Antonius-Bruderschaftfest am 11.Juni 2017

„Wer hat nicht schon mal was verlegt oder verloren? Da ist guter Rat teuer! Immer mehr Menschen nehmen sich in diesem Fall dem Heiligen Antonius von Padua zu Hilfe“ – so die Feststellung von Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hegenberger aus Tettenwang. Als einer der beliebtesten Heiligen wirkte der Hl. Antonius unzählige Wunder, nicht zuletzt deshalb ist das Vertrauen auf seine Fürbitte sehr groß. Der Hl. Antonius wird gern als Wiederbringer verlorener Sachen angerufen. Seit Jahrhunderten verehren die Gläubigen der Pfarrei Tettenwang den Hl.Antonius, der einer portugiesischen Adelsfamilie entstammte, 1220 zum Priester geweiht wurde und nach vielen Missionseinsätzen als begnadeter Prediger aufgrund schwerer Krankheit am 13.Juni 1231 im Alter von nur 36 Jahren verstarb. Der Ursprung der Verehrung des Franziskanerpaters in der Pfarrei Tettenwang liegt in der im Jahr 1750 vom damaligen Pfarrprovisor Georg Hummer gegründeten Antoniusbruderschaft. „Die Not war zur damaligen Zeit riesengroß und der Geistliche bat in der Bruderschaft um Hilfe für die Ärmsten. Seit Jahren bemühen wir uns deshalb im Pfarrgemeinderat, den Menschen im Dorf die Antoniusbruderschaft nahezubringen und den Heiligen als Fürsprecher anzurufen“, erzählt Hegenberger. Nachdem in den letzten Jahrzehnten mehr Mitglieder verstorben als aufgenommen wurden, verringerte sich der Mitgliederstand auf aktuell 57 Frauen und Männer.  Das Bruderschaftsfest wird immer um den Namenstag des Hl. Antonius – also um den 13. Juni – mit einem Festgottesdienst um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Bartholomäus gefeiert – in diesem Jahr am Sonntag, 11. Juni. Bei der Andacht um 19 Uhr abends werden neue Mitglieder aufgenommen. Bis dato haben sich heuer schon sechs neue Mitglieder gemeldet. Wer sich als neues Mitglied in die Antonius-Bruderschaft aufnehmen lassen will, soll sich beim Pfarrgemeinderatssprecher Bernhard Hegenberger, melden. Zu den Aufgaben der Bruderschaftsmitglieder zählen der Besuch des Gottesdienstes mit Anhörung der Predigt sowie die feierliche Andacht mit Aussetzung des Allerheiligsten. Beim Gottesdienst erneuern die Mitglieder feierlich das Gelöbnis. Welche Aufgaben oder gar Pflichten haben die Bruderschaftsmitglieder eigentlich? „Das ganze Jahr über ist täglich ein „Vater unser“ und ein „Ave Maria“ zu beten. Jedes Mitglied soll zur Zeit des Hauptfestes ein Opfer entrichten, welches ausschließlich den Armen zugutekommt. Ganz bewusst kommt das Antoniusopfer Armen und Hilfsbedürftigen zugute und in den letzten fünf Jahren spendeten die Bruderschaftsmitglieder über 2000 Euro für arme Menschen in Indien, in Nepal oder für die Flutopfer“, bekräftigt der Sprecher des Pfarrgemeinderates.

 

Der Heilige Antonius hat in unserer Pfarrgemeinde St. Bartholomäujs einen großen Stellenwert.

Um was gehts bei der Antoniusbruderschaft?

Zu Ehren des Heiligen Antonius feiern alle mit dem Vornamen „Anton“ oder „Antonia“ Namenstag. Viele „Anton´s“ und „Antonia´s“ gibt es in dem Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang. Ein Grund dafür liegt sicherlich in der „Antonius-Bruderschaft“, die bereits um das Jahr 1750 von dem damaligen Pfarrprovisor Georg Hummer ins Leben gerufen wurde. Die Pfarrgemeinde St.Bartholomäus Tettenwang feiert aus diesem Grund am Sonntag um den 13.Juni das „Antonius-Bruderschaftsfest“ in Form eines Festgottesdienstes zum Bruderschaftsfest in dem geschmückten Gotteshaus. Zur Bruderschaftsandacht sind die Gläubigen am Sonntagabend um 19 Uhr eingeladen. Wer sich als neues Mitglied in die Antonius-Bruderschaft aufnehmen lassen will, soll sich beim Mesner Anton Schmailzl oder beim Sprecher des Pfarrgemeinderates, Bernhard Hegenberger, rechtzeitig melden. Die weltliche Feier findet im Landgasthof Sebastian Forster statt.

 

Antonius-Bruderschaft 1750 gegründet

Fernando wurde 1195, also vor gut 800 Jahren, in der Stadt Lissabon in Portugal als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr und erhielt nach dem Theologiestudium die Priesterweihe. 1220 trat er in den Orden der Franziskaner ein und nahm den Namen Antonius an. Mit großem Erfolg zog er durch Afrika (Marokko), Sizilien, Oberitalien und Frankreich und predigte mit Feuereifer. 1227 bis 1230 war Antonius als Bußprediger in Oberitalien tätig. Kurz darauf starb Antonius am 13.Juni des Jahres 1231 in Padua im Alter von nur 36 Jahren. Wie aus alten Überlieferungen hervorgeht, wurden die Bruderschaft und das Fest dazu etwa um das Jahr 1750 ins Leben gerufen. Gründer war Pfarrprovisor Georg Hummer, der sich in Zeiten der Not wie sein Vorgänger Martin Reusch um die Kinder rings um Tettenwang kümmerte, die wie „Wildlinge“ aufwuchsen. Zu den Aufgaben der Bruderschaftsmitglieder zählen der Besuch des Gottesdienstes mit Anhörung der Predigt und einer feierlichen Andacht mit Aussetzung des Allerheiligsten. Beim Gottesdienst erneuern die Mitglieder das Gelöbnis. Bei der feierlichen Andacht werden neue Mitglieder in die Bruderschaft aufgenommen. Das ganze Jahr über ist täglich ein „Vater unser“ und ein „Ave Maria“ mit dem „Ehre sei dem Vater“ und dem Beisatz „Heiliger Antonius, bitte für uns“ zu beten. Als äußeres Zeichen ist ein Bild des Hl. Antonius zur Erinnerung im Gebetbuch oder im Haus aufzubewahren. Jedes Mitglied soll zur Zeit des Hauptfestes ein Opfer entrichten, welches den Armen zu Gute kommt.

 

Zu Ehren des Hl.Antonius wurde 1750 die Bruderschaft gegründet

Antonius von Padua

 

Antonius war Mönch und Kirchenlehrer: * um 1195 in Lissabon in Portugal † 13. Juni 1231 in Padua in Italien. Sein Gedenktag wird am 13.Juni gefeiert - Name bedeutet: der vorne Stehende. Fernando wurde in Lissabon als Sohn einer begüterten Adelsfamilie geboren. Mit 16 Jahren wurde er Augustiner-Chorherr im Kloster St. Vinzenz nahe Lissabon, studierte in Lissabon und später in Coimbra und wurde dann zum Priester geweiht. 1220 trat er ins Kloster der Minderbrüder des Ordens, San Antonius Olivares in Coimbra, ein und nahm den Namen Antonius an. 1220 ging Antonius selbst nach Marokko, wurde aber durch Krankheit zur Heimkehr gezwungen, wobei ein Sturm ihn nach Sizilien verschlug. So nahm er 1221 in Assisi am Generalkapitel seines Ordens teil, dabei wurde seine Begabung als Redner entdeckt. 1227 bis 1230 war Antonius als Bußprediger in Oberitalien tätig, zugleich wurde er Ordensprovinzial in der Emilia Romagna mit Sitz in Padua. Franziskus ernannte ihn zum Lektor der Theologie für die Minderen Brüder des Ordens an der Universität in Bologna, Antonius führte nun die Theologie von Augustinus in den Franziskanerorden ein. Antonius starb 1231 in Padua. Er wurde zunächst in S. Maria Maggiore in Padua beigesetzt. 1263 wurden seine Gebeine in Anwesenheit von Johannes Bonaventura erhoben und in die neue, ihm geweihte Basilika in Padua übertragen. Nach Deutschland kamen Reliquien 1330 nach München in die Franziskanerkirche und 1350 nach Erfurt in die Kirche St. Peter. Antonius ist wohl der im katholischen Kirchenvolk bekannteste und beliebteste Heilige. In Padua wurde Antonius zu Ehren die Basilika S. Antonio als Grabkirche errichtet, seine Gebeine wurden 1236 hierher überführt. An seinem Grab ereigneten sich in der Folge so viele Wunder, dass Bonaventura meinte: Suchst du Wundertaten, gehe zu Antonius! Die Basilika in Padua ist eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten.


 

 

Informationen zur Antoniusbruderschaft

Antonius von Padua - Langbericht.pdf
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Bilder von der Antoniusbruderschaft

 

 

 

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