Informationen rund um Tettenwang

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Eichelmast im Corona-Herbst 2020

Forstrevier Hienheim sammelt 1600 Kilo Eicheln

„Eicheln sammeln und verkaufen“ – das war früher in vielen Forstrevieren üblich. Kindergärten, Schulklassen und ganze Familien brachen im Herbst gemeinsam zu einem Waldspaziergang auf, um herabgefallene Eicheln und auch Kastanien aufzulesen. Die gesammelten Waldfrüchte ließen sich gegen ein Entgelt gut verkaufen. Allerdings ziehen heute immer weniger Kinder und Erwachsene los, um die reifen Baumfrüchte zu sammeln und sie dem Förster oder dem Forstamt zu übergeben.

Jetzt im Herbst färben sich die Eichen wunderschön gelb, orange und rot - Holzkapelle Forsthaus Schlott

Wieso heute noch Eicheln sammeln?

Eichen, Kastanien und Fichten tragen in diesem Herbst üppig Früchte. Reife Waldfrüchte sind zum einen eine wichtige Nahrungsquelle für Wildtiere. Jedoch sind herabgefallene Früchte insbesondere in der schneebedeckten Landschaft für die hungrigen Tiere nur schwer oder gar nicht zu finden. In dem Förster und Tierparks über die Wintermonate hinweg angekaufte Eicheln und Kastanien an das Wild verfüttern, lässt sich verhindern, dass Wildtiere Hunger leiden. Allerdings wird heute der Ankauf von reifen Baumfrüchten um Wildtiere zu füttern nicht mehr praktiziert.

Trotz Corona eine sehr gute Eichelernte 2020

Während sich in den Medien seit über einem halben Jahr alles um das Thema Corona dreht, haben zig Millionen Bäume in deutschen Wäldern ihr Wachstum unbehindert fortgesetzt. „Der Natur tut dieses Virus nichts – es betrifft nur uns Menschen“, so sagen viele naturverbundene Menschen. Und dass dies wahr ist, beweisen die im Herbst in allen Farben glänzenden Laubbäume in den Wäldern. Und nicht nur fürs Auge sind die Blätter von Buchen, Eichen, Erlen und Ahorn so schön – vielmehr ihre Früchte bringen viel Segen in den Kreislauf. Vor allem die Bäume, die an den Waldrändern stehen, hatten dieses Jahr gewaltig viele Eicheln drauf. Von einem nur alle drei bis fünf Jahre wiederkehrenden sogenannten Mastjahr, in dem die Eichelernte extrem groß ausfällt, will Hubmann allerdings nicht sprechen, denn nicht alle Eichen hatten heuer die gleichen Erträge. „Wer das Glück hatte, die richtigen Bäume zu finden, konnte sehr gute Erträge einfahren. Eine reiche Ernte bedeute jedoch nicht nur eine große Menge an Saatgut für Baumschulen, sondern: „Darüber freuen sich auch die Wildschweine, die sich nach Baummastjahren erfahrungsgemäß wieder munter vermehren werden“, sagte der Revierleiter. Von einem guten Erntejahr profitierten auch Vögel, Mäuse und Eichhörnchen. „Der Tisch ist reich gedeckt.“ Über viele Eicheln und Kastanien zum Basteln und Sammeln dürften sich aber auch die Kinder freuen.

Vom keimenden Samen zum kleinen Eichenbaum - es dauert viele Jahre bis zu einer großen Eiche

Eichen trotzen Klimaerwärmung

„Die Fichte hat auf Dauer keine Überlebenschance wegen des Klimawandels“ – so liest man täglich in den Medien. Gerade Eichen hätten nicht so sehr unter der langanhaltenden Trockenheit in den letzten Jahren gelitten. Denn anders als bei den Fichten als Flachwurzlern reichen bei den Eichen die Wurzeln tief in den Boden hinein. „Aufgrund des derzeitigen Wissenstands gehen wir davon aus, dass Eichen die Klimaveränderung und den damit verbundenen Temperaturanstieg gut vertragen und somit die Eiche als „Baum der Zukunft“ große Vorteile hat“, beschreibt Hubmann die Situation. Deshalb soll der Anteil an Eichen in vielen Forstbetrieben erhöht werden. „Aufgrund der Nachfrage anderer Forstbetriebe habe ich versucht, freiwillige Eichelsammler zu finden“, erzählt der 60jährige Revierleiter aus Hienheim. Und so konnten vier Sammeltrupps gebildet werden, die in ausgewählten Eichenbeständen im Revier eingewiesen wurden und sammeln durften. Denn nur in anerkannten Beständen darf gesammelt werden! Früher gab es alle fünf bis zehn Jahre eine Mast, aufgrund der Klimaveränderungen kommt diese sogar alle zwei bis drei Jahre zustande. Nachdem das Eichensaatgut verstärkt nachgefragt wird und dies auch in naher Zukunft zunimmt, will Hubmann für die nächsten Jahre mehrere zuverlässige Sammeltrupps bilden. „Im Vorfeld der Sammelaktion hatten wir Vorbestellungen unserer Nachbarforstbetriebe Burglengenfeld und Schnaittenbach aus der Oberpfalz. Hier soll wegen des Klimawandels mittels Saat die Wärme und Trockenheit tolerierende Baumart der Traubeneiche als Mischbaumart verstärkt eingebracht werden“, beschreibt Thomas Hubmann die wichtige Aktion. Der Hienheimer Forst ist seit jeher von einem sehr reichen Eichenbestand geprägt. Und das Ergebnis der vier Sammeltrupps kann sich sehen lassen. Insgesamt 1600 Kilogramm wertvollen Eichelsamen konnten im Revier Hienheim gesammelt werden – sehr zur Freude des Försters.

Sammeln macht Spaß und bringt Nebeneinkommen

Dank der ausgeprägt schönen, wüchsigen und kerzengeraden Eichenstämme hat das Eichelsammeln im Hienheimer Forst eine lange Tradition. „In den letzten 20 Jahren gab es mangels Nachfrage und Sammelteams eine Pause. Dies wollen wir künftig ändern und wieder Sammeltrupps aufbauen“, sagt Thomas Hubmann. Dass es dem Förster gleich auf Anhieb gelungen ist, vier Sammeltrupps zu finden, beweist seinen Einsatz und die Bereitschaft einiger diese Freizeitbeschäftigung zu starten. Zum ersten Mal haben sich die beiden Schwestern Simone Gaul (Hienheim) und Adriane Koch (Tettenwang) für das Eichelnsammeln bereiterklärt. „An zwei Tagen in der Woche sind wir drei Wochen lang in unsere herrlichen Eichenwälder gegangen und haben die Eichelsamen aufgelesen“, erzählt die 42jährige Adriane Koch.

Adriane Koch (re.) aus Tettenwang und ihre Schwester Simon Gaul aus Hienheim machten sich auch mehrere Tage auf zum Sammeln – die Arbeit beim Auflesen ist sehr anstrengend – das Ergebnis in umso erfreulicher

Förster Thomas Hubmann hat jedem Team ausgewählte Bestände mit entsprechenden Qualitätsbäumen ausgesucht, in denen geeignete Eicheln zu finden waren. „Ausgerüstet mit kleinen Kübeln machten wir uns an die sehr anstrengende Arbeit“, beschreiben die beiden Schwestern den Einsatz. Je nach Wind und Wetter fallen die Eicheln und liegen oft wie gestreut auf dem Boden. Da kommt es schon gelegentlich vor, dass Eicheln auf den Körper fallen. „Das tut ganz schön weh, wenn eine auf den Kopf fällt“, ergänzt Adriane. Nach rund drei bis vier Stunden Sammeleinsatz war es genug, denn das ständige Bücken und Aufstehen erfordert viel Muskelkraft. Rund 15 Kilogramm sind in dieser Zeit zu schaffen – natürlich je nach Ertrag der Bäume.

Vom Eichelsamen zum kleinen Bäumchen...

Abgefüllt werden die in Eimer gesammelten Früchte in 25-Kilo-Säcke. „Idealerweise werden die Früchte schon beim Aufheben von Laub und Äste befreit, damit nur gute Ware in die Eimer kommt“, ergänzt der Revierleiter. Aufbewahrt werden die Eicheln in luftigen Säcken, um die Schimmelbildung zu vermeiden“, meint der Waldprofi. Mit dem Sammeln dieser Baumfrüchte wird man nicht reich und es ist schon ein Stück harte Arbeit. „Pro Kilo Eicheln haben wir in der abgelaufenen Saison 1,50 Euro gezahlt, d.h. für einen Zentner guter Eicheln konnten die Sammler eine Summe von 75 Euro zusammenbringen“, ergänzt Förster Hubmann. Zweimal pro Woche brachten die Helferinnen ihre gesammelten Schätze zur Annahme- und Wiegestelle im Forsthaus Schlott. Von dort aus gehen die Eichelsamen zu den abnehmenden Forstbetrieben.

Luftig in Säcken eingefüllt wurden die Eicheln am Forsthaus Schlott gewogen. Revierleiter Thomas Hubmann freute das Sammelergebnis sehr und wird die Eicheln an die abnehmenden Forstbetriebe weiterleiten

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