270.Bruderschaft mit Aufnahme gefeiert

Sichtlich erfreut über das Neumitglied in der Antoniusbruderschaft Tettenwang, Sebastian Fischer (2.v.l.) sind Pfarrer Wolfgang Stowasser (li), der Beauftragter für die Bruderschaft Michael Bogenberger und die Sprecherin des Pfarrgemeinderates Franziska T

 „Wer hat nicht schon mal was verlegt oder verloren? Da ist guter Rat teuer!“ – so die Feststellung von einigen Tettenwangern. Als einer der beliebtesten Heiligen wirkte der Heilige Antonius von Padua unzählige Wunder, nicht zuletzt deshalb ist das Vertrauen auf seine Fürbitte sehr groß. Der Heilige wird deshalb gern als Wiederbringer verlorener Sachen angerufen. Seit 270 Jahren verehren die Gläubigen der Pfarrei Tettenwang den aus einer portugiesischen Adelsfamilie entstammenden Fernando Martim e Taveira Azevedo, der 1220 zum Priester geweiht wurde und nach zahlreichen Missionseinsätzen als begnadeter Prediger aufgrund schwerer Krankheit am 13.Juni 1231 im Alter von nur 36 Jahren verstarb. Der Ursprung der Verehrung des Franziskanerpaters in der Pfarrei Tettenwang liegt in der im Jahr 1750 vom damaligen Pfarrprovisor Georg Hummer gegründeten Antoniusbruderschaft. „Die Not war zur damaligen Zeit riesengroß und der Geistliche bat in der Bruderschaft um Hilfe für die Ärmsten. Seit Jahren bemühen sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und Pfarrer Wolfgang Stowasser, den Menschen im Dorf die Antoniusbruderschaft nahezubringen. Nachdem in den letzten Jahrzehnten mehr Mitglieder verstorben als aufgenommen wurden, verringerte sich der Mitgliederstand auf aktuell knapp 60 Frauen und Männer. „Um das Vertrauen auf die Fürbitte des heiligen Antonius von Padua zu erhöhen und den Eifer in seiner Nachahmung zu vermehren, wurde einst die Bruderschaft errichtet" heißt es in einem alten Heftchen der Bruderschaft. Die Mitglieder sollen am Fest die Sakramente empfangen und ihr Gelöbnis erneuern, das Jahr über täglich ein "Vater Unser", ein "Ave-Maria" und ein "Ehre sei dem Vater" beten mit dem Zusatz "Heiliger Antonius, bitt für uns". Außerdem sollen sie mit einer Spende "Arme und Bedürftige" unterstützen. Das schöne, sonnige Wetter ermöglichte es, dass der festliche Gottesdienst um 8.30 Uhr im Freien an der Kirche gefeiert werden konnte. Zelebrant war in diesem Jahr Ruhestandsgeistlicher Siegfried Felber. Am Abend gestaltete Pfarrer Wolfgang Stowasser die Bruderschaftsandacht, ebenfalls im Freien. Als neues Mitglied in die Bruderschaft aufgenommen wurde Sebastian Fischer vom Weiler Bruckhof.

 

 

Der Heilige Antonius hat in unserer Pfarrgemeinde St. Bartholomäujs einen großen Stellenwert.

Antonius von Padua

 

Antonius war Mönch und Kirchenlehrer: * um 1195 in Lissabon in Portugal † 13. Juni 1231 in Padua in Italien. Sein Gedenktag wird am 13.Juni gefeiert - Name bedeutet: der vorne Stehende. Fernando wurde in Lissabon als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr im Kloster St. Vinzenz nahe Lissabon, studierte in Lissabon und später in Coimbra und wurde dann zum Priester geweiht. 1220 trat er ins Kloster der Minderbrüder des Ordens, San Antonius Olivares in Coimbra, ein und nahm den Namen Antonius an. 1220 ging Antonius selbst nach Marokko, wurde aber durch Krankheit zur Heimkehr gezwungen, wobei ein Sturm ihn nach Sizilien verschlug. So nahm er 1221 in Assisi am Generalkapitel seines Ordens teil, dabei wurde seine Begabung als Redner entdeckt. 1227 bis 1230 war Antonius als Bußprediger in Oberitalien tätig, zugleich wurde er Ordensprovinzial in der Emilia Romagna mit Sitz in Padua. Franziskus ernannte ihn zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna, Antonius führte nun die Theologie von Augustinus in den Franziskanerorden ein. Antonius starb 1231 in Padua. Er wurde zunächst in S. Maria Maggiore in Padua beigesetzt. 1263 wurden seine Gebeine in Anwesenheit von Johannes Bonaventura erhoben und in die neue, ihm geweihte Basilika in Padua übertragen. Nach Deutschland kamen Reliquien 1330 nach München in die Franziskanerkirche und 1350 nach Erfurt in die Kirche St. Peter. Antonius ist wohl der im katholischen Kirchenvolk bekannteste und beliebteste Heilige. In Padua wurde Antonius zu Ehren die Basilika S. Antonio als Grabkirche errichtet, seine Gebeine wurden 1236 hierher überführt. An seinem Grab ereigneten sich in der Folge so viele Wunder, dass Bonaventura meinte: Suchst du Wundertaten, gehe zu Antonius! Die Basilika in Padua ist eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten.

 

 

 

 

Sie sind der .... Besucher!

Aktuelle Termine

06.10.20   FFW-Übung

03.11.20   FFW-Übung

14.11.20   FFW-Versammlung

01.12.20   FFW-Übung

Aktuelle Infos

Veranstaltungskalender 2020.pdf
PDF-Dokument [109.1 KB]
FFW-Übungsplan 2020.pdf
PDF-Dokument [100.2 KB]
Müllabfuhr 2020.pdf
PDF-Dokument [140.2 KB]
Pfarrbrief 19 - 04.10.-18.10.20.pdf
PDF-Dokument [967.7 KB]
Pfarrbrief 18- 20.09.-04.10.20.pdf
PDF-Dokument [929.3 KB]

Alle alten Pfarrbriefe findest Du im Pfarrbriefarchiv "Pfarrei St.Bartholomäus"