In zwei Tagen Nest für Familie am Südhang gebaut

Junge Tettenwanger Familie baut sich ökologisches Fertighaus /Traum geht in Erfüllung

„Der große Traum vom Eigenheim – wie viele Menschen wünschen sich das?“ Manchen fehlt dazu das nötige Kleingeld – anderen scheuen sich über die jahrelangen schweren Bauarbeiten. Doch: muss dies wirklich so sein? Dass es auch einfacher und schneller geht, beweist aktuell das Ehepaar Jürgen und Beate aus dem Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang, die sich mit ihrem neuen Eigenheim „Am Südhang“ einen langen Wunsch erfüllt haben. Wie rasant und unbürokratisch dies vor sich ging – darüber berichte ich hier umfassend...

Am 1.Aufstellungstag vom Erdgeschoss bis zum First

Nach dem Kauf des Bauplatzes von der Marktgemeinde Altmannstein im Jahr 2019 in dem schmucken Hopfendorf Tettenwang kannte die junge Familie nur noch ein Ziel: so schnell wie möglich ins eigene Einfamilienhaus einziehen. Doch dass hier notwendige und zum Teil langwierige Gespräche und Planungen erforderlich sind, wurde den Neu-Tettenwanger bald klar. „Vom Erstgespräch bis zum Spatenstich vergingen rund 18 Monate“, rechnet Jürgen nach. Gut ein Jahr dauerte dann die Planungsphase der einzelnen Gewerke von der Bodenplatte bis zum Dachfirst. „Aufgrund des aktuellen Baubooms hat sich die Wartezeit bei den Fertighausfirmen auf über zwei Jahre verlängert“, ergänzt Beate. Doch auch diese Zeit würden die Riegers gern wieder in Kauf nehmen, denn die tolle Planungsphase mit den Spezialisten und die super Materialien ihres Fertighauses haben sie nachhaltig überzeugt. „Wir würden jederzeit wieder ein Fertighaus mit einem hochpreisigen langjährigen Anbieter bauen, denn hier brauchen wir uns um keine Terminabstimmung mit den einzelnen Handwerkern kümmern, alles ist aus einer Hand und besonders der ökologische Aspekt spielte für uns eine große Rolle“, ergänzt der 40jährige Bauherr. Trotz der winterlichen Temperaturen legten die Maurer im Januar mit der Bodenplatte das Fundament und bauten die Ablaufrohre für Abwasser und Regenwasser ein. Zwei Tage vor Baubeginn wurde das Gerüst rings um die Bodenplatz aufgestellt, damit alle Sicherungsvorkehrungen getroffen waren.

Dann kam der ersehnte Donnerstag, 25.Februar 2021. „Drei Tage habe ich mir Urlaub genommen, um von der Pike auf beim Aufbau des Fertighauses mit der Ehefrau Beate und den beiden Kindern alles live mitverfolgen zu können“, so der Bauherr. Übernachtet und gewohnt hatten sie an den drei Tagen im bereitgestellten Wohnmobil der Eltern. Bereits am Vortag rückten drei Schwerlastzüge aus dem hessischen Frankenberg an. Schon vor dem Läuten der Kirchenglocken um 6 Uhr im 425 Einwohner zählenden Hopfendorf begannen die Bautrupps mit den Vorbereitungen. Als erstes wurde die Bitumenbahn auf die Bodenplatte ausgerollt. Diese Abdichtungsbahnen dienen als Sperrschicht und sollen die restliche Bodenfeuchtigkeit der Bodenplatte zurückhalten. Als nächstes wurden Leitern, Material etc. auf der Bodenplatte anhand des Grundrisses zurechtgestellt.

Die Sonne war noch nicht aufgegangen, als sich der Schwerlastkran in Bewegung setzte und die ersten Bauteile im Erdgeschoss auf die Betonplatte setzte. „Unglaublich, wie schnell die östliche Hauswand im Erdgeschoss stand“. Dann gings Schlag auf Schlag. Der erste LKW war mit den Außen- und Innenwänden beladen, der zweite LKW mit den Deckenteilen. „Es ist kaum zu glauben, wie schnell die Handwerker mit Hilfe des Schwerlastkrans die Wände wie beim Legospielen aufbauen“, gab Jürgen seiner Freude Ausdruck. Die Wände kamen wie angeflogen und wurden millimetergenau auf die Bodenplatte gesetzt und fachmännisch befestigt. Das Traumhaus begann Realität zu werden. Ab diesem Moment ging alles super schnell, nicht mal zwei Stunden später standen die Außenwände und kurze Zeit später auch die Innenwände des geräumigen Erdgeschosses. „Wahnsinn wie routiniert und konzentriert die Männer arbeiten“, zeigte sich Hausherrin Beate angetan. Die beiden Kinder genossen bei strahlendem Sonnenschein in sicherer Entfernung den zügigen Hausaufbau. Groß war die Freude bei den Schreinern und Zimmerern, als sie von dem Ehepaar zur vormittäglichen Brotzeit eingeladen wurden.

Im Nu zog der 30 Meter hohe Baukran etwa ein Dutzend Zuschauer aus dem Dorf an. Nachdem die Erdgeschossdecke eingebaut war, wurde dann die Mittagspause eingelegt. Die Stimmung war - wie das Wetter - einfach Hammer!“, freuten sich Beate und Jürgen. Nach der Mittagspause fuhr der nächste LKW vor – und es ging dann direkt weiter mit dem Obergeschoss weiter. Und dieses Mal ging es ein Stockwerk höher. „Was war das für ein schönes Gefühl, als wir am Nachmittag zum ersten Mal den Fuß in unser Häuschen gesetzt haben“, freut sich das Ehepaar. Welch ein Glücksgefühl. Nach gerade einmal acht Stunden steht unser Haus – wir sind so froh“. Und damit noch nicht Schluss für den ersten Tag: Als der etwas verspätet gekommene vierte LKW mit dem Dach am Südhang einfuhr, war nicht nur bei den Bauherren und Handwerkern die Freude groß – auch die Siedlungsnachbarn gaben ihre Freude Ausdruck. So gings trotz einbrechender Dunkelheit mit den Bauteilen für das Dach weiter. Und dann brach Jubel aus: kurz nach 19 Uhr stand das Haus! Wahnsinn! Wie schnell alles ablief. Wirklich begreifen, konnte das Ehepaar alles allerdings noch nicht wirklich.

Am 2.Hausaufstelltag wurde Richtfest gefeiert

„Der erste Stelltag war für uns sensationell, und mit diesem Glücksgefühl im Herzen gings dann am Freitagmorgen um 6 Uhr gleich wieder weiter“, erinnert sich Jürgen. Auch wenn die ungewohnte Anstrengung den Bauherren ins Gesicht geschrieben ist, so überwiegt doch die große Freude über den zügigen Hausbau. Bereits vor Sonnenaufgang bereitete der achtköpfige Bautrupp alle Einzelheiten vor und bei Sonnenaufgang gings dann am Dachstuhl weiter. Innerhalb zwei Stunden waren der First und die Latten angebracht. Die roten Dachziegel wurden mit dem Lastkran auf die Balken gehoben. „Platte für Platte wurde von den Zimmersleuten ratz fatz innerhalb weniger Stunden verlegt – und nun war unser Haus ein Haus“, freute sich Mutter Beate über das neue Eigenheim.

Zeitgleich wurden im Innern die Verbindungen der Wand- und Deckenteile vom zweiten Bautrupp fertiggestellt. Wie vereinbart kam an diesem Tag auch der Bauleiter vorbei, um alle weiteren Einzelheiten des Bemusterungsprotokolls mit den Bauherren zu besprechen. Schließlich gings um unseren finalen Bauablaufplan. Im kleinen Richtfest wurde auf die zweitägigen enormen Kraftanstrengungen angestoßen. „Wir blicken mit großer Dankbarkeit auf diese herausragende Arbeit zurück – vor allem, dass alle Arbeiter gesund und heil geblieben sind“, gab das Ehepaar seiner Freude Ausdruck. Äußerst hilfreich für das gute Zusammenwirken aller Beteiligten war die Schlagkräftigkeit der Handwerker. Jubel gab es auch von den anliegenden Nachbarn, welche die Bauarbeiten an den beiden Tagen mit großem Interesse begleiteten. „Es ist schon wunderschön, wie schnell der Hausbau vor sich ging -wir freuen uns auf die vierköpfige junge Familie – seid herzlich willkommen am Südhang“, so die Nachbarn. Sichtlich froh über den gelungenen Aufbau, aber auch von den Strapazen gezeichnet fuhren die Handwerker am Freitagabend nach Hause. Nun wurde es still auf der Baustelle. Dankbar und froh – aber auch todmüde ging es für junge Familie heim. „Ich bin so froh, dass alles gut geklappt hat und freue mich jetzt nur noch auf mein Bett“, erzählt der 40jährige.

„Läufts planmäßig, ziehen wir im Juli ein“

Nach einem Ruhewochenende gings in der neuen Woche mit dem Innenausbau weiter. Beim Rundgang mit dem Elektriker und Heizungsbauer wurden alle Steckdosen, Schalter und sämtliche Lichtausgänge besprochen. Das war die letzte Gelegenheit, um noch spontane Entscheidungen und Änderungen zu treffen. Dann kamen die Heizungs- und Elektroinstallateure, legten die Fußbodenheizungsrohe, schlossen die elektrischen Leitungen und die Luft-Wärme-Pumpe an und die Schreiner vervollständigten die Innenwände.

„Wir sind sicher, dass es in den nächsten zwei Monaten mit den Innen- und Außenarbeiten zügig vorangehen wird, denn die Fertighausfirma ist uns in allem bestens zur Seite gestanden und hat ihre handwerklichen Arbeiten mit großer Zufriedenheit ausgeführt. Das ist heutzutage nicht selbstverständlich“, so Jürgen. Während im Innern des Hauses die Handwerker alles fertigstellen, erstellt derzeit ein Landschaftsplaner die Gartengestaltung. „Unser Ziel ist natürlich, dass in diesem Jahr alles schlüsselfertiggestellt ist“, erzählt Jürgen. Mitte Juni erfolgt die Hausübergabe von der Fertighausfirma und dann erfolgt der Umzug von der bisherigen Wohnung, sodass die junge Familie im Juli endgültig „Tettenwanger“ werden…  Na, dann: "Herzlich willkommen lieber Jürgen, Beate, Philipp und Laura in unserem wunderschönen Hopfendorf Tettenwang!    -hhe-

Baugebiet "Am Sportplatz" in Planung

„Trotz Ausweisung vieler Bauplätze ist die Nachfrage auf Baugrundstücke weiterhin hoch“, erklärte Bürgermeister Norbert Hummel den 57 anwesenden Tettenwanger bei der Bürgerversammlung am 9.November im Gasthaus "Zum Gaulwirt". Die 55 eingereichten und zum Großteil genehmigten Bauanträge 2019 zeugen von großer Betriebsamkeit in der Großgemeinde. Nachdem vor kurzem der letzte Bauplatz im Baugebiet „Am Südhang“ verkauft wurde und weiterhin Nachfrage in Tettenwang bestehe, plant die Gemeinde in Verbindung mit einer Grundstücksbesitzerin ein weiteres Baugebiet „Am Sportplatz“. 10 Parzellen neben dem bestehenden Kinderspielplatz und Fußballplatz sollen hier Bauwilligen Tettenwanger erschlossen werden. Der bisherige Sportplatz soll zur Hälfte dem Baugebiet weichen und das restliche Feld als Bolzplatz dienen. Der neue Sportplatz entsteht dann südlicher und soll auch als Festplatz für die örtlichen Vereine dienen. Nach intensiven Gesprächen mit dem Grundstücksbesitzer und den Anliegern soll nun bei der nächsten Gemeinderatsitzung in dieser Woche ein Aufstellungsbeschluss gefasst werden. „Dies stelle natürlich noch keine endgültige Planung dar“, ergänzte Hummel, denn erst müssen noch weitere Gutachten zum Lärm- und Geruchsschutz eingeholt werden. Da der Paragraph 13 Ende dieses Jahres geändert wird eilt der Aufstellungsbeschluss. Ziel sei es, die Planungen schnell voranzutreiben, da baldmöglichst ein Bebauungsplan erstellt werden kann.  

 

 

Baugebiet "Am Südhang" fertiggestellt

Die Erschließungsarbeiten am neuen Baugebiet "Am Südhang" in Tettenwang, welche im Sommer 2015 starteten, sind nun abgeschlossen. Insgesamt 12 Bauparzellen stehen nun zum Bau von Einfamilienhäusern bereit, davon sind drei  in Privatbesitz und neun Bauplätze wurde von der Gemeinde Altmannstein an heimische Interessenten verkauft.

Am Ende der neuen Straße "Am Südhang" wurde ein Wendehammer geschaffen. Links und rechts der Straße enstehen neue Häuser.

Vor Weihnachten ist (fast) alles fertig...

Ein ereignisreiches und aufregendes Jahr neigt sich im Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang seinem guten Ende zu. Gleich drei Baustellen waren im abgelaufenen Jahr zu bewerkstelligen: die Teerung eines Teilstücks der Gartenstraße, der Bau des neuen Kinderspielplatzes „Am Sportplatz“ und die Erschließung des Baugebiets „Am Steinbuckel II“.

Neun gemeindeeigene Bauplätze

Wie bereits in der Bürgerversammlung berichtet, wurde der Ausbau eines Teilstücks der westlichen Gartenstraße bis zur Einmündung Kieferstraße fertiggestellt. Ab Mitte Juli rollten im neuen Baugebiet im Süden Tettenwangs „Am Steinbuckel II“ schwere Baumaschinen, um die Erschließung von neun gemeindeeigenen Bauplätze von 607 bis 814 Quadratmeter sowie drei im Privateigentum befindlichen Parzellen vorzunehmen. Dabei verlief während der Baumaßnahmen nicht alles reibungslos, den bereits zum Auftakt der Erschließungsarbeiten gab es mit dem Fällen von zweier über 100 Jahre alter Lindenbäume bei einigen Bürgern Missstimmung. Wie schon der Name "Steinbuckel" sagt, zeigten sich bei den Arbeiten für Straße und Kanal ein mit Felsen besetzter Grund. „Tagelang mussten mit schwerem Felsmeisel riesige Felsbrocken herausgebrochen werden – der Name ist Programm", meint hierzu Dipl.-Ingenieur Andreas Eder von dem Regensburger Architekturbüro Kehrer. "Teilweise ist der Untergrund mit durchgehenden Felsen besetzt – dies sollten die neuen Eigentümer bei einem eventuellen Kelleraushub berücksichtigen", so Eder. Trotz dieser erschwerten Bauarbeiten ging die Verlegung des Kanals von der Firma Zehentbauer aus Schafshill gut über die Bühne. Alle Hausanschlüsse des getrennten System mit Oberflächenwasser und Hausabwasser wurden nach den planerischen Vorgaben fertiggestellt. Ebenso fachmännisch erfolgte die Installierung der modernsten Straßenlaternen, die im Frühjahr mit energiesparender LED-Beleuchtung ausgestattet werden. Modern auch deshalb, weil die Laternen mit einer Zeitschaltuhr versehen in der Nacht deutlich weniger Strom verbrauchen sollen. Bevor die erste Asphaltschicht aufgetragen wurde, verlegten die E.ON die erforderlichen Stromleitungen und die deutsche Telekom die Leerrohre für die Lichtwellenleiter - kurz gesagt für das Glasfasernetz. Die Voraussetzung für eine optimale Breitbandverbindung wäre somit ab Sommer 2016 gegeben. Fährt man von der Sternstraße in die neue Siedlungsstraße – der neue Straßenname wird „Am Südhang“ heißen – sieht man schon auf der linken Seite Gabionen, welche zur Hangsicherung angebracht wurden.

Erschließungsarbeiten enden Ende Mai 2016

Mit dem Abzug der schweren Baumaschinen wurde die Baustelle rechtzeitig vor Weihnachten geräumt. Nach der winterbedingten Pause geht es im Frühjahr mit den Restarbeiten weiter. „Mit Betonrechteckpflaster werden die Gehsteige belegt und am Wendekreis mit Granitkleinstein ausgepflastert“, verrät Andreas Eder. Die Wendeplatte am Ende der neuen Siedlungsstraße dient u.a. Müllfahrzeuge zum Wenden. Schließlich wird noch der auf Halde liegende Humus in den Grundstücken verteilt. „Zu den Schlussarbeiten, die bis spätestens Ende Mai 2016 fertiggestellt werden müssen, zählen die Asphaltierung der Feinschicht und das Anbringen der neuen LED-Straßenlampen“, so Eder. Wann anstelle der zwei gefällten Lindenbäume eine Ersatzpflanzung erfolgt, wird der Altmannsteiner Marktgemeinderat entscheiden. Wie in den Gemeinderat beschlossen erhielten in den letzten Tagen die neuen Grundstücksinteressenten einen Kaufvertragsentwurf vom Notariat.

 

Mit Hochdruck laufen seit vier Wochen die Erschließungsarbeiten am neuen Baugebiet „Am Steinbuckel II“ im Altmannsteiner Ortsteil Tettenwang. Mit schwerem Gerät arbeitet eine aus Schafshill stammende Baufirma an der Verlegung des Abwasserkanals, welches im getrennten System vorgenommen wird: zum einen das Oberflächenwasser (Regenwasser) und zum anderen das Abwasser aus den Häusern. Wie der Name „Steinbuckel“ schon sagt, wurde schon bei den Planungen mit felsigem Untergrund gerechnet – und genauso ist es auch gekommen. Aktuell verrichtet ein „Specht“ am Bagger unüberhörbare und wirkungsvolle Arbeit an dem felsigen Untergrund. Die Felsbrocken werden in den naheliegenden Steinbruch von Schamhaupten befördert, dort handgerecht zerkleinert und schließlich im Rückgewinnungsprozess wieder als Schotter auf der Baustelle in Tettenwang eingearbeitet. Die beiden Revisionsschächte für die getrennte Abwasser-entsorgung sind bereits fertiggestellt. Laut Dipl.-Ingenieur Andreas Eder von der Kehrer Planungs GmbH in Regensburg sollen die Erschließungsmaßnahmen bis voraussichtlich Jahresende abgeschlossen sein. Insgesamt zwölf Parzellen – davon neun gemeinde-eigende Bauplätze von 607 bis 814 Quadratmeter –auf insgesamt 10.817 Quadratmeter Ackerland stehen dann Bauwilligen zur Verfügung. Dazu kommen noch 2.149 Quadratmeter Grundstücksfläche für die Straße und Ortseingrünung. „Bei der Bauplatznachfrage werden zuerst alle Einheimischen bedient, und zwar nach Eingang der Bewerbung. Sollten dann noch freie Bauplätze vorhanden sein, erhalten auch Bauinteressierte aus der Großgemeinde eine Chance“, so die Marktgemeinde Altmannstein. „Die Nachfrage auf die neun Gemeindeeigenen Bauplätze ist erwartungsgemäß sehr groß“, freut sich Manfred Zippel von der Geschäftsleitung des Marktes Altmannstein. Bis dato können aber alle in den letzten Jahren eingereichten Anfragen berücksichtigt werden. Nähere Informationen an die Bauwilligen nimmt die Marktgemeinde in Kürze vor. Derzeit werden die zwölf Parzellen - drei davon befinden sich in Privatbesitz – mit einer Stichstraße erschlossen und die Abwasser- und Wasserversorgung vorgenommen. Deutlich sichtbar ist die Wendeplatte am Ende der Straße. Sie dient u.a. Müllfahrzeuge zum Wenden.

Fulminanter Baugeginn mit Fällung zweier Lindenbäume!

12 Parzellen enstehen in den nächsten Monaten im neuen Baugebiet "Am Steinbuckel II". Neun Parzellen in den Größen 607 - 814 qm vergibt bis Jahresende die Marktgemeinde Altmannstein an heimische Interessierte.

Der Bedarf an Baugebiete mit neuen Grundstücken reisst in der Großgemeinde Altmannstein nicht ab. Seit zwei Jahren warten auch einige bau-interessierte Bürger des Altmannsteiner Ortsteils Tettenwang auf gemeindeeigene Bauplätze. Am Montag war der Startschuss für die Erschließung des neuen Baugebietes „Am Steinbuckel II“. „Aktuell liegen uns 14 Bewerber für die neun gemeindeeigenen Parzellen vor“, sagte Marktgemeindechef Norbert Hummel.

Über 109 Jahre standen diese beiden Lindenbäume an der nördlichen Ortsausfahrt von Tettenwang - am 20.Juli wurden sie umgeschnitten

Bürger verärgert: zwei 109-jährige Linden gefällt

Ein emsiges Treiben und Summen herrschte in den letzten Wochen in den mächtigen Lindenbäumen an der nördlichen Ortseinfahrt von Laimerstadt kommend. Mit der Lindenblüte beginnt der Hochsommer und der süßliche Duft, den die Blüten vor allem in den Abendstunden verströmen, betört nicht nur Bienen und Hummeln, sondern auch den Menschen. Ganz besonders darüber freuen sich die Tettenwanger Imker, und davon gibt es eine ganze Reihe. Vielleicht deshalb, weil Bischöflich Geistlicher Rat Georg Haas im Jahr 1906 – also vor exakt 109 Jahren – ein Dutzend dieser „Bienenfutterbäume“ ringsum in den Fluren gepflanzt hatte. „Wir pflücken gerne die Blüten und bereiten daraus einen heilkräftigen, schweißtreibenden Tee, der insbesondere bei Erkältungskrankheiten eine wohltuende und heilende Wirkung hat“, erzählen einige Tettenwanger, die Stolz auf diese großen Schatten- und Duftspendenden Bäume sind. Das ganze Jahr über sind die mächtigen Linden an den vier Ortsein- und ausfahrten Anlaufstelle für Wallfahrer, Wanderer und Radfahrer. Seit 100 Jahren trotzen die prächtigen Lindenbäume Sturm und Wetter. Pfarrer Georg Haas, der 41 Jahre lang – von 1898 bis 1939 – Pfarrer des Hopfendorfes Tettenwang und 1.Dekan des damaligen Kapitels Riedenburg war, wusste um die Heilwirkung der Lindenbäume – deshalb genießen diese Bäume besonderen Schutz und Segen! Umso geschockter zeigten sich viele Dorfbewohner, als sie ansehen mussten, als am Montagmorgen die beiden mächtigen Lindenbäume an der geplanten Zufahrt zu dem neu geplanten Baugebiet „Am Steinbuckel II“ mitten in der prächtigsten Jahreszeit gefällt wurde.

So sah es wenig später aus: der immateriale Schaden ist für viele Tettenwanger immens - die Entfernung dieser Lindenbäume unverständlich

Lindenbäume müssen wegen Zufahrt weichen

Ohne jegliche Vorinformation rückten schwere Baumaschinen an und fällten die beiden Baumriesen. Für erheblichen Unmut sorgte diese terminlich  unpassende Baumfällaktion der prächtigen 109jährigen Linde am bisherigen Treppweg zum neuen Baugebiet. „Innerhalb kürzester Zeit flogen hier die Fetzen und die schönen und duftende Lindenbäume wurde kurzerhand zu Kleinholz verarbeitet“, so Helmut Bogenberger, der als Nachbar gleich gegenüber der Staatsstraße sein Anwesen hat. Viele Bürger zeigen sich von dieser unangekündigten „Hauruck-Aktion“ sehr verärgert. „Wie kann man nur in der Blütezeit diese für die Bienen und Vögel seit Jahrhunderten wichtige Anlaufstation entfernen“, tobten einige Tettenwanger – wissend, dass Pfarrer Georg Haas die Bäume gerade deswegen für die zukünftigen Generationen gepflanzt hatte. „Dass man diesen gesunden und für die Tierwelt so wichtigen Lindenbaum gefällt hat, macht mich zornig“, meint OGV-Chef Helmut Bogenberger. Und auch mit Recht? Die Dorfbewohner berufen sich darauf, dass von April bis Oktober keine öffentlichen Flächen geschnitten oder gar entbuscht werden. Grund ist, dass die in den Ästen und Wipfen brütenden und lebenden Vögel ihrer Heimat beraubt werden. „Ich bin sehr enttäuscht über diese Fällaktion, denn mir wurde von oberster Stelle versichert, dass der Lindenbaum stehen bleibt“, tut der Gartenbauvorsitzende seinen Unmut kund. „Die Idylle am Ortseingang mit den beiden Lindenbäumen ist weg – und zwar für Mensch und Tier“, meinten weitere Tettenwanger. Grund der Fällaktion ist die benötigte Fläche für die gut fünf Meter breite Straßenzufahrt zu den Bauparzellen. Ebenfalls entfernt wurde das seit Jahrzehnten am Wegrand befindliche Wegkreuz und Marterl. „Damit während der Bauarbeiten keine Schäden am Wegkreuz auftreten, haben wir dies behutsam einige Hundert Meter weiter zwischengelagert“, so Ingenieur Andreas Eder. Er und Altmannsteins Bürgermeister Norbert Hummel beschwichtigen: „Nach Abschluss der Bauarbeiten im Spätherbst ist eine Ersatzpflanzung sowie der Wiederaufstellung des Feldkreuzes geplant“.

Heimische Firma Zehentbauer erhielt Zuschlag

Erwartungsgemäß positiv verlief für Andreas Eder die knapp zweijährige Planungs- und Genehmigungsphase im Baugebiet Am Steinbuckel II in Tettenwang. Der zuständiger Diplomingenieur bei der Kehrer Planungs GmbH in Regensburg zeigte sich erfreut, dass wegen Verzögerungen des Bauabschnitts in Steinsdorf nun überraschend diese Woche der Startschuss für das Baugebiet „Am Steinbuckel II“ in Tettenwang fiel. Zwölf Parzellen werden bis voraussichtlich Jahresende erschlossen, davon stehen neun gemeindeeigende Bauplätze von 607 bis 814 Quadratmeter. Insgesamt 10.817 Quadratmeter kostbares Ackerland wird dabei für die Bauplätze verwendet, dazu kommen noch 2.149 Quadratmeter Ackerland für die Straße und Ortseingrünung. „Bedient bei der Bauplatznachfrage werden zuerst alle Einheimischen, und zwar nach Eingang der Bewerbung. Sollten dann noch freie Bauplätze vorhanden sein, erhalten auch Bauinteressierte aus der Großgemeinde eine Chance“, versichert Norbert Hummel. Die zwölf Parzellen - drei davon befinden sich in Privatbesitz – werden in den nächsten Monaten mit einer Stichstraße erschlossen. Eine Wendeplatte am Ende der Straße wird ausreichend groß gestaltet, damit auch Müllfahrzeuge ohne Probleme wenden können. Bei diesem Baugebiet handelt es sich explizit um ein Wohngebiet für Einfamilienhäuser.

Bis Jahresende 2015 sollen die Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein.

Einheimische erhalten Vorzug

Die Bauleitplanung und das Genehmigungsverfahren wurden 2014 begonnen. „In diesem Verfahren wurden 27 Behörden und Träger öffentlicher Belange in der Planung mit einbezogen, darunter auch das Landratsamt Eichstätt, die Marktgemeinde Altmannstein und diverse Umwelt- und Naturschutzbehörden“, so Andreas Eder. Dieses Verfahren mit Änderungen und Neuplanungen konnte nun im Frühling 2015 abgeschlossen werden. Daraufhin wurde Regensburger Planungsbüro Kehrer mit der Ausschreibung beauftragt. „Den Zuschlag für die Erschließung des Baugebiets erhielt die heimische Baufirma Zehentbauer GmbH aus Schafshill – die Gesamtkosten der Erdbewegungen belaufen sich auf 323.000 Euro“, so Eder. Dazu kommen weitere 45.000 Euro für die Wasserversorgung, die allerdings auf den künftigen Wasserpreis umgelegt werden. Ebenso schlagen sich die Erschließungskosten des Bayernwerk und der Deutschen Telekom in den Nutzungsgebühren nieder. „Im Baugebiet wird der neueste technische Standard in Form eines Glasfasernetz aufgerüstet – also die besten Voraussetzungen für das schnelle Internet“, freut sich Eder. Läuft alles planmäßig sollen noch vor Wintereinbruch alle Erschließungsarbeiten abgeschlossen sein. Trotzdem müssen sich die Bauinteressierten noch ein paar Monate gedulden. „Unser Kämmerer wird rechtzeitig eine Kostenermittlung vornehmen und diese dem Marktgemeinderat vorlegen“, ergänzt Bürgermeister Hummel. Zum Quadratmeterpreis will sich das Gemeindeoberhaupt noch nicht festlegen, da erst der Verlauf der Erschließungsmaßnahme zu berücksichtigen ist. „Billig werden die Bauplätze aber sicher nicht“, gab Hummel jetzt schon zu bedenken und geht von höheren Kosten aus, als diese in anderen Altmannsteiner Ortsteilen zu Buche schlugen. Dennoch versicherte er: „Bis Spätherbst wissen wir alle Details und werden dann aktuelle Informationen weitergeben“, meinte der Marktgemeindechef.

Das neue Baugebiet entsteht gleich im Anschluss an die bestehenden Häuser "Am Steinbuckel"
Die Firma Zehentbauer aus Schafshill erhielt den Zuschlag für die 323.000 Euro teure Erschließungsmaßnahme
Die Nachfrage auf die Bauparzellen ist groß: 14 Bewerber gibt es bereits!

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