Antonius-Bruderschaftfest am 10.Juni 2018

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„Wer hat nicht schon mal was verlegt oder verloren? Da ist guter Rat teuer! Einige unserer Dorfbewohner nehmen sich in diesem Fall dem Heiligen Antonius zu Hilfe“ – so die Feststellung von Pfarrgemeinderat Bernhard Hegenberger aus Tettenwang. Als einer der beliebtesten Heiligen wirkte der Heilige Antonius von Padua unzählige Wunder, nicht zuletzt deshalb ist das Vertrauen auf seine Fürbitte sehr groß. Der Heilige wird deshalb gern als Wiederbringer verlorener Sachen angerufen.

Seit Jahrhunderten verehren die Gläubigen der Pfarrei Tettenwang den aus einer portugiesischen Adelsfamilie entstammenden Fernando Martim e Taveira Azevedo, der 1220 zum Priester geweiht wurde und nach zahlreichen Missionseinsätzen als begnadeter Prediger aufgrund schwerer Krankheit am 13.Juni 1231 im Alter von nur 36 Jahren verstarb. Der Ursprung der Verehrung des Franziskanerpaters in der Pfarrei Tettenwang liegt in der im Jahr 1750 vom damaligen Pfarrprovisor Georg Hummer gegründeten Antoniusbruderschaft. „Die Not war zur damaligen Zeit riesengroß und der Geistliche bat in der Bruderschaft um Hilfe für die Ärmsten. Seit Jahren bemühen sich die Mitglieder des Pfarrgemeinderates und Pfarrer Wolfgang Stowasser, den Menschen im Dorf die Antoniusbruderschaft nahezubringen. Nachdem in den letzten Jahrzehnten mehr Mitglieder verstorben als aufgenommen wurden, verringerte sich der Mitgliederstand auf aktuell 60 Frauen und Männer.

Neue Mitglieder sehr erwünscht!

Seit fast 270 Jahren bedeutet dies für Tettenwang ein ganz besonderes Fest: die Mitglieder der Antonius-Bruderschaft feiern immer um den 13.Juni ihren Patron. „In Tettenwang ist dieser Tag mittlerweile der eigentliche Kirta, wobei das im 11. Jahrhundert erbaute Gotteshaus dem Heiligen Apostel Bartholomäus geweiht ist. Aufgrund der beginnenden Hopfenernte wird das Kirchenpatrozinium schlicht und einfach gefeiert - vielmehr mehr dagegen das Antoniusbruderschaftsfest Mitte Juni. „Es wäre sehr schön, wenn sich viele Tettenwanger entschließen könnten, neue Mitglieder in der Bruderschaft zu werden“, rührt Pfarrer Wolfgang Stowasser die Werbetrommel. Wer am Sonntag, 10. Juni, in der Bruderschaftsandacht am Abend aufgenommen werden möchte, soll sich an den zuständigen Pfarrgemeinderat Michael Bogenberger oder auch an Pfarrer Wolfgang Stowasser wenden. Die Mitglieder der Antonius-Bruderschaft sollen am Hauptfest die Sakramente empfangen und ihr Gelöbnis erneuern. Das ganze Jahr über ist täglich ein Vater Unser, ein Ave-Maria und ein „Ehre sei dem Vater“ mit dem Beisatz „Heiliger Antonius, bitt für uns“ zu beten. Außerdem sollen sich die Mitglieder mit Eifer um die Sonntagsheiligung bemühen und am Hauptfest, aber auch darüber hinaus, die Armen durch Opfer und Spenden unterstützen.

 

Das Bruderschaftsfest wird am 10. Juni mit einem Festgottesdienst um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Bartholomäus gefeiert. Bei der abendlichen Bruderschaftsandacht um 19 Uhr werden neue Mitglieder aufgenommen. Das von den Mitgliedern ausschließlich für die Armen gespendete Opfer wird in diesem Jahr wieder Hilfsbedürftigen zugutekommen.

 

Der Heilige Antonius hat in unserer Pfarrgemeinde St. Bartholomäujs einen großen Stellenwert.

Antonius von Padua

 

Antonius war Mönch und Kirchenlehrer: * um 1195 in Lissabon in Portugal † 13. Juni 1231 in Padua in Italien. Sein Gedenktag wird am 13.Juni gefeiert - Name bedeutet: der vorne Stehende. Fernando wurde in Lissabon als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr im Kloster St. Vinzenz nahe Lissabon, studierte in Lissabon und später in Coimbra und wurde dann zum Priester geweiht. 1220 trat er ins Kloster der Minderbrüder des Ordens, San Antonius Olivares in Coimbra, ein und nahm den Namen Antonius an. 1220 ging Antonius selbst nach Marokko, wurde aber durch Krankheit zur Heimkehr gezwungen, wobei ein Sturm ihn nach Sizilien verschlug. So nahm er 1221 in Assisi am Generalkapitel seines Ordens teil, dabei wurde seine Begabung als Redner entdeckt. 1227 bis 1230 war Antonius als Bußprediger in Oberitalien tätig, zugleich wurde er Ordensprovinzial in der Emilia Romagna mit Sitz in Padua. Franziskus ernannte ihn zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna, Antonius führte nun die Theologie von Augustinus in den Franziskanerorden ein. Antonius starb 1231 in Padua. Er wurde zunächst in S. Maria Maggiore in Padua beigesetzt. 1263 wurden seine Gebeine in Anwesenheit von Johannes Bonaventura erhoben und in die neue, ihm geweihte Basilika in Padua übertragen. Nach Deutschland kamen Reliquien 1330 nach München in die Franziskanerkirche und 1350 nach Erfurt in die Kirche St. Peter. Antonius ist wohl der im katholischen Kirchenvolk bekannteste und beliebteste Heilige. In Padua wurde Antonius zu Ehren die Basilika S. Antonio als Grabkirche errichtet, seine Gebeine wurden 1236 hierher überführt. An seinem Grab ereigneten sich in der Folge so viele Wunder, dass Bonaventura meinte: Suchst du Wundertaten, gehe zu Antonius! Die Basilika in Padua ist eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten.

 

Bilder von der Antoniusbruderschaft

 

 

 

07.10.18   Erntedankfest

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