Vierter Staatspreis für Heizungsbaufirma

Markus Rimpl für 1,1 Notenschnitt ausgezeichnet Zukunftsorientierte Ausbildung

„Vor dem Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt“ – diesen Satz können wohl viele betätigen, die sich jahrelang auf etwas Großes vorbereiten. Drei Jahre lang hatte sich der 20jährige Markus Rimpl vom Wolfstal bei Tettenwang im Rahmen seiner Ausbildung zum Anlagenmechaniker für Heizung-, Sanitär- und Klimatechnik vorbereitet. Vier von den 50 Auszubildenden an der Berufsschule Eichstätt hatten die Lehrzeit um sechs Monate verkürzt und die Prüfung abgelegt. Für sein vorbildliches Engagement in der schulischen und überbetrieblichen Ausbildung an der Berufsschule Eichstätt wurde er nun mit dem Bayrischen Staatspreis ausgezeichnet: mit einem Notendurchschnitt von 1,1 ist damit der Vierte in der Tettenwanger Heizungsbaufirma Alfons Kraus GmbH, der diese lobenswerte Auszeichnung erhalten hat.

70-jährige Berufserfahrung mit Innovationen

Auf eine lange Handwerkstradition kann das heimische Unternehmen im Altmannsteiner Ortsteil zurückblicken, die die Grundstocklegung durch Seniorchef Alfons Kraus erfolgte bereits 1952. Damals handelte es sich um eine mechanische Werkstätte, in der mehrere Personen beschäftigt bzw. ausgebildet wurden. Gut zwei Jahrzehnte nach der Firmengründung trat Sohn Alfons Kraus 1974 nach seiner erfolgreich abgelegten Meisterprüfung im Gas- und Wasserinstallationshandwerk der Firma bei und absolvierte 1978 auch die Meisterprüfung im Heizungs-/Lüftungsbauhandwerk. Ein Jahr später wurde Werkstätte in die Firma Alfons Kraus GmbH (Gas- und Wasserinstallateur Zentralheizungs- und Lüftungsbau) umgewandelt und 1986 erfolgte die Übergabe der Firma an Alfons Kraus. Dreißig Jahre später hatten 2017 die beiden Zwillingssöhne Robert und Stefan den Familienbetrieb in die dritte Generation geführt und damit gleichzeitig die Weichen für die Zukunft gestellt. Schon immer lag den Unternehmenschefs die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter sehr am Herzen. Deshalb setzen die Heizungsbauer auf motivierte Auszubildende, wenn diese auch nur schwer zu finden sind. „Unser Ziel ist es, junge Menschen für den Beruf Anlagenmechaniker für Heizung-, Sanitär- und Klimatechnik auszubilden und sie am Ende ihrer Lehrzeit dauerhaft für unseren Betrieb zu gewinnen“, so die beiden Chefs. Dass der Handwerksbetrieb zielorientiert nach vorne blickt und zukunftsmäßig aufgestellt ist, beweist der mittlerweile 4.Bayrische Staatspreis an seine strebsamen Mitarbeiter. Gut 35 Auszubildende absolvierten seit der Firmengründung eine Ausbildung – und dies mit Bravour.

Bayrische Staatspreise als Lohn

Dass sich Lernen und Üben für das ganze Leben lohnen bestätigen die Mitarbeiter des Handwerksbetriebs mehrmals. Den Reigen der vier Bayrischen Staatspreise eröffneten 1997 die Firmenchefs Robert und Stefan Kraus mit einem Notendurchschnitt von 1,00 (Robert) bzw. 1,14 (Stefan). 2012 komplettierte Benedikt Hegenberger den 3. Bayrischen Staatspreis mit einem Traumschnitt. Nun vervollständigte der 20jährige Markus Rimpl das „Staatspreis-Quartett“ mit 1,10 Notendurchschnitt. Nach 1979, 2012 nun 2021 viermal Bestleistungen – das spricht für den Heizungsbaubetrieb. „Der Beruf des Heizungsinstallateurs ist anstrengend und erfordert körperlichen Einsatz, aber es gefällt mir sehr gut“, freut sich der 20jährige über seine gute Entscheidung beim heimischen Handwerksbetrieb Kraus eine Ausbildung zu starten. Was ihm besonders an dem Beruf gefalle? „Unser Job ist sehr abwechslungsreich und voll zukunftsorientiert mit regenerativen Energien und neuester Technologie, insbesondere bei den Wärmepumpen“, erzählt der Geselle. „Die Arbeiten gehen über der Rohbauinstallation mit dem Kesselaufbau, dem Anbringen von Heizkörpern bis zum Verlegen der Fußbodenheizung - seit Jahren haben alternative Energiequellen, wie Solaranlagen, Pelletsheizungen und Wärmepumpen, die mit Sonnenstrom vom eigenen Hausdach gefüttert werden, die sonst übliche Ölheizungen abgelöst“, bestätigt Stefan Kraus. Da heißt die Devise natürlich: „Ständig am Ball bleiben, was der Markt vorgibt“. Mit top ausgebildeten Mitarbeitern will die heimische Fachfirma auch weiterhin punkten – vielleicht gibt’s dann in ein paar Jahren einen weiteren Staatspreis. Für Markus Rimpl ist mit dem krönenden Staatspreis längst nicht der Berufsabschluss geschafft: „Ich habe mich jetzt gleich zur Meisterschule angemeldet; diese startet im Frühjahr vollzeitlich in vier Teilen in Nürnberg und Bayreuth“, so der strebsame 20jährige.

 

 

 

"Zaunkönig & Schmetterlingswiese & Gemüsevielfalt

Natur pur erlebt der Tettenwanger Ludwig Beck in seinem großen Garten am Waldrand fast das ganze Jahr über.

Seit Jahren liegen dem Imker nicht nur seine Bienenvölker am Herzen, vielmehr kümmert sich der 63-Jährige mit Elan darum, dass die Natur sich entfalten kann. Laufend probiert der Hobbygärtner neue Ideen mit seinen beiden Enkelkindern Hanna und Fabian aus - und vieles gelingt. Groß ist bei Beck die Vielfalt an Gemüsearten. Ob Busch- oder Stangenbohnen, Erbsen oder Schwarzwurzeln - der 63-Jährige ist immer auf neue Errungenschaften aus. Am liebsten sind ihm alte Sorten, die resistent vor Schädlingen sind. Neben der Samenauswahl ist für den Hobbygärtner die Pflanzart und -zeit wichtig. Im Mittelpunkt steht stets die Mischkultur, das heißt die Abstimmung verschiedener Pflanzensorten im Verbund. Dadurch kann die Massenausbreitung von Schädlingen und Krankheiten, die besonders in Monokulturen ein Problem ist, beim Anpflanzen erschwert und ein Totalausfall der Ernte vermieden werden.

Auf die Auswahl alter resistenter Sorten legt Beck großen Wert - und hat damit Erfolg. Erstmals baute Beck dieses Jahr ein zwei mal zwei Meter großes Pflanzbeet unter dem Namen "Maya-Mix" an. Bei den drei Sorten dient die Zuckermaissorte "Amateur" der Stangenbohne "Neckarkönigin" als Kletterhilfe. Die Bohnen sammeln wichtigen Stickstoff und geben dem Boden Nährstoffe zurück, die der Zuckermais verbraucht. Der an den Rand gepflanzte Kürbis "Sweet Dumpling" bedeckt die Erde mit seinen großen Blättern und hält sie feucht. So ergänzen, stärken und befruchten sich alle drei Sorten gegenseitig - und dies bei sehr geringem Arbeitsaufwand. Unzählige Schmetterlinge, Wildbienen und Vögel bereichern das Gelände am Waldrand. Sie holen sich Nektar, bestäuben die Pflanzen und Bäume und sorgen so für ein ökologisches Miteinander. Gern sitzt Beck nach der Gartenarbeit in seinem Stuhl und bestaunt die vielen Lebewesen auf seinem Areal. "Es ist köstlich, dem Surren, Brummen und Grillen der verschiedenen Insekten und Vögel zu lauschen", erzählt er. Das es jedes Jahr in seinem Garten Überraschungen mit neuen Gemüsesorten oder blühenden und fruchttragenden Obstsorten gibt, darüber ist er sehr erfreut - manchmal auch überrascht. Nach der letztjährigen Apfelschwemme gibt es dieses Jahr nur ganz wenige Äpfel, aber dafür tragen die Birnen.

Zaunkönignest am Lavendelgebinde

Was er heuer vor ein paar Wochen erlebte, bewahrte er lange Zeit für sich, damit ein ganz kleiner Vogel in seinem Holzschuppen nicht gestört werde: Die Rede ist von dem rund zehn Zentimeter kleinen und nur zehn Gramm schweren Zaunkönig, der kleinsten einheimischen Vogelart, die bei uns in Deutschland zu sehen ist. Normalerweise brüten die Vögel in Dachvorsprüngen oder in Bäumen, aber wo sich der Zaunkönig sein Nest baute, überraschte den 63-Jährigen doch sehr. Das Männchen baut das Nest, je nach Revier zum Beispiel im Wurzelwerk von Bäumen, im Industriegebiet zwischen Palettenstapeln, in der Stadt zwischen Mauerspalten, in Steinhaufen oder in Holzschuppen. "Lange Zeit habe ich es gar nicht bemerkt, aber als sich eines Tages beim Wind der im Herbst aufgehängte Lavendelbuschen drehte, kam das Nest zum Vorschein", so Beck. Die Zaunkönige bauten in mühevoller Arbeit das kugelförmige Nest aus Moos, trockenen Blättern und Grashalmen und klebten es an den Lavendelbuschen. Seinen Namen hat der Zaunkönig, da er bei seiner Größe problemlos durch jeden Zaun kommt. Anders als bei vielen Tierarten sehen das Männchen und Weibchen gleich aus. Unterscheiden kann man das Pärchen gut dadurch, dass das Männchen lautstark seine Lockrufe und Lieder den Weibchen zuschmettert. Zwei Jahresbruten von April bis Juli sind die Regel. Hat sich das Weibchen für ein Nest entschieden, legt es fünf bis sieben Eier. Die Brutzeit beträgt zwei Wochen und die Jungen gehören zu den Nesthockern. Der Nachwuchs wird von den Eltern 14 Tage im Nest mit Nahrung versorgt. Haben die jungen Zaunkönige ihr Nest verlassen, dann bleiben sie noch eine ganze Zeit zusammen und werden zusätzlich von ihren Eltern mit Nahrung versorgt.

„Der wahre Reichtum eines Menschen ist das, was er anderen Gutes getan hat.“    Mahatma Gandhi

 

 

 

Lieber Besucher unserer Homepage,

 

unter dieser Rubrik stellen wir Menschen aus unserem Dorf vor. Es sind Kinder, Jugendliche, Frauen und Männer, die eine besondere Gabe Gottes haben und diese für die Gemeinschaft im Dorf gerne und bereitwillig weiterschenken. Freuen Sie sich beim Anschauen dieser Bilder und erinnern Sie sich an die schönen Stunden, welche Sie mit diesen Menschen verbracht haben. Es sind Werte, die man immer im Herzen behält - die niemals vergehen, die aber auch nicht mehr nachgeholt werden können. Wenn wir dies begreifen, wird die Welt schöner. Materielle Werte können wir nicht mitnehmen! Ein freundliches Lächeln oder eine gute Tat sind unvergessliche Werte!

 

Deshalb: CARPE DIEM - nutzen Sie heute diesen Tag, es ist der beste Tag!

 

Ich wünsche Ihnen Gottes Segen, viel Freude und ganz viel Glückstage...

 

 

 

Bernhard Hegenberger

 

 

 

19-tägige Balkantour ans Schwarze Meer

„Was treibt zwei Männer zu einer 19 tägigen, durchaus anstrengende Wegstrecke von 2600 Kilometer durch fünf Ländern mit Ziel Schwarzes Meer an?“ – dieser Frage ging DK-Mitarbeiter Bernhard Hegenberger bei den beiden Tettenwanger Sebastian Schmailzl und Ludwig Beck nach. Die Antwort war denkbar einfach: „Nach größeren Radtouren mit Zielen Magdeburg, Prag und Budapest haben wir seit längerem die Donau im Visier. Da wir die Strecke vom Donauursprung in Donaueschingen bereits zurücklegten, bereiteten wir uns dieses Jahr intensiv auf unsere längste Tour ans Schwarze Meer vor“, so die beiden Ruheständler.

Information und Vorbereitung das A und O

„Wer eine große Reise tut, soll sich eingehend im Vorfeld damit beschäftigen, damit alles möglichst reibungslos verläuft“, so lautet ein wahrer Spruch. Sei es mit dem Internet oder auch mit verschiedenen Zeitungsberichten – 2019 stand für Beck & Schmailzl ganz klar im Mittelpunkt. Virtuell spielten die beiden Radler die dreiwöchige strapaziöse Strecke im World-Wide-Web durch und hatten bereits beim Start die einzelnen Tagesziele im Visier. „Du musst die Tagesetappen einfach verinnerlichen – und natürlich auch schaffen“, so der 61jährige Sebastian Schmailzl.  Dreh- und Angelpunkt ist natürlich, dass man sich als Sportspartner gut versteht. „Gut 3000 Kilometer haben wir dieses Jahr gemeinsam in verschiedenen Touren zurückgelegt“, so die begeisterten Sportler. In den letzten Jahren demonstrierten beide, dass die Chemie untereinander bestens ist – denn es kommt neben der körperlichen Verfassung auch viel auf die Psyche an. Deshalb kamen die beiden Tettenwanger schnell auf das nicht immer einfache Thema „Fitness“. Eifrig informierten sie sich im Vorfeld über die richtige Ernährung, denn nur wer das richtige Essen und Trinken zu sich nimmt, kann solche Strapazen auch gut meistern. Mit der Fachapothekerin und Ernährungsberaterin Caroline Rausch aus Kelheim fanden sie eine äußerst kompetente und hilfreiche Fachspezialistin. „Vom ersten bis zum letzten Tag an half uns die spezielle Ernährung auf der Fahrt und vor allem die Regeneration nach jedem Tag war super gut“, freuen sich die Radler. Als Zweites gings dann um das richtige Fahrrad bzw. die Ausstattung des Bikes. „Dank der super Erfahrung und Hilfe meines technisch versierten Schwagers haben wir spezielle Reifenmäntel aufgezogen und die Fahrradbeleuchtung entsprechend vorbereitet – und so hatten wir keine einzige Panne und konnten 19 Tage lang die Mammutstrecke zurücklegen“, freuen sich die Biker. Ob auf Wald- und Wiesenwegen, auf Teer- und Schotterstraßen mit kleinen und größeren Schlaglöchern – alles verlieb bestens.  

Heimat ade – ein komisches Gefühl – aber die Freude ist große

Als dann der ersehnte Start am Montagfrüh, 29. Juli, kam, waren die beiden nicht mehr zu bremsen. 2600 Kilometer durch fünf Länder standen auf dem Programm. Von Tettenwang aus führte die Strecke durch Gemeindestraßen, Land- und Kreisstraßen über Regensburg, Straubing und Passau nach Österreich. Bei herrlichem Wetter strampelten die beiden 228 Kilometer auf ihren Pobacken die recht amüsante Strecke. „Wir waren auf den Radwegen und Straßen nicht allein – viele weitere Tourenfahrer fuhren ebenso die Strecke und begleiteten uns“, erzählen die beiden. Einer von ihnen war Dinkelsbühls Bürgermeister Dr. Christoph Hammer, mit denen die beiden schnell Freundschaft schlossen. Viel gabs dabei zum Austauschen, und so mancher Tipp ging von einem Profi zum anderen. Den Donauradweg von Passau nach Wien mit weiteren 325 Kilometer schafften die trainierten Radler locker in weiteren zwei Tagen – quasi auf einer Pobacke. Die weltbekannte österreichische Hauptstadt Wien gefiel den beiden Landeiern sehr und sie genossen die Abende bei deftigem Essen und guter Unterhaltung mit Einheimischen. Während die Radstrecke Passau – Wien jährlich mehr als 300.000 Biker zurücklegen – wagen nur etwa 700 Pedalritter die nicht ungefährliche Strecke durch den Balkan. Wie erklärt sich dies? Ganz einfach: der Donauradweg ans Schwarze Meer präsentiert sich eben nicht als All-inclusive-Wohlfühlstrampeln für Feierabendradler. Wer sich auf diesen Weg macht, darf sich auf eine sehr überschaubare Infrastruktur, teils spannende Streckenverhältnisse und manchmal ordentlich Höhenmeter einstellen. Maximal 15 Kilogramm Gepäck nahmen die beiden auf ihren Bikes mit, insbesondere Verpflegung und Wäsche. Die Funktionswäsche wurde täglich gewaschen und über Nacht im Zimmer oder tagsüber am Fahrrad getrocknet. Mit Eifer gings dann von Wien aus auf die noch verbleibenden 2200 Kilometer lange Wegstrecke, welche es zu entdecken galt. Knapp hundert Kilometer nach Wien freuten sich Beck & Schmailzl über die wunderschöne Stadt Bratislava mit ihrem entspannten Flair. In Punkto Beschilderung, Übernachtung, Essen und Radwerkstätten punkten die Slowakei – zugleich das letzte Land, in dem noch mit dem Euro gezahlt werden kann. Bratislava war das Ziel, danach weiter in Ungarn zur Landeshauptstadt Budapest. Von nun an wurde es deutlich schwieriger eine passende Unterkunft zu finden. Unterwegs treffen sie verschiedene Radler, die ihnen wieder Tipps zu den Unterkünften geben, denn es ist gar nicht so einfach, in Rumänien Hotels zu finden. Am Abend planten die beiden den kommenden Tag – insbesondere welche Unterkünfte auf der Route liegen. Und dann gabs jeden Abend dasselbe Ritual: „Auch wenn sich die Sache mit dem schmerzenden Hintern nicht vermeiden lässt hilft abendliches und morgendliches Einschmieren mit Spezialsalbe und Franzbranntwein auf die Beine und Rücken und überall hin, wo es weh tut. Das kühlt und bietet zugleich noch Mückenschutz. Denn die stechfreudigen Viecher sind gerade im Hochsommer ein treuer Begleiter“, so Schmailzl. Hocherfreut waren die beiden, dass sie auf der ganzen langen Strecke viele super nette Leute kennengelernt haben. Über Radwege, Landstraßen und Wirtschaftswege führt die Strecke in die ungarische Hauptstadt Budapest. 

Serbien ist eine Reise wert – Verständigung in Rumänien nicht einfach

Vollends positiv überrascht zeigten sich die beiden Tettenwanger, als sie nach einer Woche in die serbische Hauptstadt Belgrad einreisten. „Das war die große positive Überraschung unserer Tour!“ Von den Begegnungen mit den großherzigen und hilfsbereiten Menschen und der herrlichen Natur schwärmen sie noch immer – auch wenn der Autoverkehr noch dichter als bei uns war. 21 Tunnel passierten sie – und dies bei schlechten Straßenzuständen. Im Hotel lernten sie eine Regensburgerin kennen, die fünf Monate lang zu Fuß ans Schwarze Meer pilgerte. Ein schönes Erlebnis auf der anstrengenden Tour gab es mit dem Schwabendeutschen Anton Koch, der die beiden im Dorfladen ansprach, ihnen eine Übernachtung anbot und sie zum Fischsuppen-Essen einlud. „Das war ein Engel für uns“, so Ludwig Beck. Nach 15 Tagen waren gut 2000 Kilometer auf den zum Teil kochenden Reifen bei plus 43 Grad zurückgelegt. Fünf Tage mussten die beiden bei diesen hochsommerlichen Temperaturen von frühmorgens um 6 bis mittags zurücklegen; nachmittags war Siesta angesagt.  Mit der Fähre ging es dann nach Rumänien. Vor den wilden Hunden in Rumänien waren sie gewarnt worden. Wenn dann plötzlich mitten auf der Fahrt ein Rudel aus einem Feld geschossen kommt, ist trotzdem nochmal alles anders. Der beste Rat: einfach stehenbleiben und ruhig bleiben. Unerwartete Reaktionen gab es in den Dörfern, denn da standen viele Menschen am Straßenrand, jubeln den Radlern zu und lassen sich abklatschen. Ein Gefühl, wie „ein bisschen Star sein wie bei der Tour de France - auch das ist der Donauradweg ans Schwarze Meer“. Restaurants gibt es dagegen in den armen ländlichen Gebieten so gut wie keine. Auch Einkaufsmöglichkeiten sind rar gesät. Vorausschauend bei der Verpflegung zu planen, erweist sich auf diesem Streckenabschnitt als wertvoll und notwendig. Sprachlich hatten die beiden große Herausforderung in Rumänien, aber Dank den schulischen Englischkenntnissen und mithilfe des Internets ließen sich alle Barrieren meistern. Nach weiteren 70 Kilometern von Constanta am Donaudelta aus, erreichten die beiden Tettenwanger ihr gestecktes Ziel: 2600 Kilometer in 19 Tagen hatten sie gemeistert. Die zwei Rad-Abenteurer haben genauso viele Höhenmeter wie bei einer Alpenüber-querung in den Beinen. Sind stolz, glücklich und können sich im ersten Moment gar nicht mehr vorstellen, wie es sein wird, zu Hause wieder in einem Bett und nicht in fremden Ländern zu schlafen. In Tulcia im Donaudelta – nur fünf Kilometer von der Ukraine und etwa 300 Kilometer von der Krim entfernt – legten sie noch ein paar Ruhetage am Strand ein und genossen die strapaziöse und einmalige Fahrt ihres Lebens. 

2020 Tour an die Ostsee geplant

Und was bleibt als Fazit der dreiwöchigen Reise? In erster Linie, dass viele Dinge in der Realität ganz anders aussehen als in unserer Vorstellung bzw. wie in Gesprächen erfahren. Vor allem bei der Frage, wie gefährlich es ist, wenn wir uns auf fremdem Terrain bewegen. Vor vielen Orten, gerade in Rumänien, waren Ludwig Beck und Sebastian Schmailzl gewarnt worden. Erlebt haben sie unglaublich viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft, egal wo sie entlangkamen. Ihr freudiges Fazit: „Sei gut und friedlich zu den Menschen und hab keine Angst vor wilden Hunden. Fahre langsam durch die Orte, grüße freundlich und wenn du lächelst, kriegst du viel Positives zurück“. Und wie geht’s weiter? Nach ihrer bisher längsten Tour über 2600 Kilometer planen die beiden 2020 eine Radtour an die Ostsee.

 

 

Menschen aus Tettenwang...

 

 

 

 

Maier Anton - Krippenbauer

 

Während für die meisten ab Oktober die Zeit der Arbeit im Garten und Feld sich dem Ende zuneigt, beginnt für den Tettenwanger Anton Maier die aktivste Phase des Jahres. Der gelernte Schreiner fertigt in den letzten drei Monaten des Jahres eifrig Weihnachtskrippen. Seit mehr als drei Jahrzehnten beschäftigt sich der „Schreiner-Toni“ mit dem Holzhandwerk, welches er in der im elterlichen Betrieb von seinem Vater Ludwig Maier von der Pike auf erlernte. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.

Maier Anton - Krippenbau.pdf
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Eberl Andreas - Brandmetzger

 

Mit Beginn der vorweihnachtlichen Adventszeit haben nicht nur Krippenbauer und Bastler Hochkonjunktur. Ein Berufsstand hat in dieser Zeit wahrlich viel zu tun: die Rede ist von den Brandmetzgern. Da jetzt wieder kräftig geheizt wird und somit die Möglichkeit zum Räuchern besteht, schlachten die Leute, damit sie ein Geräuchertes bekommen. Je nach Geschmack und Wunsch werden die Schweine gefüttert und nach dem Erreichen des gewünschten Gewichtes geschlachtet. Beliebt sind seit jeher die selbstgemachten Bratwürste, hergestellt nach dem alten Hausrezept. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.


Brandmetzger-Saustechen.pdf
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Eberl Michael - Zimmerer

Viele Jahrzehnte lang hat Michael Eberl aus dem Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang als Zimmerer Dachstühle abgebunden, Dächer gedeckt und vielerlei Sachen aus Holz gefertigt. 2002 liefen bei dem engagierten Zimmerer in seiner Werkstatt die Hobelmaschine und Kreissäge für etwas ganz Spezielles: auf Wunsch der Pfarrei fertigte Eberl eine Holzratsche für die Karwoche. "So etwas habe ich noch nicht gemacht, das war eine große Herausforderung für mich", so der engagierte Zimmerer. Erklingen wird das Holzstück am Karfreitag und Karsamstag, wenn anstelle der Kirchenglocken die Ratsche zu den Gottesdiensten einlädt. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF

Karfreitagsratschen 2002.pdf
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Koch Josef - Damwild

Urlaub auf dem Bauernhof – dies ist in den letzten Jahren wieder in Mode gekommen. Ob Wandern oder Radfahren, auf dem Land lässt sich gut erholen. In der jetzigen Urlaubszeit bleiben viele vorbeifahrende oder wandernde Ausflügler vor dem Wildgehege von Josef Koch in Tettenwang stehen, um dem Damwild ein Besuch abzustatten. Herrliches Spätsommerwetter, Sonnenschein von früh bis spät – das erfreut nicht nur die Kinder in den letzten Ferientagen, sondern auch Wanderer und Radfahrer in unserer heimischen Region. Zu Fuß oder per Rad unterwegs kommen viele von ihnen auch beim Damwild-Gehege von Josef Koch aus Tettenwang vorbei. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.


Damwild in Tettenwang.pdf
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Schmailzl Georg - Metzger

Die ehrenvolle Aufgabe, ein langjähriges und äußerst verdientes Mitglied der Kirchenverwaltung zu ehren, hatte am beim Pfarrfamilienabend Kirchenpfleger Georg Koch. „Es handelt sich um eine lang gediente Person, die jedoch, was Geist und Aktivität anbelangt, sehr jung geblieben ist“, berichtete Koch in seinen einleitenden Worten. Die Pfarrgemeinde wusste gleich, wer dies sei: Marktgemeinderat Georg Schmailzl. Den vollständigen Bericht lesen Sie in der folgenden PDF.


 

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