Wegkreuze und Marterl

Ein schönes Wegkreuz an der Gabelung Junghofstraße-Gebertweg

 

 

 

In der Pfarrei Tettenwang stehen zum Teil seit vielen Jahrzehnten Flurkreuze, Wegkreuze und Marterl. Die Standorte sind an einer Wegkreuzung, an einem Weg oder einer Straße, am Feldrand oder nahe am Wald. Manche von Ihnen sind aus Holz, manche aus Stein und wieder andere aus Eisen. Häufig sind Flurkreuze als Kruzifixe gestaltet. Von einem Votivkreuz spricht man, wenn das Kreuz aufgrund eines Gelübdes, aus Dank nach der Errettung aus einer Notlage wie Krieg, Krankheit, Seuche oder Lebensgefahr, gestiftet und errichtet wurde. Wetterkreuze wurden als Schutz vor Naturkatastrophen oder nach schweren Unwettern aufgestellt.

 

 

Jedes Feldkreuz oder Marterl wurde individuell nach den Wünschen und Vorstellungen des Stifters angefertigt. Die verschiedene Größen Holzarten, Formen (ob Kupferdach, Messingdach oder Holzschindel) kommen je nach Geschmack des Kreuzspenders zum Einsatz. Oftmals sind diese aus witterungsbeständiger Eiche, oder einfach gleich aus haltbarem Stein oder Metall. Manche verwenden auch heimisches Lärchenholz, da es dem Feldkreuz eine besondere Note gibt. Vielfach steht im Mittelpunkt des Kreuzes ein Christus-Corpus. Marterln mit oder ohne Kreuz – die Vielfalt ist so groß wie die der Stifter.


 

Im Folgenden haben wir eine große Zahl an Flurkreuzen, Wegkreuzen oder Martel aus unseren heimischen Fluren zusammengestellt. Wir übernehmen allerdings keine Gewähr auf Vollständigkeit. Vielleicht gibt es noch weitere Feld- und Wegkreuze, die wir noch gar nicht kennen. Wir freuen uns über Zuschriften per E-Mail, insbesondere wer noch Bilder oder Texte von Wegkreuzen rund um Tettenwang hat.


 

Willst Du Gottes Allmacht sehn

musst Du auf die Berge gehen.

Willst Du Gottes Liebe sehn,

bleibe bei dem Kreuze stehn!

 

 


Standorte der 17 Wegkreuze

  • Bruckhof-Marterl (Familie Fischer Sebastian)
  • Eichet-Kreuz (Familie Josef Koch)
  • Gänseliesel-Martel "Hölle" - Familie Michael Forster
  • Lindenbaum-Kreuz "Ortseingang Hauptstraße" - Familie Gerhard Eser
  • Lindenbaum-Kreuz "Ortseingang Lindenstraße" - Familie Eberl Bernhard
  • Lindenbaum-Kreuz "Ortseingang Schulstraße" - Familie Ernst Siegloff
  • Lindenbaum-Kreuz "Ortsausgang Hauptstraße"
  • Missionskreuz im alten Friedhof - Pfarrei St.Bartholomäus Tettenwang
  • Missionskreuz im neuen Friedhof - Marktgemeinde Altmannstein
  • Marinus-Vimius-Zimius.Kreuz an der Hagenhiller Straße
  • Segelsbergkreuz am Hattenbuckel
  • Waldkreuz "Hirschgret" - Familie Michael Forster
  • Waldkreuz "Lehmgrube" - neu erbaut 2013 von Johann Ostermann
  • Wegkreuz am Fußballplatz - Familie Georg Schmailzl (Metzger)
  • Weidenholzkreuz a.d. Wasserreserve Kiefer- Familie Sedlmeier Johann
  • Wetterkreuz v.d. Gartenstraße Ortsauswärts
  • Ziegelstadel-Kreuz - Familie Johann Eberl

 

 

-ohne Gewähr auf Vollständigkeit-

Bruckhof-Marterl

Das "Bruckhof-Marterl" - aufgenommen im Frühling 2012
Das "Bruckhof-Marterl" - aufgenommen im Sommer 2013

 

 

Eichet-Kreuz

Anlässlich des Wegebaus zu den Eichet-Wäldern ließ Josef Koch senior im Jahr 1990 dieses Flurkreuz errichten. Gefertigt ist es aus langhaltenden und schwerem Eichenholz, gefertigt von Tettenwanger Zimmerer Michael Eberl. 2012 ließ die Familie Koch das Kreuz renovieren. Schon mehrmals beteten die Pfarrangehörigen vor dem Eichet-Kreuz eine feierliche Maiandacht, einmal umrahmt von den Jagdhornbläsern Schambachtal.

 

 

Gänseliesl-Marterl 2012

Beim Gänsehüten vom Blitz erschlagen

 

Für den meisten Tettenwanger ist das Marterl der „Gänseliesel“ ein gern anvisiertes Ziel für Spaziergänge, Flurprozessionen oder Wanderungen. Anlässlich des 100. Todestages der Barbara Angerer am 20.Juni 2012 – so hieß die im Volksmund benannte Gänseliesel – feierte die Pfarrgemeinde Tettenwang einen Gottesdienst am neuen Marterl. Passend zu diesem Jubiläum ließ Land- und Gastwirt Michael Forster von seinem Onkel, dem Zimmerer Michael Eberl, ein neues Holzkreuz anfertigen. Lüftlmaler Wolfgang Koch malte die Votivtafel für den aus Eichenholz angefertigten Korpus.

 

Über viele Jahrzehnte hinweg ist die Geschichte der „Gänseliesel“ im Dorf weitergegeben worden. Heute noch ist der tragische Tod der damals 13 ½ jährigen Barbara Angerer in aller Munde. Was war am 20.Juni 1912 – also genau vor 100 Jahren – wirklich passiert? Der damaligen Hochwürdigste Herr Pfarrer Georg Haas, der von 1898 bis 1949 – exakt 41 Jahre – als Pfarrer in Tettenwang wirkte und gut ein Dutzend Lindenbäume pflanzte, blickte in seiner sehr ansprechenden Grabrede auf das junge Mädchen zurück. Er schrieb: „Ein Blitzstrahl hat vergangenen Donnerstagvormittag halb 9 Uhr unsere kleine, emsige und brave und darum überall beliebte Angerer Barbara draußen auf freiem Felde beim Fußwasser, wo sie ihre kleine Gänseherde hütete, getroffen, sodass sie augenblicklich tot war. – Armes Kind! So musstest Du so frühzeitig, eben erst aus der Werktagsschule, erst 13 Jahre 1 ½ Monate alt, so schnell und auf so unglückliche Weise dein armes Leben verlieren. So muss man Dich als Leiche von Deiner Herde wegfahren, die Du kurz vorher so froh und munter hinaus getrieben.“ Es war ein harter Schlag für die Mutter und besonders für die Großeltern, die dem Kinde Pflegeeltern waren und es sich zur Stütze für ihre alten Tage herangezogen hätten. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.


Angerer Barbara - 20.06.2012.pdf
PDF-Dokument [46.2 KB]
Einweihung von der Gänseliesel im Juli 2012
1912 wurde zu Ehren der Barbara Angerer ein Marterl errichtet, 2012 fertigte Michael Eberl im Auftrag von Michael Forster ein neues Marterl

 

 

Lindenbaum-Kreuz OST

"Ora et labora" - "bete und arbeite" - so heißt es auf dem schmiedeeisernen Wegkreuz am östlichen Ortseingang von Hexenagger nach Tettenwang kommend. Das Kreuz steht auf einem Steinsockel, direkt neben der um die Jahrhundertwende von Pfarrer Haas gepflanzten Linde.

Lindenbaumkreuze Ortseingang OST - Hauptstraße (Familie Eser)

 

 

Lindenbaum-Kreuz SÜD

Lindenbaumkreuze Ortseingang SÜD - Hauptstraße (Familie Kraus) - Die beiden Lindenbäume wurden im Sommer 2015 wegen der Straße zum Baugebiet entfernt!
Neben zwei Lindenbäumen steht das "Wegkreuz" an der Hauptstraße bei der Ortseinfahrt von Laimerstadt kommend. Errichtet wurde das schwere Gußeiserne Kreuz im Jahr 1883 von Theresia Schmailzl.

 

 

Lindenbaum-Kreuz WEST

Lindenbaumkreuze Ortseingang WEST - Schulstraße (Familie Siegloff)

 

 

Lindenbaum-Kreuz NORD

Lindenbaumkreuze Ortseingang NORD - Lindenstraße (Familie Eberl)

 

 

Missionskreuze im Friedhof

Missionskreuze im neuen Friedhof - 1976 erbaut

 

 

Missionskreuz Pfarrkirche

Missionskreuze an der nördlichen Seite der Pfarrkirche

 

 

Marinius-Vimius-Zimius

Wegkreuz auf der Straße nach Hagenhill - zu Ehren der Heiligen Marinius, Vimius und Zimius
Zu Ehren der Heiligen Marinius, Vimius und Zinius wurde diese Feldkreuz um die Jahrhundertwende erreichtet - genaues weiß man nicht!

 

 

Ostermann-Kreuz

Am Festtag des Heiligen Kilian feierten die Gläubigen des Pfarrei St. Bartholomäus Tettenwang bei guter Witterung einen Freiluftgottesdienst im Tettenwanger Forst. Grund war die feierliche Einweihung des Holzkreuzes der Familie Johann und Erna Ostermann. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder doch mit dem Auto - es gab viele Möglichkeiten zum Holzkreuz bei der "Lehmgrube" zu kommen. "Das Kreuz ist das Zeichen des Sieges - nicht des Todes", so Pfarrer Wolfgang Stowasser.  "Wenn wir ein Kreuz sehen, sollen wir nicht an den Tod, sondern an das Leben denken", so der Geistliche. Zusammen mit den rund 60 Dorfbewohnern weihte der 54jährige das prächtige Holzkreuz mit dem Kruzifix ein. Der passionierte Jäger Johann Ostermann hat das Eichenholzkreuz selbst angefertigt, und zwar zum Gedenken an die verstorbene Maria Wolfsfellner (*1924 +2000) und damit sein Gelübde eingelöst. Auf einem Felsbrocken thront das schwere Holzkreuz, welches mit einem Kupferdach vor Witterung geschützt wird. Nach der Weihe lud die Familie Ostermann zu einem kleinen Umtrunk ein.

 

Zum Gedenken an Maria Wolfsfellner (Dürler Maria), die von 1924 bis ins Jahr 2000 in Tettenwang in der Schulstraße gelebt hat, ließ Johann Ostermann im Mai 2013 dieses wunderschöne Wegkreuz errichten. Standort ist im Tettenwanger Forst. Das schwere und schöne Holzkreuz ist mit einem Kupferblech vor Regen und Witterung geschützt. Eine kleine Holzbank lädt Wanderer und Spaziergänger zum Verweilen ein – und zum Rosenkranz-Gebet für alle Verstorbenen! „Gelobst sei Jesus Christus – in Ewigkeit – Amen!“

 

 

Segelsberg-Kreuz

Das "Segelsberg-Kreuz" am Hattenbuckel wurde aufgrund des Waldwegebaus in den 1980/90er Jahren errichtet. Das schlichte Holzkreuz, erbaut von Zimmerer Michael Eberl, wurde als Dank errichtet.


Segelsberg-Kreuz am Waldrand beim Hattenbuckel

 

 

Wegkreuz am "Hirschgret"

Aufgrund eines Gelübdes anlässliches eines Unglücks ließ die Gastwirtsfamilie Michael Forster dieses Wegkreuz an der Gemeindergrenze zwischen Tettenwang und Hagenhill am "Hirschgret" errichten. Inmitten des schlichten Holzkreuzes, erbaut von Zimmerer Michael Eberl, trohnt der HERR JESUS CHRISTUS sichtbar.


 

 

Wegkreuz am Fußballplatz

Wegkreuz an der Ecke Junghofstraße-Gebertweg neben dem Fußballplatz (Familie Georg Schmailzl-Metzger)
Gottes Schöpfung wird hier sichtbar: der HERR am Kreuz mit zwei gelbblühenden Sonnenblumen

 

 

Weidenholz-Kreuz

„Segne und erhalte unseren Wald“ – die ist auf dem Wegkreuz am „Weidenholz“ zu lesen. Errichtet wurde das schmiedeeiserne Kreuz im Rahmen des Wegebaus 1991 vom damaligen Ortsprecher Johann Sedlmeier. Immer wieder ist das am „Kiefer“ gelegene Flurkreuz Anlaufstation von Maiandachten. 2012 umrahmte der Kirchenchor unter Leitung von Walter Eberl die von Pfarrer Wolfgang Stowasser wunderschön zelebrierte Maiandacht. 112 Pfarrangehörige – Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer – sangen in einer Lichterprozession die Marienlieder von „Lourdes“ und „Fatima“.


Weidenholz-Kreuz neben der Wasserreserve (Familie Johann Sedlmeier)

 

 

Wetter-Kreuz

1878 wurde dieses auf einem Steinsockel trohnende schmiedeeiserne Wegkreuz errichtet. Standort ist am "Kiefer" im Nordwesten Tettenwangs. Wer dieses Kreuz errichten ließ, ist nicht bekannt. Das Kreuz ist im Turnus mit anderen Wegkreuzen Ziel bei Flurumgängen oder Maiandachaten. So mancher Wanderer und Fußgänger, der sich auf dem Weg über das "Wolfstal" oder "Althexenagger" (Sauhof) macht, kommt hier vorbei und genießt - so wie diese Dorfkinder - ein paar Minuten der Stille und der Ruhe. Gott segne Dich!

Wetterkreuz (Gartenstraße Orts auswärts) Familie Treffer/Schmailzl

 

 

Ziegelstadel-Kreuz

Luftaufnahme vom Weiler Ziegelstadel
Ziegelstadel-Kreuz: 1993 erbaut - 2013 neu renoviert und eingeweiht

 

  „Das Kreuz steht, während die Welt sich dreht“

 

Bei herrlichem Sommerwetter fanden sich trotz der „Staunzenplage“ 77 Pfarrangehörige am Weiler Ziegelstadel zum Freiluftgottesdienst am Mittwochabend in der Pfarrei Tettenwang ein. Grund war die Einweihung des 1993 aus massivem Eichenholz erbauten und 2013 renovierten Feldkreuzes der Familie Hans Eberl. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.


 

 

Einweihungsbilder 31.Juli 2013

 

 

 

 

 

 

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16.12.17   Roratemesse 6.30 Uhr

25.12.17   Weihnachtsgottesdienst

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14.01.18   Kuchenverkaufsaktion

17.01.18    PGR-Sitzung Schulhaus

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Aktuelle Infos

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