegt.

70 Jahre – und kein bisschen leise

Mit viel Applaus würdigten die Gottesdienstbesucher den Jubiläumsgottesdienst in der Pfarrkirche. Im nahegelegenen Landgasthof „Zum Gaulwirt“ setzten sich die Feierlichkeiten fort. Chorleiter Walter Eberl begrüßte neben den zwei Dutzend Chormitgliedern die beiden Ortsgeistlichen Pfarrer Wolfgang Stowasser und Pfarrvikar John Joseph, Regionalkantor Joachim Schreiber aus Neustadt sowie die Mitglieder des örtlichen Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung. Nach Eberls Begrüßungsrede servierte das Gaulwirt-Team köstliche Schmankerl. Pfarrer Wolfgang Stowasser sagte in seiner Laudatio: „Der Tettenwanger Kirchenchor nimmt in unserem sicher nicht kleinen Pfarrverband Altmannstein eine bemerkenswerte Stellung ein, denn abgesehen von Altmannstein und Tettenwang hat keine Pfarrei mehr einen klassischen Kirchenchor. Deshalb bin ich sehr dankbar, dass wir hier mit einem vielseitigen Kirchenchor vorliebnehmen können“, gab der Geistliche seiner Freude Ausdruck. „Was ich an eurem Chor schätze, ist die Vielseitigkeit des Repertoires: da kann man nicht nur das Klassische hören – sondern auch neugeistliches Liedgut. Oder – was ich genauso schätze und noch ruhig öfter sein darf – eine kleine Schola singt einfach am Sonntag noch ungewohnte Lieder oder einen Psalm aus dem neuen Gotteslob“, dankte Stowasser der „singenden Gemeinde“ von Tettenwang. Im Namen der gesamten Pfarrgemeinde dankte Stowasser dem engagierten Chorleiter Walter Eberl für sein Wirken und zollte ihm hohe Anerkennung. Die Chormitglieder bat er, auch künftig viel Zeit und Herzblut in die Kirchenmusik zu investieren und dabei neue Freunde und Sänger begrüßen zu können.

683 Jahre vereint im Kirchenchor St. Bartholomäus

Im Auftrag von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer schritt Regionalkantor Joachim Schreiber aus Neustadt mit Chorleiter Walter Eberl zu Ehrung der Chormitglieder. Der 1964 in Tuttlingen geborene Schwabe studierte nach dem Abitur katholische Kirchenmusik. Nach langjähriger Tätigkeit als Organist, Lehrer an der Musikschule und Chorleiter in seiner Heimat wechselte er nach Niederbayern, wo er 16 Jahre lang hauptamtlicher Kirchenmusiker der Prämonstratenser Abtei Kloster Windberg tätig war. Von 2011 bis 2016 übte er auch für das Dekanat Bogen-Pondorf das Amt des Dekanatskirchenmusikers aus. Im September letzten Jahres wurde er von der Diözese Regensburg als Regionalkantor der Region Kelheim zur Ausbildung von nebenamtlichen Organistinnen- und Organisten eingesetzt. Folgende Sänger/innen zeichnete er mit Walter Eberl mit einem „Engel“ und einer eigens für das Jubelfest aufgelegten „Jubiläums-CD“ aus: Beate Schmailzl (4 Jahre), Franziska Eberl (10), Andrea Hegenberger, Stefan Kraus und Silvia Eberl (alle 12), Sarah Moser und Reinhard Eberl (13), Claudia Kraus (19), Gabi Sedlmeier (28), Bernhard Hegenberger (28), Anna Eberl (65), Zenta Bogenberger (69) und Erna Ostermann (69 Jahre). Mit einer Dankesurkunde sowie Anstecknadel oder Brosche zeichnete Regionalkantor Schreiber sieben Chormitglieder aus: Wolfgang Eberl (25 Jahre), Regina Eckinger, Gertraud Schmailzl und Alois Eisenmann (je 30 Jahre), Claudia Moser und Walter Eberl (je 40 Jahre) sowie Georg Koch (45 Jahre). Anhaltenden Applaus gab es beim Gründungsmitglied und damit seit 70 Jahre zum Tettenwanger Kirchenchor zählenden Basssänger Johann Ostermann. Zudem zeichnete Chorleiter Walter Eberl dem Sänger der ersten Stunde mit einem wunderschönen Foto von Pressewart Bernhard Hegenberger aus, welche ihn zusammen mit Franziska Eberl und Sarah Moser beim Pfarrfamilienabend 2012 zeigt. Die Freude war dem 83jährigen sichtlich anzumerken, der den Tränen gerührt war.

Sieben erfolgreiche Jahrzehnte in Bildern

Nach den vielen Dankes- und Lobesworten entführte Pressewart und Tenorsänger Bernhard Hegenberger die Festgäste in seiner Bilderpräsentation in die Vergangenheit des engagierten Kirchenchors. „Sieben Jahrzehnte aktives Wirken der Chorgemeinschaft sind es Wert, in Wort und Bild zu berichten“, meinte der Sprecher des Pfarrgemeinderates. Hegenberger berichtete über die Anfänge der Chorgemeinschaft im Jahr 1946, von den Ausflügen und sängerischen Einsätzen des Chores sowie von jedem einzelnen Chormitglied. Zünftig und gesellig wurde mit Liedern und einem Gedicht von Sopransängerin Erna Ostermann bis Mitternacht gefeiert.

Kirchenchor St. Bartholomäus Tettenwang

Vor 70 Jahren war die Geburtstunde des Kirchenchors Tettenwang - hier sechs Sopran- und Alt-Sängerinnen mit dem Chorleiterehepaar Haber in der Pfarrkirche St. Bartholomäus

„Wie schön ist es, wenn ihr mit schönen Liedern den Gottesdienst umrahmt, denn da ist es gleich nochmal so schön“ – dieses Lob haben die Frauen und Männer des Kirchenchors Tettenwang in den vergangenen Jahrzehnten oftmals gehört. Sei es bei der sonntäglichen Eucharistiefeier, bei Hochzeiten und kirchlichen Hochfesten aber auch bei Beerdigungsfeiern – der Kirchenchor Tettenwang hat mit seinen sängerischen Qualitäten in den zurückliegenden Jahren seines Bestehens die Gottesdienstbesucher sehr bereichert. Am Freitagabend, 26. Mai 2017, feiert der gegenwärtig zwanzig Mitglieder umfassende Kirchenchor St. Bartholomäus im Rahmen eines Gottesdienstes und Festabend seinen 70. Geburtstag im Landgasthof Forster.

Auf zwanzig Chorsänger/sängerinnen kann Chorleiter Walter Eberl im Jahr 2017 zurückgreifen.

Bereits mit 13 Jahren im Schulhaus gesungen

In der heutigen schnelllebigen Zeit, bei der viele nur hören „Ich habe keine Zeit“ – ist es mehr als wunderbar, wenn sich das ganze Jahr über treue Sängerinnen und Sänger im Kirchenchor engagieren. Längst ist das heute nicht mehr selbstverständlich, denn das weltliche Angebot ist groß und die Treue zur Gemeinschaft erfordert viel Disziplin.  Und dass in Zeiten des zurückgehenden Ehrenamtes sich dennoch Frauen und Männer finden, die regelmäßig die Gottesdienste mit ihrem Gesang erfreuen, ist mehr als lobenswert. Doch wie hat eigentlich alles beim Tettenwanger Kirchenchor begonnen?

20 begeisterte Sänger/innen des Kirchenchors St. Bartholomäus Tettenwang im Mai 2017 - Preis dem Herrn!

70-jährige Chronik

Was heute nach sieben Jahrzehnten einfach aussieht, begann 1945/46 ganz klein nach den Wirren des zweiten Weltkriegs. Oberlehrer Uschold, der zu Fuß von Hexenagger nach Tettenwang marschierte, suchte sich in der Singstunde im Unterricht interessierte junge Burschen und Mädels und formte sich zu einer kleinen Singgemeinschaft. Einer von denen war der damals 13jährige Johann Ostermann, der seit 1947 der Singgemeinschaft angehört und damit zur „Männer der ersten Stunde“ zählt. „Unser Schullehrer hat bei der Singstunde die talentiertesten Sänger und Sängerinnen herausgesucht und sich entsprechend gefördert“, erinnert sich der heute 83jährige. Und aus diesen Anfängen heraus entwickelte sich der heutige Tettenwanger Kirchenchor. All dies geschah ohne große Aufmachung und äußerlichen Rummel. „Wir haben in der Schule und in der Kirche Lieder gesungen und dies hat sich bis heute fortgesetzt“, erzählt der passionierte Jäger. Heute noch verdanken die Gläubigen in der Pfarrei diesen engagierten Musikern, dass im Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang die Kirchenmusik einen festen Bestandteil im Pfarrleben hat. „Wenn auch keine Zeitzeugen mehr leben, so beweisen die vorliegenden Orgelbücher um das Jahr 1900, dass schon um die Jahrhundertwende in der Dorfkirche die Kirchenmusik gepflegt wurde“, erzählt Organist und Chorleiter Walter Eberl. In den allermeisten Fällen waren die Dorfschullehrer die Organisten und Chorleiter. Aber schon die beiden Schwestern Katharina und Theres Fischer vom Weiler Bruckhof sangen während des Krieges im Gotteshaus die Engelämter. Nach dem Oberlehrer Uschold folgte der Lehrer Hell und danach der Pädagoge Reimer (ein Flüchtling aus dem Sudetenland, der im Pfarrhof wohnte), welche die Lieder einstudierten und als Organisten wirkten. 1948 übernahm Lehrer Paul Haber das Amt des Organisten in der Pfarrei und die Leitung der Singgemeinschaft. „Zu dieser Zeit gehörten dem Kirchenchor etwa 12 Frauen und Männer“ erinnern sich Erna Ostermann und Zenta Bogenberger, die im Jahr 1948 der Chorgemeinschaft beitraten und zu den ältesten Mitgliedern zählen. Bis 1953 leitete Paul Haber die Geschicke des Chores, ehe der Dorflehrer Wieland den sangesfreudigen Chor weitere vier Jahre bis 1957 übernahm. Ihm folgte als Leiter und Organist bis 1960 Richard Mayer. Wie in vielen Orten kam auch für den Kirchenchor eine schwere Zeit der Prüfung, denn es fand sich kein Organist, geschweige denn ein Chorleiter. Auf Drängen von Geistlichen Rat Augustin Loibl und Kirchenpfleger Johann Sedlmeier entschloss sich der Maurer Georg Eberl aus Tettenwang, dass Orgelspiel 1961 im Kloster St. Anna in Riedenburg zu erlernen. Eberl hatte keine Ausbildung und seine Arbeit als Maurer während der Woche sorgte nicht gerade für entspannte Finger. Schon nach wenigen Wochen übernahm der „Kapo“ (wie er von allen im Dorf genannt wurde) das Amt des Organisten. Kurze Zeit darauf wurde ihm auch das Amt des Chorleiters übertragen. Gut 15 Jahre spielte er in der Pfarrkirche St. Bartholomäus die Orgel, knapp zwei Jahrzehnte lang leitete er den wieder aufstrebenden Kirchenchor. Ein besonderes Jahr für den Kirchenchor war 1967. Bei grimmiger Kälte holten die Tettenwanger mit einem Traktor die neue Kirchenorgel von Großmehring. Am Ostermontag, 27.März 1967, wurde die vom Orgelbauer Plößl aus Großmehring hergestellte Orgel vom Abt des Klosters Weltenburg, Emmeram Gilg, kirchlich geweiht. Es war ein keiner Festtag in Tettenwang. Die „Königin der Instrumente“ mit ihren 400 Pfeifen kostete seiner Zeit 17.000 Mark – sie funktioniert heute noch bestens. Seit mittlerweile 70 Jahren, also seit der Geburtsstunde des Tettenwanger Kirchenchors, singen in dem Altmannsteiner Ortsteil Frauen und Männer zur Ehre Gottes. Das Amt des Organisten legte Georg Eberl im Jahr 1976 in die Hände seines äußerst musikalischen Sohnes Walter. Vier Jahre später 1980 übernahm der Kirchenmusiker auch die Leitung des Chores und trat damit in die Fußstapfen seines Vaters. Der langjährige Organist und Chorleiter Georg Eberl verstarb im Jahr 2006 im Alter von 75 Jahren.  „Gegenwärtig kann ich auf sechs Sopranisten, fünf Alt-Sängerinnen, drei Tenöre und fünf Bassstimmen zurückgreifen“, freut sich der 52jährige. Neben dem ehemaligen Chorleiter Georg Eberl verstarben die beiden Basssänger Adalbert Brandstetter und Josef Schmidtner.

Die sechs SOPRAN-Stimmen: Sarah Moser - Erna Ostermann - Andrea Hegenberger - Zenta Bogenberger - Franziska Eberl und Claudia Kraus
Die fünf ALT-Stimmen: Claudia Moser - Beate Schmailzl - Gertraud Schmailzl - Gabi Sedlmeier - Silvia Eberl

70 Jahre – und kein bisschen leise…

„Drei Kriterien zeichnen ein Kirchenchormitglied aus: Talent zum Singen, Disziplin sowie ein Herz für die Musik“, meint Chorleiter Walter – und: „der Priester erreicht mit seinen Worten den Verstand der Besucher – wir können im Gesang das Herz erreichen“, so der Organist. Und eines ist Eberl sehr wichtig: „Wir singen zur Ehre Gottes“. Trotz großer Fluktuation in den zurück liegenden sechs Jahrzehnten zählt der Kirchenchor Tettenwang wie fast seit jeher knapp zwei Dutzend Frauen und Männer, die an den kirchlichen Festtagen Ostern, Pfingsten und Weihnachten in die Pfarrkirche die Gottesdienste musikalisch bereichern. Die Gemeinschaft unter einander ist es, die die Chormitglieder zusammen hält. Auch große Ereignisse prägte die Chorgemeinschaft, dazu zählen zum Beispiel die Passionsspiele 1988 in Altmühlmünster, beim Dekanatstag in Tettenwang 1989 sowie beim Chorausflug 1993 nach Verona.

Die drei TENÖRE: Bernhard Hegenberger - Walter Eberl - Robert Kraus
Die sechs BASS-Stimmen: Alois Eisenmann - Reinhard Eberl - Johann Ostermann - Wolfgang Eberl - Georg Koch - Stefan Kraus

„Wir singen zur Ehre Gottes“

Im Rahmen eines Festgottesdienstes für alle verstorbenen und lebenden Mitglieder des aktiven Kirchenchors sind alle Pfarrangehörigen am Freitag, 26. Mai, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Bartholomäus eingeladen. Anschließend lädt Chorleiter und Organist Walter Eberl alle Sängerinnen und Sänger sowie die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und der Kirchenverwaltung zu einer Feierstunde ins nahegelegene Gasthaus „Zum Gaulwirt“ ein. Dabei blickt Pressewart und Tenorsänger Bernhard Hegenberger in einer Bilderpräsentation auf die jahrzehntelangen Aktivitäten der Chorgemeinschaft zurück. Im Mittelpunkt des Abends überbringt Regionalkantor Joachim Schreiber aus Neustadt die Dankeswünsche von Diözesanbischof Dr. Rudolf Voderholzer und nimmt die Ehrung langjähriger Chormitglieder vor. Bei gutem Essen und vielen Liedern wird es sicher ein unvergesslicher Abend für alle Teilnehmer.

 

 

 

60 Jahrfeier 2006 beim "Gaulwirt"

 

 

 

 


„Wo man singt, da lass dich nieder, böse Menschen haben keine Lieder“ – dass dieses schöne Sprichwort nicht nur eine Floskel ist, stellten Zenta Bogenberger, Anna Eberl und Erna Ostermann in den letzten sechs Jahrzehnten unzählige Male unter Beweis. „Ich kenne kaum eine Probe oder einen der vielen Auftritte, bei der ihr drei nicht mit Leib und Seele dabei ward“, freute sich Chorleiter Walter Eberl bei der Ehrung. Die drei „Senior-Sängerinnen“ und Stützen des zwei Dutzend Mitglieder umfassenden Kirchenchores Tettenwang bewiesen in den zurückliegenden sechs Jahrzehnten, dass Singen zur christlichen Pflichterfüllung gehöre. 60 Jahre Treue zum Kirchenchor – das ist eine sehr lange Zeit. Die drei „Urgesteine“ Zenta Bogenberger, Anna Eberl und Erna Ostermann haben in unzähligen Chorproben und Einsätzen in der Pfarrei Geschichte geschrieben.


Kein Wunder, dass diese Treue und vor allem Zuverlässigkeit als Sopran- und Alt-Sängerinnen nun von der Pfarrgemeinde besonders gewürdigt wurde. Regionalkantor Franz Kerschensteiner vom Diözesanreferat für Kirchenmusik Regensburg bedankte sich im Namen von Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller bei dem „Gesangstrio“ für ihren Einsatz zu Ehre Gottes. „Trotz der schlechten Nachkriegszeit habt ihr 1948 mit eurem Gesang die Gottesdienste, Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und weltliche Feiern musikalisch umrahmt“, freute sich Kerschensteiner. Unter langanhaltendem Applaus 150 Gläubiger beim Pfarrfamilienabend zeichnete der Regionalkantor die Jubilarinnen mit einer Dankurkunde und Ehrennadeln aus.


„O Täler weit, o Höhen“ – mit diesem Lied eröffnete der 22köpfige Kirchenchor Tettenwang am 30.März 2007 den diesjährigen Pfarrfamilienabend. Nach diesem hörenswerten Volkslied wurde es bei der Ehrung von Johann Ostermann für 60jähriges aktives Singen im Kirchenchor ruhig im Saal. Seit sechs Jahrzehnten zeichnen dem knapp 73jährigen Bass-Sänger drei wichtige Eigenschaften aus: Talent zum Singen, Disziplin und Unterordnung sowie ein Herz für die Musik. Nicht nur Kirchenchorleiter Walter freute sich über dieses seltene Jubiläum, auch Pfarrer Josef Drexler und Pfarrvikar Charles Wola Bangala gaben ihrer Freude Ausdruck. „Dabei sein in der Chorgemeinschaft ist mehr als Mitgliedschaft, es ist aktiver Dienst Woche für Woche, das ganze Jahr über“, lobte Walter Eberl die Verdienste von Johann Ostermann. Die Gemeinschaft unter einander ist es, die die Chormitglieder zusammen hält. Für 20jähriges Wirken wurde Alois Eisenmann ausgezeichnet. Der „spät berufene Chorsänger“ leistet mit seiner Bassstimme einen wertvollen Beitrag im Tettenwanger Kirchenchor. Nach 1986, 1997 und 2006 kam Regionalkantor Kerschensteiner bereits zum vierten Mal in die Pfarrei und freue sich sehr, bei dieser Feierstunde die Dankeswünsche von Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller zu überbringen.


 

 


Infos zum Kirchenchor St.Bartholomäus bei Walter Eberl

Am Steinbuckel 14,  93336 Tettenwang, Telefon (09446) 91 06 90

 

 


Chorausflug in den Bayer. Wald

 

„Wahre Freundschaft soll nicht wanken“ – Dass die Freundschaft der Pfarrei St.Bartholomäus Tettenwang zu ihrem ehemaligen Pfarrer Josef Drexler noch besteht, stellten am vergangenen Sonntag, Fest Maria Namen, 45 Kinder, Jugendliche und Erwachsene unter Beweis. Von 2005 bis 2009 betreute Josef Drexler die Pfarreien Altmannstein, Hagenhill und Tettenwang, seit einem Jahr führt er die Pfarrei Moosbach bei Viechtach im Bayerischen Wald. Bei herrlichem Spätsommerwetter bewahrheitete sich der schöne Spruch „Wenn Engel reisen, …“ einmal mehr. Nach der Ankunft im etwa 80 Kilometer entfernten Moosbach lud Chorleiter Walter Eberl, der die Fahrt organisierte und leitete, zu einer Chorprobe in der Pfarrkirche St.Johannes ein. Groß war die Freude bei Josef Drexler über seine „ehemaligen Schäfchen“, die ihm immer noch ans Herz gewachsen sind. Bei der Verabschiedung im April 2009 gab Chorleiter Walter Eberl dem Geistlichen mit auf dem Weg: „Wir besuchen Dich eines Tages in deiner neuen Pfarrei“ – und am Sonntag wurde das Versprechen eingelöst. Mit rund 1000 Seelen ist die Pfarrei Moosbach etwa doppelt so große wie Tettenwang. Den Gottesdienst von Pfarrer Josef Drexler gestalteten die Chormitglieder aus Tettenwang mit neugeistlichen Liedern. Nach dem gemeinsamen Mittagessen zeigte Drexler den Ausflüglern den „Bayerwald Dom“ in Viechtach. Die wunderschöne, große Kirche wurde in den letzten Jahren innensaniert und erstrahlt jetzt im strahlenden Glanz. Eberl ergänzte in seinen Ausführungen, dass es eine Verbindung Tettenwangs zu Viechtach gebe: der Bischöflich Geistliche Rat Augustin Loibl, der von 1939 bis 1976 die Pfarrei seelsorgerisch betreute, stammte aus Viechtach. Bei herrlichem Spätsommerwetter brachen die Tettenwanger Ausflügler nach dem Kaffeetrinken in Unterranzberg die Heimreise an – gefüllt mit schönen Erinnerungen an ihren ehemaligen Pfarrer Josef Drexler. Dieser kündigte spontan an, mit seiner Pfarrei eine Fahrt nach Tettenwang zu planen.

Bilder vom Chorausflug

Aktuelle Termine

29.10.17   "Nacht der Heiligen"

01.11.17    Allerheiligen 14.30 Uhr

18.11.17    KLJB-Aufnahmefeier

25.11.17    FFW-Versammlung

03.12.17   Seniorennachmittag

16.12.17   Roratemesse 6.30 Uhr

24.12.17   Heiliger Abend

31.12.17   Silvestergottesdienst

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Aktuelle Infos

Ab sofort können Termine und Veranstaltungen für 2017 gemeldet werden. Ich nehme diese im Pfarrkalender auf!

Müllabfuhrplan 2017.pdf
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Pfarrkalender 2017.pdf
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